Analatresie und inkontinent! Bald Einschulung!!!

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Beitrag #51 von Helmut » 16 Okt 2009 19:26


Hallo Vanessa,

ja, die IrrimaticR spült schon genügend auch festeren Stuhl raus. Aber durch die Spülung wird der meiste Stuhl doch ziemlich aufgeweicht, wodurch er natürlich dann nicht mehr so fest und mehr wie Durchfall ist.

Das Movicol ist bei Stuhlinkontinenz eher ungünstig, da es ja das Wasser an sich bindet und die zugeführte Menge Wasser auch hinten wieder raus kommt.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #52 von frega1982 » 16 Okt 2009 19:46


Ah, gut-Danke!-dann brauche ich mir also keine Sorgen machen!-Das Movicol hat er jetzt jahrelang genommen und er hatte wohl auch dadurch mehrmals täglich Stuhlgang und Stuhlschmieren!-aber etwas anderes wurde uns ja nie "angeboten"...Bis wir hier die " rettende Lösung" erfahren haben!!!!!
Die letzten Tage hatte er von Spülung zu Spülung - also ca.24 Std. dicht gehalten!Heute waren gegen Abend, vor dem Spülen ein paar kleine "Küttel" in der Unterhose!-
Er hat nach den Herbstferien auch wieder Sport!-und zwar am späten Nachmittag!-ist es dann ratsam vorher nochmal einen Spüldurchgang zu machen?
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Beitrag #53 von Helmut » 17 Okt 2009 12:49


Hallo Vanessa,

dass es manchmal noch nicht immer so richtig klappt mit der Irrigation, das ist völlig normal in der Anfangszeit. Auch später noch kann es durchaus mal passieren, dass trotz der Irrigation mal noch etwas Stuhl kommt, passiert bei mir auch. Aber das ist, wie schon gesagt eher selten der Fall, bei mir vielleicht zwei oder dreimal im Monat.

Also vor dem Sport würde ich die Irrigation nicht machen, da vielleicht noch Flüssigkeit im Darm bleibt welche sich beim Sport entleeren könnte. Auch ist der Körper durch die verstärkten Darmbewegungen durch die Irrigation schon etwas belastet und der Sport würde dann sich eher ungünstig auswirken. Lieber spülst du dreimal, das würde vermutlich mehr bringen.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #54 von BiBo1964 » 23 Okt 2009 12:22


Hallo Kerstin67,

das klingt ja alles recht unbefriedigend, besonders für ihn. Das mit den Kontakte abbrechen kann ich ganz gut nachvollziehen. Ich habe selber das "Vergnügen" mit einer Analatresie und es ist (besonders als Kind/ Jugendlicher) nicht leicht damit umzugehen.

Seit einigen wenigen Jahren mache ich nun auch die Irrigation (Dank u.a. an Helmut) und es klappt seitdem alles recht gut, bis auf die seltenen kleineren Pannen. Davor...Katastrophe!! :shock:

Hast du es schon mal mit einer entsprechenden Selbsthilfegruppe probiert? Dein Sohn ist schließlich nicht allein mit diesem Problem und der Kontakt mit anderen Kindern/ Jugendlichen würde vielleicht helfen!

Was ich noch recht wichtig finde ist ein kompetenter Arzt. Leider halten sich viele für kompetent, sind es aber nicht. Gerade Ärzte, die sich mit Analtresie u. ä. wirklich auskennen sind recht selten anzutreffen. In Berlin gibt es zumindest eine, soweit ich bisher die Infos erhalten habe, kompetente Kinder-Ärztin an der Charité (Virchov-Klinikum, Augustenburger Platz).

