Zwillingsmädchen, fast 7 Jahre alt, einpullern, einkoten

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

Zwillingsmädchen, fast 7 Jahre alt, einpullern, einkoten

Beitrag #1 von wuscheldiana » 03 Mär 2010 22:17


Hallo,
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Saskia:
ist nachts trocken, am Tage pullert sie 2-3xwö ein. Es gibt auch Phasen, wo sie mal 2-3 Wochen trocken ist. Sie macht mir weniger Sorgen.
Lara:
War noch nie trocken, weder Tag noch Nacht.
Nachts trägt sie Windeln, kotet dann auch ein zu ca. 90%, und hatte noch nie eine trockene Windel. Wenn wir mal vergessen haben, die Windel nachts umzumachen, hat sie bisher jede Nacht die komplette nacht im nassen Bett durchgeschlafen. Mit der Klingelhose haben wir schon gemerkt, dass sie ca. 3x pro Nacht muss. Es ist auch sehr schwer, sie wach zu bekommen. Sie bekommt hysterische Anfälle, von denen sie am nächsten Tag nichts mehr weiß.
Am Tage pullert sie durchschnittlich 2-3x ein. Wir hatten vor der Einschulung mal zwei Monate (die einzigen), wo sie am Tage wirklich mal trocken war. Aber das hat sich leider wieder in Luft aufgelöst.
Sie ist sehr verträumt, trödelt viel rum (z.B.beim Anziehen), ist supergut in der Schule und auch sonst gut entwickelt, teiweise aggressiv, sehr Stimmungsschwankungen ausgesetzt, weint schnell, kann es gar nicht leiden im Mittelpunkt zu stehen, lügt, klaut, meint oft, keiner hat sie lieb, oder keiner mag sie, hat eine sehr dominante Schwester, und sagt meist, sie hat nicht gemerkt, dass sie pullern muß.

Wir haben mit ihr schon alles mögliche durch (Medis, Blasentraining, psycholog. Betreuung, Belohnungssyst. auf die sie nicht anspricht, Botoxspritzung, Hosen auswaschen ...). Bisher leider alles ohne Erfolg.

Urologisch:
kleine Blase (ca.100ml), Blasenwanddefekt, Reflux 1° - lt. Urologe alles kein Grund für die Enuresis.

Neurologisch:
Ist sie auch untersucht worden. Nichts doll auffälliges. Es gab mal ein leicht auff. EEG was später in einem Kontroll-EEG nicht mehr war, und eine SEP-messung war mal dezent auff. wo man sagte, es sei ein sehr sensibles Gerät, wo man nichts drauf geben soll, das läge am Gerät.
Was mir persönlich als Mutter auffällt, dass sie eben sehr verträumt ist, sich öfter mal stößt, ihre Handschrift von zittrig bis fast Schönschrift ist (unabhängig von Stimmung), und sie sehr Stimmungsschwankungen hat, auch öfter mal Kopfschmerzen.

Kann mir irgendwer noch Tips geben, was ich tun kann

Liebe Grüsse und vielen Dank im Voraus
Diana
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Deine Töchter

Beitrag #2 von Robbin » 04 Mär 2010 03:19


Hallo Diana,

Deine Töchter, die Zwillinge sind haben offensichtlich ein ganz unterschiedliches Einnässverhalten.
Ich habe deinen Beitrag gelesen, aber du sagst nichts darüber wie sie selbst mit dem Einnässen umgehen. Also ob es für sie eine Belastung ist, ob es ihnen egal ist oder ob sie darunter leiden.

Icg glaube eichtig ist es den Druck abzubauen. Ich weiss nicht ob das Einnässen bei euch eine Familiäre Vorprägung hat, also vererbt sein kann. Mit 6 oder 7 ist es ein schweres Alter bei Einnässen schnell einen Erfolg zu haben zum Trockenwerden. Obwohl man es sich wünscht.
Ich mag keine Ratschläge geben, aber Abwarten ist gkaube ich ganz wichtig. Das einnässen selbst kann man ja organisieren. Wichtig aber ist, das die sozialen Kontakte der Kinder nicht leiden darunter. Also das sie sich durch die Problematik nicht isaolieren.

