Hallo

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderatoren: Helmut, Marco N.

Hallo jen

Beitrag #11 von Schmetterling » 08 Okt 2005 22:47


Toll, endlich wieder jemand bei dem auch Mictonorm angeschlagen hat. Seit meinem 5 Lebensjahr (jetzt bin ich 31) plage ich mich schon mit dem Problem Bettnässen und Blasenentleerungsstörung herum. Wir (meine Eltern) waren bei etlichen Ärzten in Homburg, Heidelberg und sogar in Frankfurt. Keiner wußte genaueres. Es wurden immer nur Vermutungen geäußert. Vor ca. drei Jahren kam mal endlich ein Urologe auf die Idee, daß ich an einer neurogenen Blasenentleerungsstörung leide. Erst musste ich zwei mal täglich selbst katheterisieren, um die Blase leer zu kriegen. Aber mein nächtliches Einnässen blieb. Dann bin ich durch einen Zeitungsartikel auf das Kontinenzzentrum Villingen-Schwenningen gestoßen. Im Dezember 2004 war ich zum ersten mal dort. Die Untersuchungen waren sehr gut und ich wurde gut beraten. Dort bekam ich Mictonorm verschrieben und muss nun drei mal täglich katheterisieren. Seit dieser Zeit bin ich nachts trocken und auch tagsüber geht nichts mehr in die Hosen. Es ist ein komplett neues Lebensgefühl. Und dafür habe ich nun 26 Jahre gebraucht. Das aber auch nur über Internet und Zeitschriften. Auch mehrere Urologen kamen nicht auf diese glorreiche Idee. Vor drei Wochen war ich wieder in Villingen-Schwenningen zur Kontrolle. Es ist immer noch alles in Ordnung und ich muss erst wieder in zwei Jahren dort hin.
In all den Jahren hab ich eines gelernt, nie die Hoffnung verlieren und aufgeben. Ich hoffe, dass es auch Dir so ergeht und Du wirklich den richtigen Weg gefunden hast.

Liebe Grüße
Andrea
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Schmetterling
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Beitrag #12 von biba » 20 Okt 2005 17:50


Derzeit ist mein Sohn bei seinen Großeltern in den Ferien. Die wollen dort die KLingelhose ausprobieren. Falls sie Erfolg damit haben, werde ich es hier dann natürlich weiter betreiben - auch wenn es bedeuetet, 3mal nächtlich raus. Mal sehen, ob ich das neben meiner Arbeit schaffe.

Ich berichte, wenn es Erfolge gegeben hat!


Hallo, die Herbstferien sind vorbei und mein Sohn längstens wieder vor Ort.

Das ERgebnis der Klingelhose bei den Großeltern war dieses, dass sie nach 5 Nächten entnervt aufgegeben haben, weil die Hose alles Std. anschlug. Nichts anderes, als dass was ich erfahren habe. Das hält keiner durch und schon gar nicht mein Sohn!

Gestern war mal wieder die Krönung: Er ist gegen 20:15 ins bett, stand von alleine um 21:40 auf und ging zur Toilette. DAs Nachtzeug war patschnass. Ich ihn umgezogen, Windel an (die erste Schicht bis zum Wecken schläft er immer ohne). Um 23:15 bin ich ins Zimmer, um das Fenster zu schließen. Er lag in einem patschnassen Bett - wieder umziehen, neue Windel mit Vorlage an.

So sieht es hier aus. Dass man damit nicht gelassen sein kann, versteht sich von selbst, denke ich.

Ich hatte gerade einen Termin bei der Kinderärztin (Std. warten mit Termin natürlich) und morgen früh vor der Arbeit gehe ich mit meinem Sohn zur Blutabnahme und Urinkontrolle. Sie will eigene Werte, die vom Urologen im März reichen ihr nicht. Also, erst dann könnte ich Mictonorm erhalten, wenn sie das abgeklärt hat. Und zur Windelzuschuss-Sache meinte sie gleich, dass es sehr schlecht aussehe, nur in ganz krassen Fällen. Ich bin weiterhin gespannt. Sie konnte es jedoch fast nciht glauben, dass mein Sohn noch nie eine trockene Nacht hatte... das schien ihr doch sehr ungewöhnlich. Und auch, dass das Desmopressin nicht angeschlagen hat.

