Fast 6 j. pieselt noch ein!

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Fast 6 j. pieselt noch ein!

Beitrag #1 von barnie » 11 Apr 2008 13:48


Hallo alle zusammen,

wir, daß sind mein Mann, mein 5 1/2 j. Son und ich.
Mein Sohn trägt, seit etwas nach seinem 3. Geb. tagsüber keine Windel mehr! Er hatte mit 2 3/4 J. Eingewöhnungszeit im Kindi, die schnell und gut klappte! Mit der Erz. hatte ich mich abgesprochen, daß wir es ohne Windel versuchen sollten!
Seither war mein Sohn noch nie wirklich rocken, tagsüber!
Als er tagsüber ohne Windel auskam, hatte er bis zu 8 nasse Hosen am Tag! Anfangs dachte ich mir nichts bei und war fest im Glauben, daß das noch wird ("Spätsünder", wie man so schön sagt)! Das einzigste, was sich geändert hat, daß er bis zum heutigen Tag max. 3 nasse Hosen am Tag hat!
In Kinderurolog. Behandlung war er 1 Jahr lang. Da geh ich nicht mehr hin, weil der Arzt menem Sohn nur Medikamente verschreibt und keine Konrtollsono oder ähnl. macht. Bzw., nach einem halben Jahr meinte der Arzt, damit ich nicht immer so eine lange Anfahrt zu ihm habe (brauche mit den Öffentl. eine gute haolbe Std.), kann ich ihm den sogn. Sonnen-Wolkenkalender zufaxen und ihm tags drauf anrufen. Und das kann ja auch nicht
sinn und Zweck der Sache sein??!!
Auf jeden Fall hatte mein Sohn, seit er 4 1/2 Jahre alt war, 3 verschiedene Medikamente, wegen des einnässens. Das erste Medikament brachte keine deutl., Besserung, das 2. hat er nicht vertragen und dann sollte ich ihm wieder die ersteren geben. Doch die Gabe der Medis habe ich schnell wieder sein lassen. Ich möchte meinen Sohn in jungen Jahren nicht ständig mit Medikamenten volstopfen!
Mein Sohn hat 2 oder 3 Tage, an denen er trocken ist u. dann wieder bis zu 5 Tage am Stück, wo er nur einnässt. Un org. Ursachen sind ausgeschlossen.
Meinem Sohn ist es ja auch selbst unangenehm, wenn er mal wieder eingenäßt hat - merke ich an seinen Äußerungen und an seinem Verhalten!
Ich habe ihm auch schon erklärt und wollte es auch durchziehen, daß er, wenn er ja einpieselt, auch wieder Windel tragen kann, damit ich nicht so viel Wäsche waschen brauche. Da hat er sich gegen gewehrt, eine Windel anzuziehen. Und er verspricht mir auch immer wieder auf´s neue, daß er in Zukunft auf Toilette geht!
Mein Kinderarzt hat mir eine Überweisung für den Psychologen rausgeschrieben. Vielleicht daß der "irgendwo einhacken" kann!?!

Ich weis nicht mehr, was ich noch machen soll/kann! Mir fällt es auch ehrlich gesagt schwer, nichts großartig zu sagen, wenn ich mal wieder feststelle, daß er eingepieselt hat! Daß er nachts noch Windel braucht, stöhrt mich gar nicht weiters. Da weis ich von vielen anderen Mama´s, dessen Kinder noch mit 7 Jahren nachts ins Bett machen und der Sache waren mein MAnn und ich auch "Spätsünder"! Ich weis noch, daß ich mit ca. 9 oder 10 Jahren nachts noch das ein oder ander mal eingenäßt habe. Aber da habe ich selbst das Bettlacken gewechselt u. meine Eltern haben so getan, als wer nichts gewesen!
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Beitrag #2 von Kathrin1506 » 11 Apr 2008 15:20


Hallo
1. Das Artzproblem: Geht am besten zu einem anderen Arzt, der beschriebene taugt meiner meinung nach definitiev nichts.
Im Notfall kann ich euch sagen wo einer ist, muss aber wissen wo ihr wohnt.

2. Windeln:Gut, ich weiss jetzt nicht ob euer Sohn total einnässt oder nur geringere Mengen. Im Zweiten fall reichen bestimmt Vorlagen aus, diese denke ich mal wird er auch eher Akzeptieren, da sie nicht unbedingt etwas mit Baby und Kleinkind zu tun haben.

