Analatresie und inkontinent! Bald Einschulung!!!

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Beitrag #41 von Helmut » 14 Okt 2009 10:30


Hallo Vanessa,

nicht schlecht dass der Erfolg bei euch so schnell sichtbar wird, bei mir hat das länger gedauert. :D

Dein Sohn freut sich bestimmt auch darüber dass er mal eine längere Zeit ohne Windeln herum laufen kann. Ich denke, er wird die Irrigation dadurch auch eher akzeptieren und als gute Sache erkennen.

Was verwendest du eigentlich, den weißen Rektalkonus oder den ReClean Rektalkatheter?

Ich verwende den Rektalkatheter mit dem verschiebbaren Konus, denn der weiße Rektalkonus, der ja mit dem Schlauch geliefert wird, ist eigentlich für Stomapatienten gedacht und nicht so gut für die rektale Irrigation geeignet.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #42 von Kerstin67 » 14 Okt 2009 12:15


Hallo Helmut,

auch ich möchte mich mal wieder melden. Mein Sohn ist aus dem KH zurück, also am Dünndarm ist nichts! Die weiteren Ergebnisse bekommen wir am Ende der Woche. Mein Einwand das die Spülungen(besonders Freka-Clyss) an seinem schlechten Zustand schuld sein können, wurde mal wieder kaum beachtet :( sondern man sucht und sucht und sucht! :roll: ist mir jedenfalls egal, wollte mir nur die Gewissheit verschaffen, das da wirklich nichts ist und jetzt machen wir die Spülungen wie ich es für richtig halte. Spülen seit 2. Tagen abends mit 2x 500ml und das klappt bis ca 14.00 Uhr, deshalb haben wir es auf heute morgen gelegt, aber das war kein wirklicher Erfolg, sind um 05.00 Uhr aufgestanden um alles pünklich zu schaffen und er hat ziemlich rumgejammert weil er noch so müde war und geschafft haben wir nur 1x500ml :( und dann hatte er keine Lust mehr! Werde also wieder abends spülen, diesmal mit 3x 500ml.

Was ist der Vorteil, bei dem was Du zum Spülen nimmst?

jetzt meine Frage: Warum trägt er lieber Windeln statt Tampons? Sind Tampons wirklich so unangenehm? Wie kann ich ihn überzeugen Tampons zu tragen?

Und noch was war gestern bei der KK wegen der Ernährungsberatung und wir haben die Zusage das die Kasse 80% der Kosten übernimmt! :P

Freue mich auf eine Antwort
LG Kerstin
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Beitrag #43 von Helmut » 14 Okt 2009 13:18


Hallo Kerstin,

habe ich ja schon vermutet, dass da am Dünndarm nichts ist. Schade nur, dass die Ärzte nicht auf deinen Einwand wegen dem Freka-Clyss eingegangen sind, obwohl ja eindeutige Hinweise dort in der Gebrauchsanleitung stehen. Ich denke es wird Zeit, dass ihr mal die Ärzte und Kliniken wechselt, sonst wird das nie was.

Ich würde auch sagen, du machst jetzt mal die Spülungen so wie ich vorgeschlagen habe, ohne dem Freka-Clyss und wenn sich das Blutbild nach 2-3 Monaten deutlich gebessert hat, dann kannst du es den Ärzten unter die Nase reiben. Du hast am Anfang auch was geschrieben, dass dein Sohn noch Eisentabletten und Lopedium bekommt, das würde ich dann auch weglassen.

Wenn euch die Zeit am Morgen fehlt, dann macht es gar nichts aus, die Spülungen auch Abends zu machen. Zwei Spülungen sind anscheinend doch etwas zu knapp wenn es keine 24 Stunden anhält. Mit 3 Spülungen sollte es aber dann klappen, wichtig ist nur dabei, dass ihr euch die nötige Zeit nimmt, so wie ich schon geschrieben habe. Nach der letzten Spülung soll er noch 10-15 Minuten sitzen bleiben, bei mir kommt meistens dann auch noch in der Zeit was nach.