Ich berichte weiter (ob ihr wollt oder nicht :roll: )

Lg, biba
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Beitrag #13 von jen » 20 Okt 2005 18:51


Hallo biba,

tut mir ja leid,dass die Klingelhose nicht den erwünschten Erfolg brachte.Ich hab sie ja gar nicht erst ausprobiert,das war mir dann doch zuviel.Wir hatten vor 2 Nächten auch das Bett nass,aber nagut,eine Nacht in 3 Monaten,damit können wir leben.Ich hoffe ihr bekommt Mictonorm verschrieben und die Zeit bis dahin überstehst du noch.
Ich kann auch gar nicht glauben,dass es Windeln für Kinder ab 4 Jahren verschrieben werden,wenn Kids doch bis 5-6 Jahren Zeit haben zum Trocken werden.
Alles Gute
Liebe Grüße Jen
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Beitrag #14 von biba » 22 Okt 2005 17:28


huhu, wieso steht dieses thema eigentlich doppelt im forum? einmal unter inkokids und dann noch unter "alles was sonst nirgends reingehört"???
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Beitrag #15 von Jens Schriever » 22 Okt 2005 17:51


Hallo Biba

Der Beitrag Hallo ist vom Forum „ Alles was sonst nirgends reingehört“ in inkokids verschoben. Wenn du den Beitrag im Forum „ Alles was sonst nirgends reingehört „ an klickst kommst du Automatisch in das Forum „ inkokids „ .
Ich meine hier den Beitrag von Jen.
Der andere Beitrag ist eine Vorstellung.


Gruß Jens
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Beitrag #16 von biba » 23 Okt 2005 20:54


ach so rum war das, ich dachte anders herum... alles klar

ich hätte da weithin noch ein frage zu mictonorm:

mein sohn hat also am freitag Mictonetten verschrieben bekommen, er soll 2 davon am abend nehmen. das ist wohl die version für kleine und zierlichere leute. er wiegt mit seinen fast 7 jahren 28 kg hatte die ärztin errechnet.

so, er nahm jetzt also 2 abende die tabletten. hatte einmal morgens und einmal nachts bauchschmerzen. seltsamerweise stehen diese nebenwerkungen gar nicht im bepackzettel. was sagt ihr dazu? außerdem: wann würde eine wirkung eintreten, wenn die tabletten richtig sind?

lg, biba
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Beitrag #17 von danny » 24 Okt 2005 05:08


Das verstehe ich nicht.
Spasmolytika führen doch zu einer Entspannung der Blasenmuskulatur und werden so bei einer überaktiven Blase verschrieben - gegen quälenden Harndrang. Wie kann es dann sein, das das Mädchen durch diese Medikamente wieder Harndrang verspührt. Ein Risiko dieser Anticholinergika ist doch der Harnverhalt. :shock:
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Beitrag #18 von Helmut » 24 Okt 2005 10:20


Hallo biba,

ich habe mir mal die Nebenwirkungen von diesen Mictonorm® angeschaut, da steht dabei, dass es gelegentlich zu Magen- und Darmstörungen kommen kann. Da ja der Wirkstoff "Propiverin-HCl" auch auf die glatte Muskulatur einwirkt, aus der nicht nur die Blase besteht, können die Bauchschmerzen schon von den Drg. kommen. Du könntest es so machen, dass du ihm die erste Woche nur 1 Drg. gibst, damit sich der Körper daran gewöhnrt und es weniger Nebenwirkungen gibt. Diese Nebenwirkungen können einige Tage anhalten und verschwinden in der Regel fast völlig. Wenn er durch die Mictonorm® Probleme mit dem Stuhlgang bekommt, dann gib ihm etwas Lactulose (Bifiteral®), das den Stuhl weich hält.


biba hat geschrieben:[...]
Und zur Windelzuschuss-Sache meinte sie gleich, dass es sehr schlecht aussehe, nur in ganz krassen Fällen. Ich bin weiterhin gespannt. Sie konnte es jedoch fast nciht glauben, dass mein Sohn noch nie eine trockene Nacht hatte... das schien ihr doch sehr ungewöhnlich. Und auch, dass das Desmopressin nicht angeschlagen hat.
[...]