3. Medikamente: Welche Medikamente hat er bekommen und welches hat geholfen? Daraus könnte man auch Rückschlüsse auf die Ursache der Inko ziehen.
Bei mir war das auch der Fall, zumindest kann man damit laut eines Urologen abhängig vom Medikament eine psychische Ursache ausschliessen, wie es auch bei mir dann war.

Auf alle fälle nicht aufgeben und immer weitersuchen und im zweifelsfall eine weitere Meinung einholen.

LG Kathrin1506
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Beitrag #3 von Werner Holmans » 11 Apr 2008 18:57


Hallo Barnie,
ich habe sehr gute Erfahrungen mit Psychologen gemacht. Es muss aber ein Psychologe sein, der nach Möglichkeit nur mit Kindern arbeitet. Leider sind die Wartezeiten oft sehr lang, außer bei staatlich angestellten zB. dem Schulpsychologen.
Werner
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Beitrag #4 von barnie » 17 Apr 2008 10:39


Hallo kathrin,

mein Sohn hat als erstes Medikament Oxymedin erhalten! Darauf hin hat es ja soweit geklappt, daß er max. 3 mal (das sind Ausnahmen) am Tage einnässt. Sonst nur einmal tägl., selten 2 mal!
Dann hat er nach einem Jahr Mictonetten erhalten, die er gar nicht vertragen hat! Er wurde schlapp und war häufig müde! und er wurde regelrecht überdreht, teils agressiv, was er sonst nie ist! Ok., er ist zwar ein lebediges, kleines, quirliges Kerlchen. Aber so, wie er sich Verhielt, als er Mictonetten bekam, war er sonst nie!
Dann bekam er wieder Oxymedin (hatten jetzt nur anderen Namen; Oxybutin)! Aber das habe ich nach ca. 2 Wo. von mir aus selber abgesetzt, weil ich wie schon gesagt, nicht möchte, daß mein Sohn Medis über Medis in jungen Jahren einnehmen muß/soll!!!
Ich habe mich jetzt zwischenzeitl. mit dem Gedanken einigermaßen vertraut gemacht, daß es, so wie es Kinder mit Herzfehler gibt oder Kinder mit Leukämie oder Behinderung oder oder... gibt, daß mein Sohn halt eben "Probleme" mit dem Wasserlassen hat.
Ich Unterstütze in positiv, in dem ich in Lobe, wenn er auf Toilette geht, mache kein Thema draus, wenn die Hose mal wieder naß ist, sage nichts weiters dazu, wenn ich sehe, daß er eingenässt hat und fordere ihn eben regelm. dazu auf, auf Toilette zu gehen! Meist mach ich das Auffordern auch spielerisch, weil er sich allzuoft weigert, auf Toilette zu gehen, weil er dann wieder behaupete, er müsse doch gar nicht und kurze Zeit später ist dann die Hose wieder naß!
Naja, jetzt warte ich erst mal ab, was der Psychologe meint.
Und Anfang Mai geht mein Sohn mit meinen Eltern 1 Wo. in Urlaub und vielleicht ergibt sich da dann das Problem von allein. Dann wäre "der ganze Spuck" vorbei!

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Beitrag #5 von Kathrin1506 » 18 Apr 2008 15:21


Hallo
Ich kann es in diesem Fall nur immer und immer wieder sagen, dass du zu einem anderen Arzt gehen solltest.
Ich bin von der Sache Psychologie bei Kindern absolut nicht begeistert, das wäre bei mir die letzte Instanz, vorallem wenn ein Medikamment anschlägt, das nicht auf die Psyche wirkt.
Bei den genannten Medikammenten handelt es sich um Spasmolytika bzw. Anticholinergika, diese beruhigen die Nerven und damit die gesamten Muskeln der glatten Muskulatur.
Du hast ja gesagt, dass Oxybutin angeschlagen hat, zu diesem gibt es Spasmex, bzw. den Wirkstofff Trospiumchlorid als alternative. Die ist verträglicher, wird nicht in der Leber abgebaut, wirkt also auch dierekt da wo es soll und es durchbicht die Die Blut- Hirn- Schranke nicht. Dies kann ein Grund sein, dass er damit dann nicht so aufgedreht wird.
Das gute ist auch dass es lange eingesetzt werden kann.
Allerdings wäre davor eine sinnvolle Diagnostik nicht unwichtig. Eine Blaenüberaktivität, die dise genannten Medikamente reduzieren lassen sich nämlich mit einer Blasendruckmessung nachweisen. Es ist vorallem desshalb wichtig, weil wie du gesagt hast hat der Kinderurologe bei dem ihr ward nicht wirklich etwas untersucht.
Bitte überlegt euch noch mal ob das nicht das sinnvollste wäre mit dem anderen Arzt.

