tochte 7 inkontinent

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

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tochte 7 inkontinent

Beitrag #1 von teichlein » 24 Sep 2005 20:42


Hallo!
Ich bin neu hier.Meine Tochter ist 7 und ihr passiert es des öfteren,das sie Tags einnässt,und Nachts passiert es immer.
Wir waren schon bei 2 verschiedenen Urologen und in der Urologischen Abteilung eines grossen Krankenhauses.
Der eine Urologe hat gesagt,sie hat eine Harnröhrenverengung,sie kam also in´s Krankenhaus,hat eine Narkose bekommen,und die Harnröhre sollte geweitet werden,aber die OP wurde abgebrochen,da dem nicht so war,der Arzt hat sich geirrt,also Narkose umsonst.
Sie wird auch in der Schule gehänselt.
Zur Zeit bekommt sie Tabletten für die Blasenmuskulatur (Packung fast leer,keine Wirkung) und geht zur Maltherapie = Kinderpsychologin,aber sie pinkelt weiter.
Wisst ihr,ob ich in diesem Fall Inkomaterial von der Krankenkasse bekommen könnte? :oops:
Tochter 7 nachts und tags urininkontinent
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teichlein
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Beitrag #2 von Jens Schriever » 24 Sep 2005 22:23


Hallo Teichlein

Wenn deine Tochter inkontinent ist bekommt sie von der KK die Windeln oder Einlagen bezahlt.
Nicht immer muss eine Erkrankung vorliegen wenn Kinder mit 7 Jahren noch einnässen.
Bei 15 % der Kinder zwischen 5-7 nässen noch ein.
Das einnässen kann viele Ursachen haben z.b.: eine verzögerte Reifung der Blasenfunktion,
trinken zur falschen Zeit zuviel, nämlich nachmittags und abends. Achte darauf dass deine Tochter in kleinen Portionen hauptsächlich in der ersten Tageshälfte trinkt, aber nicht die Flüssigkeitsmenge reduzieren.
Auch der Psychische Aspekt sollte man nicht außer Acht gelassen werden.
Es kann aber auch ein Mangel an Antidiuretischem Hormon (ADH) vorliegen.
ADH bewirkt dass in der Nacht weniger Harn produziert wird als am Tag. Fehlt dieses Hormon oder ist ein Mangel vorhanden, kann die Blase die nächtliche Flüssigkeitsmenge nicht fassen.
Vielleicht wird die Blase auch nicht komplett entleert.
Hast du es schon mit Toilettentraining versucht?
Toilettentraining bei Kindern : Morgens gleich nach dem Aufstehen,
30 Min. nach dem Frühstück,
im laufe des Vormittags,
30 Min. nach dem Mittagessen,
im laufe des Nachmittags,
30 Min. nach dem Abendessen,
direkt vor dem zu Bett gehen.

Auch ein zu festen schlaf kann der Grund dafür sein. Das kann im Schlaflabor ermittelt werden.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen


Gruß Jens
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Beitrag #3 von Jens Schriever » 24 Sep 2005 22:56


Hallo Teichlein

Was für Untersuchungen wurden denn bei deiner Tochter gemacht, dass man gleich so ein Geschütz wie die Harnröhren Weitung machen wollte? Eine Verengung ( Stenose) der Harnleiter oder der Harnröhre nennt man auch Reflux. Dabei fließt der Harn zum Teil aus der Blase zurück in die Harnleiter und die Nieren, also in die falsche Richtung. Die Refluxkrankheit hat eine gute Chance, bis zur Pubertät von selbst auszuheilen. Bis dahin auftretende Infektionen müssen aber stets behandelt werden. Hat Deine Tochter ständig Harnwegsinfektionen gehabt oder wie ist man auf die Diagnose gekommen?


Gruß Jens
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Beitrag #4 von papa0861 » 24 Sep 2005 23:20


Jens Schriever hat geschrieben:Hallo Teichlein

Was für Untersuchungen wurden denn bei deiner Tochter gemacht, dass man gleich so ein Geschütz wie die Harnröhren Weitung machen wollte? Eine Verengung ( Stenose) der Harnleiter oder der Harnröhre nennt man auch Reflux. Dabei fließt der Harn zum Teil aus der Blase zurück in die Harnleiter und die Nieren, also in die falsche Richtung. Die Refluxkrankheit hat eine gute Chance, bis zur Pubertät von selbst auszuheilen. Bis dahin auftretende Infektionen müssen aber stets behandelt werden. Hat Deine Tochter ständig Harnwegsinfektionen gehabt oder wie ist man auf die Diagnose gekommen?