Mit bestem Gruß

André
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Beitrag #55 von Kerstin67 » 27 Okt 2009 11:20


Hallo Andre,

hab für mich erstmal entschieden die Sache mal entspannter anzugehen, seit dem wir die Spülungen nur noch mit Kochsalz machen, geht es ihm körperlich auf jeden Fall besser, weiß auch nicht warum ich mir ständig reinreden lasse, statt auf mein Bauchgefühl zu hören.
Mit einer Selbsthilfegruppe ist eine gute Idee doch ist er leider noch nicht soweit, da er ja am liebsten alles verdrängt und nicht darüber reden will.
Habe mehrere Kinderpychologen angeschrieben, leider mit mäßigem Erfolg, Termine zwischen 3. und 6. Monaten Wartezeit oder als Vorschlag einen KJHG- Therapeuten aufzusuchen, hab ein wenig gegoogelt was das heißt und auch so etwas kommt für uns nicht in Frage, da er tagsüber in eine Einrichtung müßte und wir ja endlich eine Schule gefunden haben, wo er sich wohlfühlt.
Von Ärzten hab ich auch erst einmal genug und konzentriere mich z.Z.nur auf sein körperliches Befinden.
Morgen fangen wir mit der Ernährungstherapie an, vielleicht bringt uns das weiter!
Warte immer noch auf ein Wunder und will einfach nur noch zur Ruhe kommen!

LG Kerstin
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Beitrag #56 von BiBo1964 » 27 Okt 2009 12:40


Kerstin67 hat geschrieben:Mit einer Selbsthilfegruppe ist eine gute Idee doch ist er leider noch nicht soweit, da er ja am liebsten alles verdrängt und nicht darüber reden will.


Das man darüber nicht reden will und es verdrängt ist normal. Die ganze Situation ist im wahrsten Sinne des Wortes Scheiße. Aber vielleicht würde ihn der Kontakt mit anderen betroffenen Kindern/ Jugendlichen etwas helfen...

Das Wissen damit nicht allein auf der Welt zu sein, kann sehr erleichternd wirken!!

Und...entspannter an die Sache gehen....das ist eh gut!!! :wink:
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Beitrag #57 von Kerstin67 » 27 Okt 2009 13:38


Hallo Andre,

ich sehe es ja genauso wie Du, aber eben ich seh es so, scheinbar kein anderer in meiner Familie! :roll: Hab auch erfahren müssen, das ich die einzige bin die deswegen "Stress macht"! :(
Meine Angst ist nur das, wenn er jetzt nichts tut (z.b.Beckenbodentraining)es niemals wieder besser wird.

Er war ja vor kurzen im KH und dort ist er unter Medikamenteneinfluss weggelaufen (Abends,in Badelatschen und Schlafanzug)und 2h umhergeirrt und wurde dann von der Polizei gefunden, das hat mir einen einen solchen Schock versetzt das ich immer noch wie gelähmt bin! :( Ich weiss er braucht Hilfe, aber ich finde nicht den Zugang zu Ihm und zwingen will ich ihn nicht mehr! :( Also tasten wir das Thema kaum noch an! Es macht mich traurig, aber vielleicht wenn ich ihn in Ruhe lasse,kommt bei ihm irgendwann die Einsicht, das er etwas an seiner Situation ändern kann! Also hoffe ich weiter! :roll:

Übrigens bei Deinen Profil musste ich lächeln, dass Du unter Hilfsmittel, Toilettenpapier angeführt hast!

LG Kerstin
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Beitrag #58 von Helmut » 27 Okt 2009 20:32


Hallo Kerstin,

habe ich mir fast gedacht, dass es deinen Sohn nun besser geht, wenn du das Freka-Clyss für die Spülungen weg lässt.

