Krankenkasse zahlt nur Gesetzlichezuzahlung

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Beitrag #11 von biba » 24 Mai 2007 15:55


Hallo Ela,

ich habe es aufgegeben, zu den Ärzten zu rennen. Wir haben damals vor 1,5 Jahren die Miktonetten versucht, auch dieses Desmopressin. Hatte beides 0-Wirkung. Urologen haben die äußeren Befunde gestellt (3 unabhängige) - es sei alles okay organisch. Was mir nur auffällt, dass sein Glied ziemlich winzig ist im Gegensatz zu anderen Jungs. Aber das ist wohl ein Schönheitsfehler und hat mit den inneren Organen nichts zu tun, sonst hätten die Ärzte sicher etwas gesagt.

Auf Druck der Familie hin bin ich mit meinem Sohn dann zur Psychologin - hätte ich mir auch sparen können, es kam nichts Neues raus. Ich belasse es jetzt bei dem Status Quo und sehe späteren Zeiten entgegen.

Liebe Grüße, Biba
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Beitrag #12 von Pantheist » 03 Jun 2007 09:56


Hallo biba!

Meine Tochter hat auch Mictonetten und Minirin genommen. Keine Wirkung. Jetzt nimmt sie die Detrusitol. Aber auch bei denen sehe ich keine Besserung. Bei Ihr sind die Nieren etwas zu klein und die Blase etwas zu groß, aber alles noch im Normbereich. Die Ärzte meinen, dass das aber nicht der Grund sein kann, weshalb sie in die Hose macht. Zwei mal wurde bei ihr eine Harnröhrenverengung geritz. Einmal mit 6 Jahren und das andere mal mit 11 Jahren. Aber die Verengung hat auch nichts mit der Inkontinenz zu tun. Es läuft jetzt nur besser!

Ich war mit meiner Tochter auch bei einem Psychologen und bei der Erziehungsberatungsstelle. Ich habe leider mit ihr noch mehr Probleme... Meine Tochter ist nur so schlau und gerissen und hat alle um einen Finger gewickelt. Alle, auch das Jugendamt, haben immer von ihr geschwärmt und mich gefragt, welche Probleme ich denn hätte. Sie wäre doch so toll!!!
Nun, nach fast 6 Jahren, sehen sie es selber auch so und nun kann alles nicht schnell genug gehen. Ich denke mir meinen Teil über die Behörden...
In ca. 8 Wochen geht meine Tochter nun Stationär in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Da können mein Sohn (fast 14Jahre alt) und ich mal aufatmen... auch wenn ich auf der anderen Seite schiss habe... Vielleicht ändert und bessert sich einiges... vielleicht wird es schlimmer.

biba, biba
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Beitrag #13 von Stefan » 03 Jun 2007 14:17


Hallo Pantheist,

leider wurden die Trainers mit den Inkontinenzslips in eine Topf geworfen. Wir vom SVI hatten damals einen besseren Vorschlag. Eine neue Gruppe "Trainers" und die maximale Anzahl auf 4 Stück pro Tag begrenzen. Dies hatte auch fast Erfolg bei den Kassen. Die Deutsche Kontinenzgesellschaft war jedoch der Meinung, dass es ausreiche diese Produkte unter den Slips zu führen. Dies hat man wohl nur gemacht, um unseren Vorschlag bei den Kassen zu torpedieren oder den Kassen nach dem Maul zu reden. Die Kassen haben sich auf jeden Fall gefreut, dass Sie eine "Fachmeinung" bekommen haben, die billiger für sie ist.

Nun ist die gesetzliche Regelung folgende:
- der Verorgungsauftrag der Kassen ist erfüllt, wenn der gesetzliche Festbetrag erstattet wird.
- höher preisige Hilfsmittel werden nur in Ausnahmefällen, wenn dies eindeutig notwendig ist.

Für deine Tochter heißt das, dass Sie Trainers voll bezahlt bekommt, wenn:
- Eine normale Windel zu Hautproblemen führt und die nur durch Trainers in den Griff zu kriegen sind.
- Eine normale Windel sie psychisch weit mehr belasten würde als Trainers.

Du musst das durch ein ärztliches Gutachten des MDK (Medizinischer Dienst) bestätigen lassen. Hier würde ich Dir raten, selbst beim MDK vorstellig zu werden.

Ohne gutes Gutachten gibts zwar auch die Trainers auf Kasse, es wird aber nur der Festbetrag erstattet.

LG

Stefan
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Beitrag #14 von Pantheist » 04 Jun 2007 09:49


Hallo Stefan!

Das ist ja mal eine Antwort, mit der ich etwas anfangen kann :D *freu*
Ich werde mich gleich mal schlau machen und nachforschen, wo unser MDK ist und mir einen Termien geben lassen.

Vielen lieben Dank an dich :wink:
Ich werde das Ergebniss dann hier einstellen!!!

Liebe Grüße,
Ela
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Inkontinenz bei Kindern

Beitrag #15 von lima » 02 Jul 2007 17:17


Hallo, ela und biba, für Euch wären die Vorträge, die die Ärzte beim 1. Deutschen Kontinenz - Forum z.b. am Sonnabend, 30.06.2007 in Leipzig gehalten haben, bestimmt interessant gewesen, schade ihr wohnt sicherlich zu weit weg. Es waren vermutlich nur zwei Muttis und 1 Sohn dabei, sonst nur ältere Leute. So gründlich wie die Leipziger Uni-Ärzte mit den Kindern arbeiten (lt. Vortrag), da könnte man Hoffnung haben. So wie ich es verstanden habe, müßte bei den Kindern ein bestimmtes Hormon nachts die Urinbildung vermindern, das fehlt oftmals und man kann es mit einer Arzneieinnahme, Minirin? etwa 1 Jahr einnehmen, ergänzen oder anregen. Außerdem gibt es weitere Behandlungen. Ihr dürft euch nicht zufrieden geben mit dem Arzt, der euch nicht weiter überweist. Sucht Euch ein Zentrum und laßt die Kinder gründlicher behandeln, wenn es nicht schon passiert. Viel Erfolg! lima
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