Wir sind neu hier

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

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Wir sind neu hier

Beitrag #1 von Hope » 22 Jan 2007 16:58


Wir, das bin ich, Petra, meine Lebensgefährtin Siggi und Viola (13). Und um Viola geht es hier. Sie ist wie gesagt 13 Jahre alt und war noch nie ganz "trocken" ... wobei das Einnässen sich hier ausschliesslich auf die Nacht bezieht und auch da gibt es mal Phasen wo sie tage- und teilweise auch wochenweise trocken ist. Wir waren schon mit ihr beim Kinderarzt für einen ADS-Test (Ergebnis steht noch aus) und auch beim Urologen ... bisher ohne Erfolg. Organisch ist laut dem Urologen alles O.K. bei ihr. Sie nimmt nun seit ca 4 Wochen ein Medikament, welches die Blasenmuskulatur stärken sollte ... wie gesagt sollte, denn wir haben das Gefühl dass es seitdem noch schlimmer geworden ist. Fast jede Nacht einnässen. Als nächstes stünde nun ein Krankenhausaufenthalt auf dem Plan, wo ihre Blase unter Vollnarkose gespiegelt werden soll und wo sie über Nacht einen Katheter bekommt um die Harnmenge mal zu bestimmen, die sie nachts ablässt. Hat da jemand Erfahrung mit? Was kommt da auf uns/sie zu?? Und dann auch gleich noch ein Problem: also wir schimpfen oder strafen sie nie wegen deim Einnässen. Sie muss nur morgens ihre nassen Sachen in die Waschmaschine räumen und diese anstellen ... trotzdem belügt sie uns regelmässig wenn man sie fragt ob sie trocken oder nass gewesen sei. Auch hat sie keine Lust, wenns "passiert" ist sich dann zu duschen. Wir wissen da einfach nicht mehr weiter und hoffen hier auf Erfahrunswerte anderer betroffener Eltern.

Gar nicht so einfach über das Thema zu schreiben ...
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Hope
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Beitrag #2 von mehlbox2001 » 23 Jan 2007 00:57


Hallo Hope,

also wenn das Medikament nicht hilft -- absetzen und was anderweitig probieren! Schau mal, was der ADS-Test bringt ...

Ansonsten kann die Pubertät demnächst auch neue Veränderungen bringen -- weg aus dem Familienbezug hin zu neuen Eitelkeiten und Körperlichkeiten. Neue Hormone bringen anderes Wachstum und Veränderungen, das Duschverhalten mag sich ändern, und ihre Welt ändert sich ... Nehmt sie vielleicht ein bisschen aus dem Mittelpunkt heraus ...

Nein, ich gehöre nicht zu den betroffenen Eltern, aber hab drei Jahre lang als Lehrer so manche Jugendliche und ihre Eltern begleitet ...

Andreas
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Beitrag #3 von Hope » 02 Feb 2007 08:33


Hallo Andreas,

erstmal lieben Dank für deine Antwort.

Zum Thema Pubertät kann ich nur sagen, dass ich ein ähnliches Problem, also das mit dem Duschverhalten, von meiner älteren Tochter bereits kenne. Allerdings hat diese nicht eingenässt. Und sie hat sich auch nicht so massiv gesperrt, sondern das duschen einfach nur "vergessen", aber dann anstandslos gemacht wenn man es ihr gesagt hat. Bei Viola gibt es jedesmal regelrechte Kämpfe wenns um das Thema geht, und dabei ist es auch egal ob sie trocken war oder nass.

Momentan scheint das Medikament anzuschlagen ... sie ist nun schon den 4. Morgen trocken. Sehr zur Freude aller. Hoffentlich bleibt es so. Es belastet die Familie doch enorm.

Lieben Gruss, Petra
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Beitrag #4 von eckhard11 » 02 Feb 2007 11:39


Guten Tag, Hope,

also, den Katheter zur Messung des - nächtlichen - Urines würde ich ihr ersparen.
Katheter können, wenn sie nicht richtig gelegt sind, eine Blasenreizung auslösen,
( Reibung des Katheters an der Blasenschleimhaut ).
Ausserdem bieten Katheter ( Dauerkatheter ), Bakterien einen direkten Weg in die Blase.......

Um den nächtlichen Urinverlust festzustellen, gibt es andere, einfachere Mittel.
So könnt ihr z.B. eine trockene Windel wiegen und am nächsten Morgen die nasse Windel.
Ganz profan auf einer Haushaltswaage oder einer Briefwaage......
Natürlich sollte ihr eine Windel mit einer ausreichenden Aufnahmefähigkeit nehmen.

Da Du schreibst, daß Viola phasenweise tagelang, sogar wochenlang "trocken" ist, kann man hier nicht recht beurteilen,
ob die Besserung durch das Medikament herbeigeführt wird oder ob sie gerade eine Trockenphase hat.

Schläft Viola eventuell zu tief ?

Wenn sich das Einnässen ausschliesslich auf die Nacht beschränkt, hat sie möglicherweise eine Enuresis nocturna.
Siehe hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Enuresis#P ... e_Enuresis
und/oder hier : bettnaessen.php

Aber dies sollte der Urologe festgestellt haben......

Gruss
Eckhard
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ADS

Beitrag #5 von Cveta » 15 Apr 2007 23:07


Hallo Hope,

ich war bei einem Psycholgen in Essen, der sich auch mit ADS auskennt. Er sagt, dass durchaus ein Zusammenhang zwischen ADS und Einnässen bestehe.

Seit ich Strattera gegen mein ADS nehme, habe ich keine Unfälle mehr bei normaler Flüssigkeitsaufnahme. Trinke ich abens mehr (auch nicht-Alkoholisches) benötige ich aber doch eine Windel, weil wegen ständigen Aufstehens nicht an Schlaf zu denken ist.

Liebe Grüße

Cveta
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Beitrag #6 von Ronald » 13 Mai 2007 19:23


was ihr immer gleich mit ärtzten oder medikamenden wollt.
beobachtet eure kinder doch mal richtig. gebt ihnen vertrauen und geborgenheit, und wen sie halt in die windeln nachen, oder mit 14 noch welche brauchen, ist es auch nicht schlimm. man sollte offener damit umgehen und nicht mit vorgehaltener hand es behandeln. Eingriffe und medikamente sind nicht immer gut und chemische eingriffe. mein sohn hatt auch bis 15 noch ins bett gemacht, hatten ihn gewindeld. es hörte auf ein mal auf und er hatte auch öfters trockene windel
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