14 Jahre alte Sohn kotet in sein Zimmer

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

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14 Jahre alte Sohn kotet in sein Zimmer

Beitrag #1 von crazy40tina » 04 Okt 2007 15:22


Hallo,
brauche auch eure Hilfe - weiß nicht mehr was ich machen soll.....
Unser 14 jähriger Sohn kotet in sein Zimmer, lässt den Kot liegen und "trocknen". Habe schon alles versucht - Bestrafungen, viel reden mit ihm, psychotherapeutische Hilfe angeboten - diese leht er aber kategorisch ab ! Schämt sich natürlich uns gegenüber, Gespräche mit ihm zu führen sind sehr schwer. Er steckt sich auch sehr oft den Finger in den After....
Er wächst in normalen Familienverhältnissen auf, hat sehr viele Freunde, ist kein Stubenhocker, spielt Fußball und ist in der Schule mittelmäßig bis schlecht (Hauptschüler). Lernt nicht gern und geht auch nicht gern zur Schule. Hat dieses ahr Berufspraktikum gemacht und hofft auch dort nächstes Jahr in diesem Betrieb eine Lehrstelle zu bekommen.
Er ist körperlich weit entwickelt, sieht durch seine Grösse von ca. 1,90 m schon eher aus wie 16-17.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder wer kann mir helfen....?????
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crazy40tina
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Beitrag #2 von papa0861 » 04 Okt 2007 20:49


hallo,

erstmal willkommen in dieser runde.

auch, wenn dein beitrag fast unglaublich klingt, scheint dieses verhalten bei kindern doch ziemlich häufig vorzukommen.

ich mußte mich dazu auch erst einmal belesen.

die frage ist nur, in welchem maße sich das verhalten fortsetzt. also wie lange es andauert oder wie intensiv es betrieben wird.

enkopresis ist eigentlich mehr ein einkoten, als das was dein sohn zelibriert. sich in die hosen zu machen scheint ihm wohl doch etwas unangenehm.

in anderen foren hast du ja schon entsprechende antworten bekommen.

mich würde mal interessieren, was dein sohn für eine antwort parat hat, wenn du ihn fragst, warum er nicht in die hose macht, sondern den kot im zimmer absetzt.

wenn er sich nur in die hose macht, würde ich vielleicht noch an eine zeitfrage denken.

da er sich aber die zeit nimmt, die hose noch runterzulassen......

ich persönlich vertrete die meinung, daß solcherlei verhalten eine trotzreaktion ist, oder der versuch irgendetwas zu erpressen. und sei es nur liebe und zuneigung.

andere mögen wieder die meinung verteten, daß dieses verhalten auf einen mißbrauch hindeuten könnte.

schau mal auf diese seite:

http://www.web4health.info/de/answers/c ... presis.htm

vielleicht findest du da antworten.

aber was du da auch findest. der weg zu einem kinderpsychologen wird dir wohl nicht erspart bleiben.

da du von einem "normalen" familienleben sprichst; was sagt denn dein mann zu diesem verhalten.

auf jeden fall wünsche ich dir viel kraft.

lg
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Beitrag #3 von papa0861 » 04 Okt 2007 22:40


papa0861 hat geschrieben:hallo,

erstmal willkommen in dieser runde.



ich muß mich nochmal selbst zitieren.

ich habe mich nun nochmal genauer ins thema reingelesen.

bei der encopresis scheint es sich tatsächlich nur um eine form zu handeln, wo der stuhl in der bekleidung abgesetzt wird. eine erscheinungsform wie du sie schilderst wird meist nicht angesprochen.

insoweit bin ich etwas ratlos.

oftmals wird als ursache der encopresis ein adhs vorangestellt. dies scheint bei deimen sohn wohl auch nicht der fall zu sein, da du ihn ja als ausgeglichen beschreibst.

deine beschreibung ist also eine äußerst seltene form der encopresis.

eine katze oder einen hund bekommst du manchmal mit der methode des hineinsteckens der nase stubenrein.

wird bei deinem sohn aber bestimmt nicht helfen.

ich habe mir auch noch einmal die antworten in einem anderem forum angesehen, in dem du dein anliegen eingestellt hattest.

hier kam kurz die frage nach der ergründung der eigenen sexualität auf.

gedanklich kann ich das insoweit nachvollziehen, was deine erklärung in punkte finger in den anus schieben betrifft.

hast du ihn dabei erwischt?

aber trotz aller erklärungen kann ich dir nur raten ganz schnell einen psychologen zu rate zu ziehen. und dabei stünde für mich nicht die frage, ob das kleine monster das will. hier stellt sich nämlich die frage, wer in der familie die hosen an oder voll hat.

alles andere ist verlorene zeit und liebesmüh.

letztendlich auch unter dem gesichtspunkt, wer hier eher den geist aufgibt.