Ich denke auch, dass du deinen Sohn jetzt etwas Zeit lässt, du könntest ihn ja von dieser Seite hier und dem Forum erzählen, vielleicht will er ja selber mal sich ein Bild machen oder was hier fragen. :fleissig:

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #59 von Kerstin67 » 10 Nov 2009 14:17


Hallo Ihr Lieben,

möchte mich heute gern nochmal an Euch wenden, da ich mal wieder etwas ratlos bin! :roll:

Als wir im Sommer die Behandlung in der Kinderklinik/psychol.Station abgebrochen haben, waren wir Eltern uns einig, das ich ambulant einen Kinderychologen suche (was für mich ein wichtiger Punkt bei der Überlegung des Abbruchs war. )!
Jetzt hab ich endlich, nach dem ich jede Menge Anschreiben, Telefonate u.s.w. geführt habe, eine positive Antwort bekommen. Es ist zwar wieder eine Klinik, aber Sie bieten auch ambulante Termine an. Jetzt kommt der Haken, ich muss einen Anmeldebogen ausfüllen und darin steht beide Eltern müssen ihr Einverständnis geben und mein Mann verweigert es! :shock:

Seine Begründung: ich würde mir einreden das er psychologishe Probleme hat und wenn ich so weiter mache hat er auch bald welche :?: Außerdem die zusätzlichen Termine, wie will ich das alles schaffen u.s.w.Außerdem würde ich durch die Anschreiben in aller Welt rausplärren unser Sohn sei nicht normal :shock: :shock: :shock: , was nicht stimmt ich habe lediglich geschrieben, das er nach einer OP Inkontinent ist und wir damit Schwierigkeiten haben.

Er würde eher zu einem anderen Arzt wechseln( womit ich gar keine Probleme habe) und schauen was man dort noch für ihn tun kann. Er liebäugelt mit einer Darmmanschette, was ich ja auch nicht für ausgeschlossen halte, aber: 1. wurde uns gesagt, das die Nerven der Schließmuskel in Ordnung sind (müsste also erst einmal neu überprüft werden) und 2. finde ich sollte er doch erst einmal lernen seinen Körper zu akzeptieren, als an eine erneute Op zu denken. Habe darauf hin versucht einen Kompromiss zu finden, ich kümmer mich ums seelische und er um einen Darmspezialisten, jetzt ist bei uns erst einmal Funkstille! :( Wir finden mal wieder keinen Weg zu einander!

Hab Ihr einen Rat für mich? Wäre echt schön und ich danke schon mal fürs lesen, wenn ich Euch auf den Keks mit meinen Sorgen gehe, sagts ruhig!

LG Kerstin
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Beitrag #60 von mama123 » 11 Nov 2009 19:41


Hallo Kerstin,
das tut mir sehr leid, dass du und dein Mann sich da nicht einig sind.
Die Frage ist, wie können wir dir hier helfen. Aus meiner eigenen Erfahrung mit meinem inkontinenten Sohn kann ich nur sagen, wie gut eine psychologische Behandlung sein kann, um die Inkontinenz zu akzeptieren. Mein Sohn hatte nur während einer 4-wöchigen Reha regelmäßige Gespräche mit einem Kinderpsychologen ( es waren glaube ich in den vier Wochen 8 Gespräche) Die haben soviel für sein Selbstbewusstsein und das Annehmen der Sache getan, dass ich für immer froh sein werde, dass wir diese Reha gemacht haben und vor allem so ein Glück mit dem Psychologen dort hatten.
Direkt nach der Reha hat man da zwar noch nicht soviel gemerkt, aber in den Wochen und Monaten danach, als er sich dann offen in seiner Klasse zu seiner Inkontinenz bekannt hat usw.
Ich weiß ja nicht, ob es die Meinung deines Mannes umstimmt, wenn du ihm von positiven Erfahrungen, wie von mir, berichtest. Probieren kannst du es auf jeden Fall

Deinem Mann muss doch bewusst sein, dass euer Sohn ein Problem hat und dass es wichtig ist, dieses Problem zu lösen. Ich versteh da deinen Mann ehrlich gesagt überhaupt nicht. Als Vater tue ich doch alles, um meinem Kind zu helfen.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft auf deinem Weg und hoffe, dass dein Mann zur Einsicht kommt.

Liebe Grüße
Dagmar
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