Was ist der Vorteil, bei dem was Du zum Spülen nimmst?

Ich weiss jetzt nicht genau wie du das gemeint hast, die Spülflüssigkeit oder den Rektalkatheter?

Normales warmes Leitungswasser hat halt den Vorteil dass es den Darm nicht unnötig belastet, es praktisch immer und überall verfügbar ist und dass du es nicht extra anwärmen musst so wie die NaCI 0,9% Lösung. Übrigens kannst du diese auch ganz einfach selber machen, in dem du dem warmen Leitungswasser etwa ein Teelöffel (9g) voll normales Speisesalz (ohne Jod) pro Liter bei gibst.

Den Rektalkatheter nehme ich weil dadurch das Wasser besser in den Darm eingebracht werden kann als wie mit dem Konus. Der Konus ist an der Spitze relativ dick und wird auch schnell noch dicker, wodurch er nicht so gut im After platziert werden kann. Beim Rektalkatheter lässt sich der Kegel nach hinten verschieben wodurch der Katheter selber weiter in den Darm eingeführt und das Wasser sich besser verteilen kann.


Warum dein Sohn lieber Windeln trägt als den Analtampon zu benutzen, das kann ich schon nachvollziehen. Der Analtampon kann ein unangenehmes Druckgefühl verursachen, so als ob man ständig auf die Toilette muss. Ich habe auch ein paar Monate den Analtampon getestet, bei mir ist ein unangenehmes Gefühl immer geblieben, obwohl die Hersteller angeben, dass es nach einer gewissen Eingewöhnungszeit verschwindet. Es war nicht wirklich ein Gefühl des Stuhldrangs, aber irgendwie ein komisches Bauchgefühl. Daher nehme ich den Analtampon nur sehr selten, mir sind die Windeln auch lieber.


Das mit der Ernährungsberatung ist sicherlich eine gute Sache und er lernt viel dabei. Schön dass die KK einen großen Teil der Kosten trägt, ist nicht immer so.

Gruß Helmut
Zuletzt geändert von Helmut am 14 Okt 2009 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag #44 von Kerstin67 » 14 Okt 2009 14:55


Hallo Helmut,

danke für Deine schnelle Antwort!
Ja ich meinte den Rektalkatheter, werde mir heute abend mit meinem Sohn endlich mal die CD anschauen, dachte ich blicke selber durch, ist aber wohl nicht so und ich hab es wohl richtig vermasselt! Es ist auch nicht immer einfach, sowie ich mit dem Thema anfange, blockt er ab und signalisiert mir ich soll ihn in Ruhe lassen! Wenn es zur Zeit nach ihm ginge, würde er gar keine Spülungen machen und nur noch Windeln tragen! :cry: O.K. mit den Tampons kann ich nachvollziehen, dachte nur man hat selbst Angst davor, das jemand es mitbekommt, das man Windeln trägt! Werd alles erst einmal sacken lassen und noch mal von vorn anfangen, auf jedenfall mit mehr Ruhe! :roll:

Danke für den Tipp mit dem Salz, erspart es ja auch eine Menge "Schlepperei". :shock:

LG Kerstin
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Beitrag #45 von Helmut » 14 Okt 2009 15:25


Hallo Kerstin,

nun, Angst davor dass jemand mitbekommt dass ich Windeln trage, habe ich nicht wirklich. Klar binde ich es keinem auf die Nase, aber wenn es jemand merkt und was sagt, dann stehe ich auch dazu.

Wenn dein Sohn lieber Windeln trägt und diese voll hat, anstatt die Irrigation zu machen, dann soll er auch mit den Konsequenzen leben. Ich hoffe doch, er wechselt sich die Windeln selber und du rennst ihm nicht hinterher und putzt ihm noch den Hintern!?

