Inkontinenz nach Morbus Hirschsprung

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderatoren: Helmut, Marco N.

Beitrag #11 von Karin » 23 Apr 2005 13:24


Hallo Helmut, danke fuer Deine Anwort. Ich gebe ihm nach Absprache seines Artztes eine hoehere Dose, mal abwarten. Bei Felix fehlen ungefaehr 30 cm des Dickdarmes meinst Du das reicht schon um die Konsistens und Haeufigkeit des Stuhles zu beeintraechtigen?
Karin
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Beitrag #12 von Helmut » 23 Apr 2005 14:56


Hallo Karin,

die 30cm, die bei Felix vom Dickdarm fehlen, das macht bei ihm bestimmt 1/3 der Gesamtlänge des Dickdarms aus. Das hat ganz klar auch Folgen auf die Konsistenz des Stuhles, der in diesem Fall deutlich weicher bleibt.

Wenn sich Felix nicht sein Leben lang mit dünnen Stühlen und der Stuhlinkontinenz rumschlagen will, dann gibts da nicht so viele Optionen. In seinem Alter bietet sich nur eine konservative Versorgung der Stuhlinkontinenz oder die Anlage eines Stomas an. Ich würde zur konservativen Methode greifen, die entweder aus einer Kombination von Medikamenten und einem Toilettentraining besteht, oder zu Analtampons bzw der Irrigation.

Die medikamentöse Methode geschieht mit dem Toilettentraining, bei dem der Darm zur regelmäßigen Entleerung immer in etwa der gleichen Zeit erzogen werden sollte. Als Medikamente kommen hier das Loperamid zur Mobilitätseinschränkung des Darms oder Flohsamen, die eine wasseranziehende und Volumenvergrößernde Wirkung besitzen, zum Einsatz. Beim Loperamid machen es gerade Jugendliche und Erwachsene mit Analatresie oft so, daß sie die Woche über eine relativ hoche Dosis vom Loperamid nehmen und damit quasi eine Verstopfung verursachen, um dann am Wochenende den Darm mit Abführmittel entleeren. Andere nehmen zur Stuhlregulierung die Flohsamen und verwenden teilweise Analtampons bzw. Einlagen oder Windeln.

Eine elegante Methode ist natürlich die Irrigation, mit der der Darm ausgespült wird. Wenn er sich dafür entscheiden sollte, dann kann er durchaus bis zu 24 Stunden oder länger ohne "Unfall" sein. In Verbindung mit den Flohsamen kann es noch besser werden, so daß er u.U. ohne Einlagen oder Windeln auskommen kann. Natürlich muß er schon von dieser Methode überzeugt sein, sonst wird er nicht bereit sein, das zu machen.

Später wenn er Erwachsen ist, dann besteht die Möglichkeit, ihm einen künstlichen Schließmuskel einzusetzen, der dann die Kontinenz garantiert.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #13 von Karin » 27 Apr 2005 12:23


Hallo Helmut, ich habe Felix jetzt die ganze Flascher Loperamid gegeben ( eine gute Woche)
leider hat sich nichts getan, im Gegenteil ich habe das Gefuehl, dass es schlimmer geworden ist auserdem hat er einen ganz wunden Hintern bekommen. Ich kann mir nicht erlklaeren warum dieses Mittel nichts gebracht hat, hast Du vieleicht eine Idee? Meinst Du denn ich soll diesen Flohsamen trotzdem ausbrobieren? Ich bin sehr frustriert, vor allem das es keinen Arzt gibt der uns helfen kann, in drei Monaten gehen wir zurueck nach Canada ( wir waren nur fuer 3 Jahre in Deutschland) und wo wir hinziehen gibt es in der Naehe keine Spezialisten
die uns helfen koennen. Ich bin fuer alle Tips und Ratschlaege dankbar.
Karin :?:
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Beitrag #14 von Helmut » 27 Apr 2005 16:58


Hallo Karin,

eigentlich hätte das Loperamid schon wirken müssen. Du kannst es aber trotzdem noch mit den Flohsamen probieren, mehr als nichthelfen kann es auch nicht. Ich weis offen gestanden jetzt auch keine weitere Möglichkeit mehr, als das was ich dir schon genannt habe.

Ich habe noch eine gute Adresse von einem Verein, der sich mit anorektalen Fehlbildungen bei Kindern und Erwachsenen beschäftigt. Der Verein nennt sich SOMA e.V., ich denke dort könntest du vielleicht auch noch einen guten Rat bekommen.

Gruß Helmut :wink:
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Karin?

Beitrag #15 von klaro (+16.05.2008) » 13 Okt 2005 13:27


hallo Karin

ich hab deinen Beitrag damals verpasst.
über Morfus Hirschsprung hab ich etwa mal gehört, aber selber keine Ahnung!

Du scheinst nicht mehr oft da zu sein.

Jedenfalls konnte ich selber in der Reha, genau zu der Zeit als du deinen Beitrag hier schriebst, das Bio-Feedback selber ausprobieren.

Sehr begeistert hat es mich nicht. Es geht ja darum zu sehen udn spüren udn finden... sich selber zu ent-spannen! Zu kontrollieren und wieder zu entspannen!

NAch der Reha war mir dann klar, dass ich das Angebot des Arztes Neuro-Feedback annehmen werde. Es ght genau ums selbe! Entspannen! Verspannungen erkennen und ent-spanen!

Bei mir ist die Therapie gescheitert, aber voll aus andreen Gründen!

Möchte nur sagen, statt Bio-Feedback, wäre für ein Kind in dem Alter, Neuro-Feedback echt spannender end von mir aus gesehen, noch viel effektiver.

Da das Kind vorm Bildschirm sitzen kann, gemütlich, es seine Bilder, oder Filmchen selber ausssuchen kann udn die Musik dazu auswählen oder selber die Lieblingsmusik mitbringen kann.
(Neuro-Feedback wird vor allem für ADS Kinder angeboten udn gute Resultate erzielt! In der CH sin die Angebote dieser therapie Stellen rel. wenig!Schade eigentlich)

Ich finds rein von der Therapie her, fürs Kind viel spannender und interessanter, als nur eine Klemme am Finger zu haben und ab und zu die Wellen zu sehen ob hoch oder tief!

Dies mal nur zum Thema Bio-Feedback! (und vielleicht bist du auch nicht merh im Forum... keine Ahnung!)Ich sende es trotzdem ab!

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