Wie macht ihr das bei Übernachtungen bei Freundinen und so?

Wenn du magst können wir uns gern schreiben.
Ich weiss natürlich wie schwer das alles für dich ist.
Und ich glaube fest daran - reden hilft.

Es ist gut das du unsere Gruppe gefunden hast.

Liebe Grüße

Robbin
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Beitrag #3 von wuscheldiana » 04 Mär 2010 09:03


Hallo Robbin,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ja, das Problem ist leider familiär. Allerdings nur das nächtliche. Am Tage gibt es keinen, der das Problem hat oder hatte.

Saskia macht das ganze, glaube ich, nur um Aufmerksamkeit zu bekommen, und zwd. wegen der Harnwegsinfekte. Sie leidet nicht wirklich darunter.

Lara leidet schon sehr. Sie wurde in der Kita deshalb auch schon gehänselt. Sogar die Erzieher gingen mit dem Thema nicht gut um. Wenn Lara morgens wach wird, spielt sie mit der vollen Windel (Stuhl und Urin bis zum Anschlag), als wäre nichts gewesen. Wenn wir es aber merken, weil das Zimmer schon danach riecht, ist es ihr schon unangenehm. Holen wir sie in der Schule ab, bleibt sie oft an Ort und Stelle sitzen, wenn sie eingepullert hat. An anderen Tagen läuft sie aber wieder mit der nassen Hose rum, als wäre nichts. Und die Hosen sind meist schon sehr nass, so dass auch die Hosenbeine nass sind. Vor 1-2 Jahren hat sie bei dem Thema noch total blockiert, sich geweigert aufs Klo zu gehen, oder nur so getan, oder hat sich auch geweigert sich umzuziehen. Inzwischen können wir wenigstens mit ihr darüber reden, auch wenn sie leider nicht sagt, ob und was sie bedrückt. Ich denke schon, das ganze hat mit zu Hause zu tun (dominante Schwester, die immer die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, Migränemama die auch öfter genervt ist, Beziehung zu Mama und Papa ist auch nicht gerade innig, enge Wohnverhältnisse...)

Ich bin echt am Ende und weiß nicht mehr weiter mit dem Thema umzugehen. Es kommt jetzt immer mal wieder vor, dass ich Lara beleidige (Du wirst nie trocken usw.). Es tut mit dann immer wirklich leid, aber manchmal kann ich nicht mehr anders reagieren.

Liebe Grüsse Diana
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Zwillingsmädchen

Beitrag #4 von Robbin » 04 Mär 2010 11:36


Hallo Diana,

ich hakkn total gut verstehen das dich das alles sehr belastet.
Das Einnässverhalten von Lara scheint ja ganz anders zu sein als das von Saskia.

Am Tage schein es ja so zu sein, das es bei Lara auch ein Konfliktnässen ist, da sie sich zurüclgesetzt fühlt. Nässt sie denn in der Schule auch in die Hosen?
Oder ist allgemein ihr einnässverhalten anders, wenn sie mal woanders ist, etwa bei Großeeltern, Freundinnen. Es scheinst ja so, als ob sie durch das Tagesnässen auch Druck los werden will.

Ich hab dir auch eine PN geschriben, die findest du in deinem Postfach - schau doch mal nach.

Liebe Grüße Robbin
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Beitrag #5 von Kirsten » 05 Mär 2010 21:06


Liebe Diana,

ich kann Deine Verzweiflung gut verstehen! Man fühlt sich als Mutter die versagt hat, fragt sich was man falsch macht. Das problem des einnässens und einkotens scheint in der Generation unserer Kinder leider sehr weit verbreitet zu sein.

Du schreibst, dass Deine Maus sehr verträumt ist und augescheinlig in ihrer eigenen Welt lebt. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht sie auf ADS/ADHS testen zu lassen.

