Hypnose bei Kindern ? Hat jemand Erfahrung?

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Beitrag #11 von mama123 » 19 Jul 2008 11:01


Hallo Merda,

ich hatte dir gestern schon geschrieben, aber irgendwie scheint die Antwort nicht hier im Forum gelandet zu sein. Weiß nicht warum.

Ich würde auf einer neurologischen Untersuchung mit einem MRT der Wirbelsäule bestehen, notfalls den Arzt wechseln. Ich halte es für wichtig, alle körperlichen Ursachen auszuschließen, bevor ihr an das Toilettentraining denkt.
Bevor wir eine Diagnose hatten, habe ich fast ein Jahr lang meinen Sohn mit dem Toilettentraining gequält. Ich schreibe ganz bewusst gequält, denn es war letztendlich eine Quälerei. Uns wurde das Training in der Kinderklinik empfohlen, eigentlich sollten wir dort auch 14 Tage bleiben, um es zu lernen, aber das habe ich abgelehnt, da ich ja noch zwei Kinder habe. Wir haben uns das genau erklären lassen und haben das dann fast ein Jahr lang zuhause durchgeführt. Ohne Erfolg, was ja auch logisch war, da die Ursache bei meinem Sohn eben in der Rückenmarkserkrankung liegt und das damals aber noch keiner gewusst hat.

Nach diesen Erfahrungen kann ich dir wirklich nur empfehlen, erst alle möglichen körperlichen Ursachen auszuschließen.

Ich an deiner Stelle würde meinen Sohn auch nicht in diesem Alter alleine 14 Tage in die Klinik schicken. Kann dich da voll verstehen. Gerade in der Situation, in der er ist, dann auch noch auf die Mama verzichten zu müssen, halte ich für sehr schlecht.

So, jetzt hoffe ich, dass dieser Beitrag im Forum erscheint und nicht wie gestern irgendwo verschwindet.

Liebe Grüße und alles Gute

Dagmar
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Beitrag #12 von merda » 23 Jul 2008 09:31


hallo mama123

vielen dank für deine Antwort. Wenn mein Sohn auch wie deiner diese Rückenmarkserkrankung hätte, nur mal so angenommen, würde er dann nicht auch tagsüber die Hosen klatschnass
haben, weil tagsüber merkt er ja wenn er muss und geht auch mehrmals zur Toilette. Ich achte jetzt immer darauf das er mindestens 1,5 Liter am Tag verteilt trinkt, und dann Abends eine
Stunde vor dem Schlafen gehen nichts mehr. Und dann geht er auch sofort auf Toilette. Nur ist das halt Nachts so das er sehr tief schläft und nicht alleine wach wird wenn die Blase voll ist. Darum denke ich wenn er so eine Krankheit hätte das er tagsüber auch mehr in die Hosen machen würde.
Die letzten Nächte war das Bett ständig nass, darauf hin habe ich mit ihm geredet und ihm erklärt , das wir nun Pampers kaufen werden die er nur Nachts trägt und das es ein Hilfsmittel für ihn ist damit das Bett geschützt ist und nicht nass wird. Er hat erst etwas kmisch geguckt, aber diese Pantys zum reinschlüpfen akzeptiert. Jetzt trägt er diese Pantys seit zwei Nächten und stört sich auch nicht daran. Heute Morgen war nur ein ganz bischen drin , also hat er nicht mehr soviel gemacht. mein ziel ist es das er morgens mit einemtrockenem Panty aufwacht , und er merkt ich brauch das ja gar nicht, er kann ja auch wenn er Nachts aufwach und muss die Dinger abmachen. Hauptsache sein Bett ist trocken.
Ich war mir erst nicht sicher ob ich das machen soll weil er ja schon 7 ist und am Tag passiert das ja nicht so oft, ausserdem hatte ich angst das er es vieleicht schön findet wieder eine windel wie ein Baby zu tragen, und das er sich dran gewöhnt. Aber ich habe das gemacht weil ich auch für mich und meine seelenlage ein bischen Ruhe brauche. wenn man morgens ins Zimmer kommt und sieht es ist schon wieder nass dann kann man bald nicht mehr :cry:
und man möchte am liebsten schreien was ja auch nichts nützt. daher war es auch für mich nicht einfach im supermarkt vor dem Regal zu stehen und nach Pampers zu schauen. Ausserdem hatte ich fast Angst "entdeckt"zu werden weil die Leute die mich kennen wissen das ich keine kleinen kinder mehr habe.Es war ein komisches Gefühl, ging dir das beim ersten mal genau so als du die gekauft hast? Ich sag auch gleich dabei das wird keine dauerlösung sein aber ich hätte sie ihm auch nicht gegeben wenn er sich gewehrt oder geweint hätte.
Bis dann merda
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Beitrag #13 von mama123 » 23 Jul 2008 20:51


Hallo Merda,

er muss ja nicht genau das haben, was mein Sohn hat, aber es könnte ja auch noch etwas anderes neurologisches dahinter stecken und deshalb wäre es sicher nicht schlecht, ein MRT von der Wirbelsäule machen zu lassen.