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Beitrag #6 von Werner Holmans » 18 Apr 2008 19:48


Hallo LG Kathrin1506,
warum solch eine Ablehnung gegenüber dem Psychologen? Welche Erfahrungen hast du mit einem Psychologen gemacht? Ist dir das Aufgabengebiet eines Psychologen bekannt? Er ist kein Arzt und damit auch kein Mediziner. Oft werden Psychologen, vermutlich aus Unwissenheit, mit den Psychiater verwechselt.
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Fast 6 Jahre....

Beitrag #7 von lima » 19 Apr 2008 17:20


Hallo, liebe Eltern, den Tipp mit dem Arztwechsel würde ich auch geben. Ich erinnere mich an den Inko-Tag deutschlandweit im Juli 2007. Da haben sich hier in Leipzig die Ärzte vorgestellt, die ein spezielles Zentrum für kindliche Inkontinenz gebildet haben. Da gehört mehr dazu als dem Kind eine Pille zu verschreiben, es kann ja auch organische Ursachen geben. Das sollte alles genau untersucht werden. Bestimmt gibt es so ein Zentrum in der Stuttgarter Universitätsklinik auch, fragt doch einmal bei der Selbsthilfegruppe in Stuttgart nach, Frau Sonja Hanle, 70499 Stgt, Solitudestr. - Tel. Nr. habe ich leider nicht. Direkt als Kompetenzzentren zertifiziert sind in Tübingen, Heilbronn Villingen-Schwenningen u.weitere. Aber Ansprechpartner ist auch die Urologische Klinik im Katharinenhospital Stuttgart.
Aber evtl. als kleiner Trost: Die Ärzte bei dem Inko-Tag sagten auch: Es könnte sein, daß Kinder bis zum 9. Lebensjahr nicht trocken sind. Doch so lange sollte man nicht warten, das Kind leidet auch unter dem Zustand, besonders wenn es dann evtl. in die Schule geht.
MfG Lima
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Beitrag #8 von Kathrin1506 » 19 Apr 2008 19:32


Hallo Werner
Meine abneigung kommt daher, dass Psychologen irgendwelche aussagen über einen machen, den sie absolut nicht kennen, nur weil irgend ein handeln von dessjenigen darauf hindeuten könnte. Als beispiel MPU. Oder Schulpsychologen, die irgendwelche empfehlungen ausstellen.
Zu Unterschied Psychologe- Psychiater habe ich in Wikipedia nur gefunden, dass eben der Psychiater ein Mediziener ist und Medikamente verchreiben darf, der Psychologe nicht.
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Beitrag #9 von Werner Holmans » 21 Apr 2008 00:35


Hallo LG Kathrin1506,
ich verstehe dich noch immer nicht. Wie kommst du zu deiner Auffassung? Der Psychologe führt eine gute fundierte Diagnostik durch (Ursachen suche). Dazu verwendet er auch bzw. und verschiedene Methoden für die Untersuchungen, die über mehrere Sitzungen gehen. Dann kommt eine mögliche Therapie oder entsprechende Empfehlungen dazu. Seine Aussagen können zu jeder Zeit angezweifelt oder durch einen anderen Psychologen oder Psychiater überprüft werden. Was der Psychologe macht muss so sicher in den Aussagen sein, dass keinerlei gerichtliche Zweifel entstehen können, für welche er sich sonst verantworten muss. Der Psychologe hat nach seinem Studium (ähnlich wie der Arzt) auch einen Eid abgelegt und steht unter Schweigepflicht. Um Psychologe zu werden ist vorher ein Studium (Grundstudium 5 Jahre) zu absolvieren und dieses schließt mit einem Diplom ab. Dann erfolgt erst eine Spezialisierung, ähnlich wie der Facharzt. Um eine Zulassung für das Studium zu bekommen benötigt man (im Land Brandenburg) einen Abiturzensurendurchschnitt von 1,2.
Ich habe mit Psychologen sehr gute Erfahrungen gemacht und die entsprechende therapeutische Hilfe erhalten. Auch die Kinder bei uns im Heim gehen sehr gern zum Schulpsychologen, da sie viel aus der Vergangenheit aufarbeiten und damit umzugehen lernen müssen. Er arbeitet spielerisch mit ihnen.
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Beitrag #10 von Kathrin1506 » 21 Apr 2008 14:21


Hallo Werner
Ja klar, um die Kopfsachen aufzuarbeiten ist so ein Psychologe nicht schlecht.
Allerdings ist es in diesem Fall wichtig erst mal alles organische auszuschliessen.
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