Stulinkontinenz nach Analatresie (operiert)

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Stulinkontinenz nach Analatresie (operiert)

Beitrag #1 von baba » 28 Apr 2008 15:14


Hallo, habe hier früher auch schon geschrieben, aber bis jetzt hat alles nicht viel gebracht...meine tocher, mittlerweile 7, leidet an Stuhlikontinenze wegen Analatresie. Ich muss ihr jeden Tage einen Klistier machen, und nur mit Glück hält das auch bis 24 STd. Ansonsten immer STuhl in der Hose, zwar meist nicht viel aber in der Schule geht das nicht. Ich möchte Fragen, ob man in diesem Alter schon Irrigation machen kann (habe gelesen erst ab 10 J. irgendwo), oder z.-b. Beckenbodentraining? Auch psychologisch wird es immer problematischer, trotz gutem Zureden, und Akzeptanz von meiner Seiten usw., sie sagt sie sei nicht normal und werde bestimmt nie einen Freund haben als gross etc. Ich weiss auch nicht wo noch hilfe holen. Kennt jemand noch andere Kinder in diesem Alter mit diesen Beschwerden.
Die Aerzte lassen mich ziemlich alleine mit dem ganzen, keiner weiss wie weiter etc. und ich mache mir Sorgen ob ich zuviel oder zuwenig mache? Wäre etwas "stopfendes" etv. unterstützend?
Hat sonst noch jemand eine Idee.

Liebe Grüsse an alle,
Barbara aus der Schweiz
Ich suche dringend hilfe für meine Tochter (5 J) die Stuhlinkontinet ist bei operierter Analatresie.
EInläufe? Imodium? Irgendwelche Alternativmed. Methoden?
Benutzeravatar
baba
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 3
Alter: 53
Registriert: 12 Okt 2005 13:08
Wohnort: Lungern Schweiz
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Stuhl
Hilfsmittel: Imodium, z.T. Einläufe

Stuhlinko bei Kidis

Beitrag #2 von Stefan_CH » 28 Apr 2008 21:17


hallo zuersteinmal ein grüezi vo der schwiz

also ich bin seit kindheit inko aber wegen eines geburtsfehlers, zu deinem problem deiner tochter es gibt noch viel was man machen kann ein beckenbodentrainig weis ich nicht ob dies schon gut ist so jung. ich weis das ich als kind ein schliessmukeltraining hatte dies machte man mit einem blasenkatheter weil der ja ein ballönli hat, also man führt diesen bei a-löchli rein und bläst dann das ballönli auf mit einer spritze, zuerst was grösser und von zeit zu zeit immer kleiner, dann sagst du deiner tochter sie soll jetzt so fest wie möglich den schliessmuskel schliessen und während dem schliessen ziehst du ganz sanft am katheter, dann gibst du dem zug nach und sie kann den schliessmuskel wieder entspannen, dann wieder soll sie den muskel anspannen und du ziehst wieder am katheter, dies machst du so 15mal hintereinander. diese art training ist ein uraltes rezept, weiter gibt es das metamucil in jeder apothecke zu erhalten, das ist ein natürliches stuhlregulat, nimmt man wenig wasser dann wird der stuhl fester nicht hart sondern fester, der stuhl wird ein bischen gummig das heisst so ist der stuhl fest und doch weich das es nicht schmerzt im bauch, das metamucil gibt es natür oder mit orangengeschmack. versuch es doch mal so. metamucil ist aus natürlichen balststoffen also keine chemie und rezeptfrei.

für fragen stehe ich dir gerne zu verefügung stefan_ch
Geh Dein Leben Schritt für Schritt,
geh nicht alleine nimm Freunde mit.
Und rutscht Du aus, bleib ja nicht liegen,
den wer nicht kämpft, kann auch nicht siegen.
Benutzeravatar
Stefan_CH
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
 
Beiträge: 127
Bilder: 1
Alter: 52
Registriert: 13 Jan 2003 21:11
Wohnort: Schweiz ( AG )
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Voll
Hilfsmittel: Absorin, Attends, Tena, Abena, Vlesia, Molicare, E

Beitrag #3 von baba » 29 Apr 2008 11:11


Hallo Stefan
Merci für Deine Antwort. Was meine Tochter Yeshe hat ist auch ein Geburtsleiden...sie hatte ja ein Stoma auch deswegen etc. und all die Op's. Das Metamuicil kenne ich, wir lebten lange Zeit in Indien, da kommt es ursprünglich her, diese Flohsamen... aber sie ist leider nicht gerade kooperativ wenn es zu etwas einnehmen kommt...ich wundere mich mehr, ob die Irrigation schon möglich ist in diesem Alter...und vor allem der psychische Aspekt gibt mir zu denken, nun wird sie mehr und mehr bewusst, was sog. normal ist und was nicht (in ihrer Sicht) und ich finde es schwierig, die richtigen Sachen zu sagen...wie hast Du das als Kind empfunden?