Da würde ich an deiner Stelle zu ihm sagen "Gut, hier hast du deine Windeln, da ist das Waschzeug, du bist Alt genug, deinen Hintern selber zu putzen und dich zu wickeln". Dann hat er die Wahl ob er lieber mit voll geschissenen Windeln herum rennt und seine Freunde sich vor ihm ekeln oder er was unternimmt und die Irrigation macht, damit nichts passiert.


Gruß Helmut
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Beitrag #46 von Kerstin67 » 14 Okt 2009 15:58


Hallo Helmut,

nein die Windeln wechselt er natürlich selber und den Hintern putzt er auch selbst, wär ja auch noch schöner! :roll: Wie gesagt das war ja auch nicht immer so, noch bis vor 6. Monaten(also vor der 2ten OP) hat ihn das alles unheimlich gestört, soziale Kontakte hat er alle abgebrochen, Schulbesuche waren kaum noch möglich u.s.w. Deshalb hat er am Ende ja die OP gewollt(wir als Eltern haben immer noch gezögert) und war kurz danach auch unheimlich motiviert, das hat nach ca 3. Wochen nachgelassen, nachdem keine Verbesserung eintrat. Jetzt ist ihm alles egal :(
Das ist es ja was mir so zu schaffen macht, das ich ihm gerne helfen würde, aber es nicht schaffe! Alles was ich anpacke bringt nichts, es ist zum Verzweifeln!

LG Kerstin
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Beitrag #47 von frega1982 » 14 Okt 2009 17:09


Hallo Helmut!
-Ja, das klappt echt super!-wir verwenden den ReClean Rektalkatheter !-mit dem anderen würde es auch nicht gut klappen!!
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Beitrag #48 von Helmut » 14 Okt 2009 21:37


Hallo Kerstin,

hm ... dann schein es mehr der Frust bei ihm zu sein, dass es durch die OP nicht besser geworden ist. Ich würde vorschlagen, er nimmt psychologische Hilfe in Anspruch. Dabei lernt er, mit der Situation umzugehen und zu akzeptieren, dass nicht alles sofort besser wird. Vielleicht ist es auch für dich interessant einen Weg zu finden, wie du selber damit klar kommen kannst.

Gruß Helmut
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Beitrag #49 von Kerstin67 » 15 Okt 2009 10:51


Hallo Helmut,

Sicher hast Du recht, spuckt bei mir auch schon eine Weile im Kopf rum, das wir uns endlich Hilfe holen, es wird nicht einfach ihm das zu erklären, da er ja im Sommer auf einer pychosomatischen Station war, gegen seinen Willen. :(
Hab gerade noch mal einen Anlauf genommen und einige Kinderpychologen per Mail angeschrieben.

Gestern hat er bis 17.00 Uhr durchgehalten, trotz einer Spülung a 500ml am Morgen! :-)

Hallo Vanessa, wollt Euch zu Eurem schnellen Erfolg gratulieren und drück Euch die Daumen, das es so bleibt! :wink:
Wenn Ihr gut damit zurecht kommt, wird Eure Entscheidung zwecks Beschulung bestimmt einfacher werden, oder?

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Beitrag #50 von frega1982 » 16 Okt 2009 18:44


Spült der Irrimatic auch wirklich genug Stuhl aus dem Darm?Ich habe meinen Sohn gefragt, ob da auch mal "etwas Festes" rauskommt und er sagte "ja", aber ich kann ihm da noch nicht ganz glauben!Er will nach dem Spülen ja immer alleine auf Klo sein-deshalb habe ich da nicht so die Kontrolle 'drüber, was rauskommt!!!
Will nur sicher sein, ob das ausreicht, da er früher (vor Irrimatic), wenn er kein Movicol bekommen hat irgendwann gar nicht mehr abführen konnte, da der Darm durch die OP vernarbt und verengt ist!
Oder ich muß mal einfach dabeibleiben....und horchen, ob etwas "rausplumpst" !!! :lach:
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