Ich habe diese Diagnose für meine Tochter gestern bekommen. Wie Du bereits gelesen hast, kämpfe ich auch schon einige Zeit gegen diese Problematik an. Auf ADS/ADHS bin ich nur gekommen, weil ich zufällig ein Buch in die Hände bekommen habe, unser Kinderarzt meinte bei unserem Kleinen ständen Anzeichen dafür sehr gut, aber er kann erst in ca. 4 Jahren getestet werden. Ich hab gelesen und gedacht, Mensch das paßt wunderbar auf meine Maus. Nach viel Druck hat mich die Psychologin gestern angerufen und mir schon einmal die Diagnose tel. durchgegeben. Mir pers. ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, jetz weiß ich endlich woran es liegen kann.

Vielleicht denkst Du einfach mal darüber nach, Deine Kleine testen zu lassen und vielleicht hört es bei Deiner anderen Tochter dann ganz von alleine auf. Der Gruppenzwang fällt so zu sagen weg.

Ich kann Dich trösten, ich verzweifle jeden Tag und jeden Tag frage ich mich warum ich morgens aufstehe. Weil ich meine Kinder liebe, so wie sie sind, mit allen ihren positiven und negativen Eigenschaften. Ich bin völlig fertig, aber das würde ich vor den beiden niemals zugeben.

Wenn Du magst können wir uns gerne mal per PN ausführlich unterhalten.
Liebe Grüsse
Kirsten
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Hallo Kirsten, pn geht irgendwie nicht, bin blond, sorry

Beitrag #6 von wuscheldiana » 08 Mär 2010 22:23


Hallo Kirsten,
vielen Dank für Deine spontane Antwort. Das mit dem Link habe ich ja getan, aber irgendwie habe ich keine pn gefunden. Leider war auch nicht zu erkennen, von wem sie war. Na ja, egal. Jetzt hat es ja geklappt.
Es ist "schön", dass es doch noch Menschen gibt, die solche Probleme wie ich haben. Ich dachte schon, ich wäre die einzige mit Kindern in dem Alter, die einnässen. Eigentlich bin ich gar nicht so gesprächig, aber vielleicht sollte ich es mal werden. Momentan bin ich so viel am schreiben, dass ich schon gar nicht mehr weiß, was ich alles geschrieben habe.
Auf jeden Fall gehe ich mit Lara jetzt zu einer Tiefenpsychologin, weil eine normale Verhaltenstherapie nichts gebracht hat. Man kommt so schwer an Lara ran. Man merkt schon, dass es ihr nicht immer so gut geht, aber sie sagt nicht viel, wenn man sie fragt. Wir hatten ganze 2 Monate, wo sie am Tage mal wirklich trocken war. Keine Ahnung, warum das wieder rückläufig wurde. Jetzt pullert sie wieder 2-4x tgl. ein. Von der Nacht mal ganz zu schweigen. Manchmal bin ich dann schon so genervt, dass ich ihr dann gegenüber ungerecht bzw. unfair werde. Ich werfe ihr dann an den Kopf, dass sie es wohl nie schaffen wird, was sicher nicht richtig ist, ich weiß. Aber irgendwann platze ich dann, und dann kann ich nicht anders. Auch bei ihr entschuldigen fällt mir dann mehr als schwer. Habe es bisher nur sehr selten gemacht.
Ich bin selber sehr launisch und manchmal auch impulsiv, was glaube ich, aber viel an meiner Migräne und der Beziehung zu meinem Mann liegt. Wir leben mehr wie in einer Zweckgemeinschaft, und was Chaos in der Wohnung betrifft, trägt er auch sehr dazu bei. Inzwischen werde ich auch immer unordentlicher. Bekomme aber immer wieder die Kurve, so dass wir nicht im Müll ersticken. Allerdings könnte ich nicht immer jemanden spontan zu mir einladen.
Wie sieht es bei Euch so aus? Habt ihr auch fam. Probleme? Oder was denkst Du, woran es liegt. Da kam doch das neue Geschwisterchen, oder verwechsel ich das jetzt. Habe jetzt so viele Beiträge gelesen, dass ich sie schon wieder durcheinanderbringe. Das mit dem ADS hattest Du ja geschrieben, aber das kann ja, denke ich, nicht alles sein, oder?
Liebe Grüsse Diana

Die pn schicke ich mir irgendwie immer selber
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