Liebe Grüsse und besten Dank

Barbara
Ich suche dringend hilfe für meine Tochter (5 J) die Stuhlinkontinet ist bei operierter Analatresie.
EInläufe? Imodium? Irgendwelche Alternativmed. Methoden?
Benutzeravatar
baba
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 3
Alter: 53
Registriert: 12 Okt 2005 13:08
Wohnort: Lungern Schweiz
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Stuhl
Hilfsmittel: Imodium, z.T. Einläufe

Beitrag #4 von mama123 » 29 Apr 2008 19:15


Hallo Barbara,
meine Sohn ( 10 Jahre) ist aufgrund einer Rückenmarkserkrankung stuhlinkontinent. Wir machen schon seit drei oder vier Jahren die Irrigation. Er ist damit immer 24 Stunden, manchmal auch etwas länger, sauber.
Ihm hat es bis jetzt nicht geschadt.
Was die Psyche angeht, kommt er eigentlich ganz gut damit klar. Natürlich nervt ihn das, dass er jeden Abend Irrigation machen muss, aber er macht es.
In der Schule hat er bis jetzt keine Probleme. Seine Klasse weiß, welche Probleme er hat, und alle akzeptieren es.
Er wird im Herbst auf eine andere Schule gehen, da muss man dann erst mal sehen, aber jetzt in der Grundschule ist es echt kein Problem.

Falls du noch Fragen hast, melde dich einfach.

Liebe Grüße

Dagmar
Benutzeravatar
mama123
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 71
Alter: 51
Registriert: 28 Jan 2004 11:20
Wohnort: Aschaffenburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Stuhlinkontinez, nächtliches Einnässen, Kind betroffen

da bin ich nochmals

Beitrag #5 von Stefan_CH » 01 Mai 2008 02:03


Hallo baba

"Was meine Tochter Yeshe hat ist auch ein Geburtsleiden...sie hatte ja ein Stoma auch deswegen etc. und all die Op's."

Ist ja logisch das deine tochter noch oder wieder volle unterhosen hat, frage wie lange hat deine tochter das stoma gehabt und wann wurde ihr das gedärme wieder zusammengehäckelt.
Es kann bis zu 2 Jahren gehen nach einen stoma bis man wieder spurenfrei ist, es kommt aber eben darauf an wie lange sie das stoma hat.
Meine Blaseninko kam auch von den vielen katheter die ich nach jeder operation sicher 2 - 3 monaten hatte, dann ist auch noch ein unfall passiert mit den plastikröhren.

wiso legst du deiner tochter ned eine dünne lange binde ins höschen, so wird die uh nicht mehr voll und wann dann ein unglück passiert im höschen kann sie ja eine neue einlage wieder platzieren. es gibt auch übrigens so unterhosen die die kleider schützen, wenn was passiert, nicht die pants sondern unterhosen für inkontinenete gibt es für männlein und weiblein, diese unterhosen können mit 95° gewaschen werden.
so muss deine tochter keine pampers tragen und ist doch sicher.

kiss stef
Geh Dein Leben Schritt für Schritt,
geh nicht alleine nimm Freunde mit.
Und rutscht Du aus, bleib ja nicht liegen,
den wer nicht kämpft, kann auch nicht siegen.
Benutzeravatar
Stefan_CH
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
 
Beiträge: 127
Bilder: 1
Alter: 52
Registriert: 13 Jan 2003 21:11
Wohnort: Schweiz ( AG )
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Voll
Hilfsmittel: Absorin, Attends, Tena, Abena, Vlesia, Molicare, E

Beitrag #6 von frega1982 » 22 Jul 2009 13:49


Hallo!
Mein Sohn (5 1/2 Jahre) ist auch mit Analatresie geboren!-Er hat seit 4 Monaten Beckenbodengymnastik! Und Windeln bekommen wir aus dem Sanitätshaus geschickt!(Bezahlt die Krankenkasse!)
Gruß,
Vanessa.
Benutzeravatar
frega1982
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 18
Alter: 39
Registriert: 22 Jul 2009 13:44
Wohnort: Lübeck
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Stuhlinkontinenz (Sohn)

Beitrag #7 von yvi » 05 Aug 2009 00:16


Hallo,

meine Tochter ist mit einer Analatresie mit Vaginaler Fistel geboren.Sie ist jetzt 12 J. und kommt gut damit klar.

Sie hatte im Kindsalter einige Operationen hinter sich.Mit drei Monaten wurde ihr ein anus praeter(künstl. Darmausgang) gelegt und wo sie ein Jahr alt war haben sie ihn zurückgelegt und einen anus Ausgang operiert.