Na dann solltest nochmal ein ernstes Wort mit deiner Kinderärztin reden, es ist durchaus möglich, die Windeln auf Rezept zu bekommen, besonders wenn auch tagsüber das Risiko des Einnässens besteht. Sie sollte sich mal etwas näher mit der Enuresis und deren Ursachen befassen, denn in den letzten Jahren sind da einige wichtige Erkenntnisse gewonnen worden von denen man früher nichts wußte bzw. nicht an einen Zusammenhang glaubte.


@Danny
Klar kannst du von den Anticholinergika einen Harnverhalt bekommen, aber dann ist häufig auch die Dosierung schon recht hoch oder es bestehen neurogene Blasenentleerungsstörungen. In normaler Dosierung ist das Risiko eines Harnverhaltes vergleichsweise gering.

Der Wirkstoff "Propiverin-HCl" bewirkt eine Dämpfung der Blasenaktivität bei Detrusorhyperaktivität. Dadurch wird die Reizschwelle zur Blasenentleerung angehoben und auch etwas das Blasenvolumen gesteigert. Häufig werden diese Wirkstoffe in Kombination mit Desmopressin (ADH) einem Hormon das die Urinproduktion in der Nacht verringert, den Kindern gegeben. Damit lassen sich bei einer Enuresis häufig gute Ergebnisse erzielen.


Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #19 von danny » 26 Okt 2005 06:42


Danke Helmut,

für den Erklärungsversuch. Was mich stört ist, das unter einem dämpfenden Medikament neu Harndrang verspürt wird - das geht in mein Naturwissenschaftlerhirn nicht rein. :oops:

Bei Stuhlgangsproblemen kann man auch erstmal mit Agio cur probieren. Das ist ein Quellstoff, der absolut nix anderes im Darm tut, als quellen (harmlos). Dadurch wird merh Wasser gespeichert und der Stuhl voluminöser und weicher, was darmregulierend wirkt.
ABer ausreichend trinken muß man - ohne Flüssigkeit kein Quellen.
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Beitrag #20 von biba » 28 Okt 2005 16:44


hab noch was gefunden:

Die Effektivität von Propiverin (Mictonorm®, Mictonetten®) wurde in einer Studie mit 4390 Patienten evaluiert. Dabei erwies sich, daß die Substanz auch für Kinder und Jugendliche geeignet ist: Bei den 601 Teilnehmern unter 16 Jahren sank die Häufigkeit des Einnässens am Tage und in der Nacht, außerdem verminderten sich der Harndrang, die Miktionsfrequenz und die Zahl der nassen Windeln. Die Verträglichkeit war sogar besser als bei Erwachsenen. Geeignet bei Dranginkontinenz ist auch das papaverinähnliche Spasmolytikum Flavoxat (Spasuret®). Bei leichter Inkontinenz können Kürbissamenextrakte helfen. Deren Wirksamkeit ist aber noch nicht in kontrollierten Studien geprüft worden.


http://www.aerztezeitung.de/docs/2001/0 ... /harn_2001

kann mir jemand sagen, wann mictonette wirken, wenn sie denn wirken? das kind soll sie wohl 3 monate nehmen, aber wann sagt man: überflüssig, das ist es nicht? (mein sohn nimmt sie genau 1 woche, die anfänglichen bauchschmerzen zwischendurch sind fort)

liebe grüße, biba
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