Die Sache mit den Pants für die Nacht ist eine gute Idee. Das nimmt aus der ganzen Situation den Stress heraus und vielleicht hilft das ja schon.

Ich hatte eigentlich nie die Probleme mit dem Windelkauf. Da ich, solange Windeln aus dem Supermarkt gepasst haben, immer nur eine Sorte aus einem ganz bestimmten Drogeriemarkt gekauft habe, der in einem Nachbarort ist, hat mich da auch niemand gekannt.
Mittlerweile hat mein Sohn ja schon kleine Erwachsenenwindeln und die bekommen wir mit der Post ins Haus geschickt. Sie sind so verpackt, dass das keiner sieht, was das ist und so haben wir da keinerlei Probleme damit.

Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und dass ihr bald Erfolge seht.

Liebe Grüße

Dagmar
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Beitrag #14 von Psycho » 25 Jul 2008 19:36


Ich grüße Dich Merda,
es ist durchaus möglich kleine Kinder zu einer Kur zu schicken. Wenn allerding zu große Trennungsängste bestehen, muss die Ursache dafür gesucht werden. Oft liegt die Ursache nicht bei dem Kind, sondern bei den Eltern. Die Ängste der Eltern sind dann größer, als die Ängste des Kindes und diese Ängste werden (oft unbewusst) auf das Kind übertragen. Möchtest du wirklich eine Änderung, dann ändere dich. Geht zuerst zu einem Schulpsychologen er wird mit dem Kind arbeiten und dich dann gut beraten.
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Beitrag #15 von merda » 08 Sep 2008 14:32


Hallo Psycho

besten dank für deinen Tip aber wir sind bereits bei einem Psychologen, hatte ich in meinen Berichten auch schon geschrieben. hättest du vielleicht mal lesen sollen dann wüßtest du es.Ausserdem werden bei einem Kinderpsychologen auch elterngespräche geführt, die wir auch bereits besucht haben. Also glaube ich kaum das es an den eltern liegt.
Davon abgesehen haben wir uns für den Aufenthalt inder Klinik entschieden ganz bewusst auch weil mein sohn es sich selbst auch vorstellen kann da zu bleiben.
Mal schauen was dabei heraus kommt.
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Beitrag #16 von Psycho » 10 Sep 2008 18:31


Hallo Meda,
ich verstehe dich nicht und deine auf mich etwas aggressiv wirkende Antwort. Da ich auch Psychologin bin und als Schulpsychologin arbeite, kenne ich die Unterschiede in der Arbeit beider "Berufsgruppen" sehr gut. Beide Psychologen setzen etwas andere Maßstäbe in ihrer Arbeit. deshalb sollte man den Schulpsychologen bei Kinder nie übergehen. Schon allein die Diagnostikmöglichkeiten liegen auf einer etwas anderen Ebene.
Die Entscheidung für eine Klinik, die du vorher vollkommen abgelehnt hast, ist vermutlich richtig. Das Kind selbst kann in diesem Alter dazu noch keine Entscheidung treffen, da die gesamte Problematik noch nicht, mit allen Konsequenzen von ihm erfasst werden kann. Dafür sind nun mal die Eltern zuständig. Angeblich hat dein Psychologe das Kind ja auch noch für zu jung für die Klinik gehalten.
Viele Eltern, was eigentlich nicht möglich ist, denken, dass sie alles richtig machen, was es eigentlich nicht gibt. Jeder macht Fehler und muss aus diesen lernen. Es sind oft Fehler, die man sich nicht so gern eingesteht oder sie gar nicht als Fehler empfindet. Das ist doch ganz normal, denke ich. Bei Kindern kommt dies dann aber ganz anders an und da kann schon das Problem liegen.
Ich wünsche nur, dass die Klinik dem Kind helfen kann und wünsche viel Erfolg.
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Beitrag #17 von Ma » 24 Mär 2009 18:40


Hallo Merda

Ich habe einen Sohn 8 Jahre und wir hatten das Problem das er seit seiner Geburt keine Nacht trocken war. Bis wir, nach dem wir alles versucht haben, zur Hypnose gegangen sind und nach der zweiten Sitzung ging es bergauf und jetzt ist mein Sohn seit zwei Monaten komplett trocken. Ich kann also eine Hypnose nur empfehlen, allerdings muß man der Sache vertrauen, Geduld haben und darf keine Zweifel haben. Und meinem Sohn hat es nicht geschadet, im Gegenteil er fand es spannend.

LG Ma
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