Einnässen bei 6jähriger tags- und nachts seit zwei Jahren

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Einnässen bei 6jähriger tags- und nachts seit zwei Jahren

Beitrag #1 von Kirsten » 28 Feb 2010 13:49


Hallo Zusammen!

Meine Tochter sechs Jahre nässt nun seit zwei Jahren ein, nachts geht es und tagsüber kann es bis zu 10 mal passieren. Wir haben bereits zwei OP´s hinter uns. Bei der ersten wurde festgestellt, dass ihre Harnröhre zu eng und krumm ist, beides wurde beseitigt. In diesem Krankenhaus wurde auch festgestellt, dass das Blasenvolumen zu klein ist und sie ihre Blase nicht richtig entleert. Nach einer recht unzureichenden Behandlung ist mir irgentwann mal der Kragen geplatzt und wir sind zu einem Kinderurolgen gegangen, der uns nach Schwelm verwiesen hat. Dort wurde eine Blasenspiegelung, Blasendruckmessung etc gemacht. Organisch auf einmal alles ok. Auffällig ist, dass sie seit zwei Jahren ungefähr zweimal im Monat eine Balsenentzündung hat, die jedesmal mit AB behandelt wird. Biofeetback und Belohnungssystem haben bisher nichts gebracht. Ich schick sie auf Toilette, sie muss nicht und zwei Minuten später ist die Hose nass. Sie merkt dabei allerdings nicht das ihre Hose nass ist und läuft dann damit herum bis es einem von uns auffällt.

Sie sagt auch, dass sie nicht merkt, wenn sie Pippi muss oder sie merkt es und es läuft schon. Windeln will sie nicht tragen - die trägt nur der kleine Bruder.

Wir stehen seit Beginn dieses Alptraums auf der Warteliste sämtlicher umliegender Kinderpsychologen und lassen sie gerade aus ADS testen. Der ADS Test dauert allerdings auch schon seit 6 Monaten an.

Die Zähne sind vom AB mittlerweile zerstört und wir sind gerade aus dem KH wieder zu Hause, weil es so aussah, als würde die Blasenentzündung Richtung Nieren wandern.

Ich bin am Ende meiner Kräfte, mal von dem riesigen Berg Wäsche der da jeden Tag auf mich zurollt, hab ich auch noch einen Sohn der am KISS Sydrom leidet und auch ein bißchen Aufmerksamkeit braucht und ich fühl mich wie ein Versager, weil ich meiner Tochter einfach nicht helfen kann.

Vielleicht hat ja der eine oder andere noch einen Tipp für mich.
Liebe Grüsse
Kirsten
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Beitrag #2 von Brandy » 28 Feb 2010 15:12


Hallo Kirsten!

Zuerst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

Du schreibst, dass es deine Tochter nicht merkt, wann sie auf's Klo muss. Dass könnte eventuell für eine neurologische Ursache sprechen.

Wart ihr schon mal beim Neurologen?

Gruß
Brandy
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Beitrag #3 von Kirsten » 28 Feb 2010 17:20


Hallo Brandy,

danke für den herzlichen Empfang. Nein, beim Neurologen waren wir noch nicht, das ist lt. Urologen auch nicht nötig - er geht stark davon aus das sie ein psych. Problem hat und das nur mit prof. Hilfe und einem nochmaligen Biofeedback Training zu lösen ist.
Liebe Grüsse
Kirsten
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Beitrag #4 von mama123 » 28 Feb 2010 20:09


Hallo Kirsten,
aus eigener Erfahrung würde ich dir dringend empfehlen, mit deiner Tochter einen Neurologen aufzusuchen, um das abklären zu lassen.
Ich habe einen inkontinenten Sohn, der dies aufgrund einer Rückenmarkserkrankung ist. Er wurde auch in die "Psychoschublade" gesteckt und wir haben ihn mit vielen Dingen "gequält", die völlig umsonst gewesen waren. Nur wussten wir damals noch nicht, was er hat. Wir hätten ihm viel ersparen können, wenn wir eher mal in die neurologische Richtung gedacht hätten.

Es muss ja bei deiner Tochter nichts neurologisches sein, aber wenn du es abklären lässt, bist du auf der sicheren Seite. Meiner Meinung nach machen es sich viele Ärzte zu leicht, wenn sie solche Probleme immer mit der Psyche abtun. Natürlich gibt es viele Fälle, wo Einnässen psychisch bedingt ist, aber es gibt eben auch die anderen Fälle.

Deshalb also auch mein Rat, es einmal neurologisch abklären zu lassen.