Gruß Jens



hallo teichlein, hallo jens,

jens, hast du dich in der bezeichnung vertan, oder liege ich jetzt falsch. mal abgeshen von psychischen aspekt hatte die tochter meiner ex das gleiche problem. allerdings hatte die kinderärztin den reflux aus ausbuchtung der blase bezeichnet, der nie richtig entleert wird und in dem sich bakterien bilden.

für teichlein möchte ich auf meinen uraltbeitrag unter

http://www.selbsthilfeverband-inkontine ... ight=#6045

hinweisen.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #5 von Jens Schriever » 25 Sep 2005 00:04


Hallo Papa

Nein ich habe mich nicht vertan. Reflux ist ein zurückfließen. Ob man eine Ausbuchtung der Blase auch Reflux nennt kann ich dir nicht sagen denn ich bin kein Mediziner. Das mit dem Reflux habe ich aus einen Fach Buch über Blasenschwäche. Wie ich schon in meinen Beitrag geschrieben habe gehören Blasenentzündungen dazu und die kommen hauptsächlich von Bakterien. Somit könnte eine Ausbuchtung der Blase und damit verbundene nicht komplett entleerte Blase vielleicht auch Reflux genannt werden. Ich habe mich aber noch einwenig über Reflux im Internet gestöbert.
Hier kannst du es nachlesen : Reflux VUR
Der vesikoureterale Reflux (VUR) ist definiert als ein Zurückfließen des Urins aus der Harnblase in den oberen Harntrakt wobei die Ursache ein defekter Verschlußmechanismus ist, infolge Veränderungen beim Durchtritt des Ureters durch die Blasenwand. Der vesikoureterale Reflux ist eine sehr häufige Diagnose im pädiatrischen Patientengut wobei Mädchen häufiger betroffen sind als Knaben und oft eine familiäre Häufung aufzuweisen ist. Nicht selten wird er im Rahmen der Abklärung eines Harnweginfektes diagnostiziert.



Nachzulesen hir http://www.kidsdoc.at/kinderchirurgie/reflux.html


Gruß Jens
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Beitrag #6 von danny » 25 Sep 2005 05:58


Eine Ausbuchtung der Blase nennt man Divertikel.

Der Reflux ist, wenn duch irgendwelche Störungen Urin in die Nieren (vor allem beim bressen) zurückfließt. Das kann auch passieren, weil der Verschlußmechanismus der Harnleiter zur Blase gestört ist.
Das eine Harnröhrenverengung damit zu tun haben kann habe ich noch nie gehört. Die führt meines Wissens eher zur Störung der Blasenentleerung, Restharnbildung.
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Danke für die lieben Antworten,also

Beitrag #7 von teichlein » 25 Sep 2005 08:24


Moin ihr lieben!
Also Untersuchungen wurden bei Töchterchen folgende gemacht:
Urin Untersucht
Ultraschall ,Röntgen (sah auf dem Bild aus wie eine Runkelrübe-daher die Diagnose Harnröhrenverengung ,es war ja keine,wie es sich während der OP herausstellte),Uroflow
sie war auf einer Spezialtoilette,die den Urinstrahl und die Geschwindigkeit misst,wir waren also bei einem Urologen einer Urologin und in einem grösseren krankenhaus mit spezieller Kindersprechstunde und in dem anderen Krankenhaus wo die OP lief...sie hatte schon dieses Nasenspray sie geht zur Kinderpsychologin zur Ergotherapie sie hatte dieses Biofeedbackteil zum Blasenmuskel trainieren sie nimmt Mictonetten...viel Rennerei und nichts kommt dabei rum..
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Beitrag #8 von Jens Schriever » 25 Sep 2005 10:05


Hallo Teichlein

Die Mictonetten sind ein Parasympatholytika und werden bei Dranginkontinenz eingesetzt.
Sie hemmen die Kontraktion des Blasenmuskels, so dass der starke Harndrang nachlässt.
Normalerweise wirken diese Medikamente sehr effektiv. Gelegentlich sind sie Restharn fördernd. Das Nasenspray ist das ADH Hormon.
Inkontinenzhilfsmittel bekommst du auf Rezept vom Arzt, so weit diese im Hilfsmittel Katalog stehen. Ob Tena Lady dazu gehört weiß ich nicht.


Gruß Jens
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Beitrag #9 von mama123 » 25 Sep 2005 19:47


Hallo,
mein Sohn (8 Jahre) ist aufgrund einer Rückenmarkserkrankung stuhlinkontinent und nachts auch blaseninkontinent. Er bekommt die Windeln ohne Probleme von der Krankenkasse bezahlt. Wurde bei deiner Tochter schon mal eine Urodynamik gemacht? Da wird ein Spezialkatheter in die Blase geschoben und diese dann mit Flüssigkeit gefüllt. An diesem Katheter sind Sensoren und da kann auf einem Monitor abgelesen werden, wie die Blase sich verhält, wenn sie mit Flüssigkeit gefüllt wird. Unter anderem kann man so auch das Blasenvolumen messen. Bis bei meinem Sohn die Rückenmarkserkrankung diagnostiziert wurde, sind wir auch im Dunkeln getappt, weshalb er inkontinent ist. Deshalb wurde bei ihm zweimal unter anderem diese Urodynamik durchgeführt.
Falls du noch Fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden.

Viele Grüße
Dagmar
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Beitrag #10 von biba » 30 Sep 2005 18:42


Achte darauf dass deine Tochter in kleinen Portionen hauptsächlich in der ersten Tageshälfte trinkt, aber nicht die Flüssigkeitsmenge reduzieren.


hallo jens, wie soll man das machen, wenn die kids in der schule sind?! man kann ja nicht mal ein ordentliches protokoll so führen.

mein sohn ist 6,5 und nässt jede nacht ein (er war noch nie trocken). aber das sind solche Mengen und dann oft gleich, nachdem er eingschlafen ist (und vorher eigentlich noch zur Toilette war) - ich fass das gar nicht... als würde die urinproduktion erst nachts richtig in gang kommen!

liebe grüße, eine neue :D
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