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Beitrag #4 von Werner Holmans » 05 Okt 2007 15:16


Hallo ...,
wenn dein Sohn körperlich gesund ist, gehe mit ihm unbedingt zu einem Schulpsychologen. Vielleicht gehst du zuerst allein zu ihm und erläuterst die ganze Situation. Bei uns gehen die Schulpsychologen dann in die Schule zur Hospitation (der Junge darf es vorher nicht wissen, Hospitationen sind nicht ungewöhnlich für die Schüler) und machen sich so ganz nebenbei mit dem Schüler bekannt. Ich hatte noch nie ein Kind bei mir zur Betreuung im Heim, wo diese Kontaktaufnahme durch den Schulpsychologen nicht gefruchtet hat. Ich bin mir sicher, dass er dann gern zum Schulpsychologen gehen wird. Wenn dein Sohn auch schulische Probleme hat kann vielleicht auch eine Leistungsdiagnostik erfolgen. So können Teilleistungsstörungen z.B. ausgeschlossen werden oder Fördermöglichkeiten besprochen werden. Schulerfolge werden auch für deinen Sohn nicht unwichtig sein.
Der Psychologe wird sicherlich auch private Bereiche aus der Familie ansprechen und alles mit euch gemeinsam auswerten. Durch diese Diagnostik findet er vielleicht die Ursachen für das Verhalten deinen Sohnes. Dann erst kann über eine mögliche Therapie, egal welche Richtung, nachgedacht werden.
Nur Mut!
Werner
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handle du, für deinen Sohn

Beitrag #5 von klaro (+16.05.2008) » 10 Okt 2007 17:08


hallo,crazi40 tina

es wäre wünschenswert, wenn DU handeln würdest. Deinem Sohn zuliebe. Er ist 14. Es scheint nicht alles in Ordnung zu sein.
Sein Verhalten, seine Unlust in der Schule, mittelmässiger Schüler oder nicht so super gut. egal wie man es schildert.

Deinem Sohn, auch wenn du schreibst, intakte Familie, dein Sohn hat ein Problem. Nun mit 14, darfst DU noch bestimmen, dass ihm geholfen wird.
Die Schnittstelle von 16 jährig ist schneller da, als man denkt. Dann, darf der Sohn selber entscheiden, eine Therapie anzunehmen, oder abzulehnen. ( habe das selber erfahren *müssen*). Dann wirds schwieriger, zudem ist bis dahin noch mancher Tag zu erkämpfen.

Pack die Gelegenheit, hilf deinem Sohn, indem du für ihn, Hilfe holst, wie Werner Holmas geschrieben hat.

Auch wenns deinem Sohn peinlich sein mag, er wird dir sicher mal dankbar sein. Dein Sohn fühlt sich in seiner Haut sicher auch gar nicht wohl.

Hilf ihm, dass ihm, geholfen werden kann. Dein Sohn hat Hilfe verdient und zugut.

alles Gute, wünsche dir viel Kraft und Mut und halte durch,
klaro :?
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Beitrag #6 von crazy40tina » 12 Okt 2007 17:47


Danke für die Antoworten - dass mein Sohn Hilfe braucht sehe ich auch. Aber was soll ich bloß tun, wenn er keine Hilfe annimmt - ich kann ihn doch nicht zum Arzt schleppen....
Ich stehe bereits mit unserem Hausarzt in Kontakt und dieser gibt mir Ratschläge, wie ich mit meinem Sohn "umgehen" soll. Ich soll eben einfühlsam sein, ihm Geborgenheit und Zeit geben - einfach für ihn da sein..... Dann wird sich mit der Zeit schon alles wieder geben ! aber es kostet Kraft und Nerven - ich fürchte, dass meine Kraft langsam zu Ende geht.
Aber es geht hier nicht um mich, sondern ausschließlich um meinen Sohn und sein Wohlbefinden.
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Beitrag #7 von Werner Holmans » 12 Okt 2007 23:46


Hallo,
gerade weil es nicht um dich geht musst du handeln. Der Junge kann sich doch gar nicht vorstellen oder hat, wie viele Menschen falsche Vorstellungen, was ein Psychologe macht. Deshalb ist der Schulpsychologe der beste Anlauf für eine Kontaktaufnahme. Er kann diese so ganz nebenbei bei der Hospitation machen. Er steht übrigens unter Schweigepflicht und wird auch ohne Erlaubnis nicht mit den Lehrern über den eigendlichen Grund seines Besuches in der Klasse sprechen. Nur mit der Erlaubnis der Eltern darf der Schulpsychologe schulische Dinge, die deinen Sohn betreffen und für ihn förderlich sind, in der Schule besprechen.
Als Erziehungsberechtigter ist es deine Pflicht etwas für deinen Sohn zu tun, auch gegen seinen Willen, wenn es nicht anders geht.
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