Alles Gute und liebe Grüße
Dagmar
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Beitrag #5 von Kirsten » 28 Feb 2010 20:19


Hallo Dagmar,

kann ich zum Neurologen ohne Überweisung gehen? Unser Urologe wird vermutlich freiwillig keine Überweisung ausstellen und mein Vertrauen in Ärzte ist im Moment nicht besonders gut.
Ich hab ewig das Gefühl gegen Mauern zu rennen und nichts bewegt sich.
Liebe Grüsse
Kirsten
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Beitrag #6 von Struppi » 28 Feb 2010 20:21


Hallo Kirsten,

eine Überweisung zum Neurologen kann auch der Hausarzt ausstellen - im Regelfall tun diese das auch ohne Probleme. Selbstredend kannst du auch so jeden Neurologen konsultieren, dann wird allerdings erneut die Praxisgebühr fällig.

Gruß

Hannes
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Beitrag #7 von Kirsten » 28 Feb 2010 20:29


Kinder kosten keine Praxisgebühr und selbst wenn.......ees wäre mir egal. Ich wünsche mir einfach, dass alles wieder wie früher wäre normal. Manchmal sitze ich abends in irgenteiner Ecke und heule wie ein Schlosshund. Ich war immer stark - ich hab immer für meine Kinder gekämpft wie ein Löwe. Aber ich kann nicht mehr. Manchmal weiß ich nicht wie ich es schaffen soll am nächsten morgen aufzustehen und das ganze geht von vorne los. Die ganzen OP´s, die ganzen Ärzte sind eine solche Quälerei für die Kleine. Sie ist doch erst 6. Von außen kommen soviele Vorwürfe ich würde zu wenig tun..... Ich soll sie einweisen lassen etc.
Liebe Grüsse
Kirsten
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Beitrag #8 von Kirsten » 01 Mär 2010 21:18


Wir waren heute beim Urologen und mit viel Überredungskunst habe ich eine überweisung zum Neurologen bekommen. Muss ich jetzt zum Kinderneurologen oder geht ein ganz normaler auch?
Liebe Grüsse
Kirsten
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Beitrag #9 von Werner Holmans » 03 Mär 2010 18:25


Hallo Kirsten,
ich würde mit einem Kind immer einen Kinderneurologen / Psychiater aufsuchen. Sie können sich in diese Situation besser einfinden, denke ich. Meine Erfahrungen waren diesbezüglich immer gut:
Werner
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Beitrag #10 von wuscheldiana » 03 Mär 2010 21:51


Hallo Kristin,
ich dachte erst, ich habe da geschrieben, aber das konnte ja nicht sein.
Ich habe Zwillinge, werden im Mai 7 Jahre alt. Beide pullern auch am Tage noch ein. Lara war allerdings noch nie trocken. Sie trägt nachts auch noch Windeln und macht sogar das große Geschäft da rein. Sie ist sonst super entwickelt. Neurologisch ist sie auch untersucht worden. Nichts. Urologisch hat sie auch die kleine Blase, einen dezenten Reflux, und einen Blasenwanddefekt, lt. Urologe aber alles kein Grund fürs Einnässen. Auch Blasenentzündungen sind bei ihr schon mehrfach vorgekommen. Auch sie sagt oft, sie hat es nicht gemerkt, und überprüft dann auch oft, ob die Hose wirklich nass ist. Es gibt aber auch Tage wo sie es merkt und geht. Manchmal zu spät. Oder sie merkt es, und kann es kaum halten.
Ihre Zwillingsschwester hat das Problem Gott sei Dank nicht so schwerwiegend. Sie ist nachts sogar trocken. Allerdings hat sie seit 11/08 bestimmt schon 10 Harnwegsinfekte die auch immer mit Antibiotika behandelt wurden. Bei ihr wurde ein Reflux 2° festgestellt der auch operiert wurde. Momentan nimmt sie noch eine prophylaktische Antibiosetherapie. Soll ab Frühjahr abgesetzt werden. Bin gespannt, ob die Infekte dann wieder los gehen.

Wir haben auch mit Lara alles mögliche durch (Medis, Blasentraining, OP, Psychische Behandlung, Belohnungssystem usw.). Ich bin auch echt am Ende. Es tröstet mich irgendwie, dass es scheinbar doch noch Kinder gibt, die dieses massive Problem haben.

Wir gehen jetzt eine Tiefenpsychologische Sache an. Ist aber noch nicht angekurbelt. War heute bei einer Psychologin, die mir dazu geraten hat. Also heißt es mal wieder Warteliste, neu suchen .... heul.

Liebe Grüsse Diana
Zwillinge, Mädchen, 6 Jahre alt, pullern auch am Tage noch ein
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