Ihre Hilfsmittel zur Zeit sind tägl. ein Tütchen Abführmittel und zwei mal die Woche eine Darmentleerung mit dem Irrigator-das dauert keine fünf Minuten.
wir hoffen aber das sie die Darmentleerung irgendwann nicht mehr so oft machen muss.

Einmal im Jahr müssen wir zu einer kontrolluntersuchung.

Bei vielen rumtoben oder viel Sport passiert ihr manchmal auch ein misgeschick.

Yvi
Benutzeravatar
yvi
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 2
Alter: 39
Registriert: 05 Aug 2009 00:01
Wohnort: leipzig
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: analatresie
Hilfsmittel: Movicol (abführmittel) und irrigator

Beitrag #8 von Helmut » 05 Aug 2009 13:42


Hallo yvi,

du schreibst dass deine Tochter täglich ein Tütchen Abführmittel und zwei mal die Woche eine Darmentleerung mit dem Irrigator bekommt. Ich gehe einmal davon aus, das das von dir gegebene Abführmittel Movicol, Forlax oder etwas ähnliches ist. Deiner Beschreibung nach machst du deiner Tochter auch nur einen normalen Einlauf mit dem Irrigator, sonst würde es länger dauern.

Wenn deine Tochter nicht Probleme mit Verstopfung oder Stuhltransportprobleme hat, dann würde ich auf das Abführmittel verzichten und stattdessen auf indische Flohsamenschalen umsteigen, damit lässt sich der Stuhl auch gut regulieren.

Auf alle Fälle solltest du die Darmentleerungen mit dem normalen Irrigator durch ein geeigneteres System zur Irrigation wie etwa der IrrimaticR Irrigationspumpe ersetzen. Die Irrigation wird in der Regel täglich eingesetzt und es werden auch mehrere Spülzyklen ausgeführt. Damit lässt sich der Darm noch besser entleeren und es passieren auch viel weniger "Missgeschicke", selbst wenn deine Tochter viel rumtobt.

Auch Dagmar (mama123) von hier im Forum kann dir bestimmt noch ein paar Tipps geben, ihr Sohn macht die Irrigation mit der IrrimaticR schon einige Jahre mit gutem Erfolg.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
Benutzeravatar
Helmut
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 2054
Bilder: 7
Alter: 56
Registriert: 01 Dez 2002 01:59
Wohnort: Augsburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Harn und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Attends Regular M10 Windelslips, Irrigation mit Irrimatic R

Beitrag #9 von yvi » 05 Aug 2009 19:06


Hallo Helmut,

danke für deine rasche Antwort,

ja sie macht den Einlauf mit einem reise Irrigator.ich würde auch wollen das sie ihn tägl. macht aber davor streubt sie sich und Arzt sagte zu ihr es reicht 2 mal die Woche.Ich glaube auch um so älter sie wird um so schlimmer findet sie dann auch die missgeschicke und um so mehr wird sie dann dagegen tun.

So eine IrrimaticR Irrigationspumpe haben wir in den ersten Jahren benuzt.Die möchte sie aber nicht mehr.Sie glaubt der Reise Irregator entleert sie besser.Nun ist es so das sie nur einen durchgang damit macht und nicht drei oder vier wie ich es bei anderen laß.

Doch sie hat unter verstopfung gelitten.Und da haben ihr ihre Ärzte verordnet abführmittel zu nehmen damit es erst gar nicht wieder dazu führt.

Flohsamenschalen----davon hat noch nie einer was gesagt.ich werd mal danach googeln :-)
Benutzeravatar
yvi
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 2
Alter: 39
Registriert: 05 Aug 2009 00:01
Wohnort: leipzig
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: analatresie
Hilfsmittel: Movicol (abführmittel) und irrigator

Beitrag #10 von Helmut » 05 Aug 2009 22:48


Hallo yvi,

ich denke auch, dass bei ihr irgendwann die Einsicht kommt, das Darmmanagement konsequenter zu handhaben. Spätestens dann wenn ihr ein peinliches Missgeschick passiert und sie sich damit blamiert, wird sie nachdenken, etwas daran zu ändern. Du kannst ihr nur empfehlen, die Irrigation mit der IrrimaticR doch zu machen und das jeden Tag damit sie weniger "Unfälle" hat. Ich glaube nicht dass der normale Reiseirrigator den Darm besser entleert, da sie vermutlich viel zuviel Flüssigkeit verwendet und auch noch das ganze im liegen macht.

Ich selber mache die Irrigation schon gut 14 Jahre und auch mit der IrrimaticR viele Jahre. Damit komme ich bestens klar und habe fast überhaupt keine "Unfälle".

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
Benutzeravatar
Helmut
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 2054
Bilder: 7
Alter: 56
Registriert: 01 Dez 2002 01:59
Wohnort: Augsburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Harn und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Attends Regular M10 Windelslips, Irrigation mit Irrimatic R


Zurück zu Inkokids - Das Elternforum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste

cron