TVT OP Erfolg auf der ganzen Linie

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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TVT OP Erfolg auf der ganzen Linie

Beitrag #1 von mutti » 18 Feb 2006 16:58


Ich möchte mich kurz Vorstellen und meine kleine Geschichte erzählen.
Ich heiße Andrea bin 38 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder 7 und 11 Jahre alt.
Schon seit der ersten Geburt passierte es mir, dass beim Husten, Niessen und Lachen etwas Urin abging. Das wird schon besser werden, machen sie Beckenbodengymnastik meinten die Ärzte beim Nachfragen, ob man nichts dagegen tun könnte. Nach der zweiten Geburt im Dezember 98 wurde es nartürlich nicht besser. Beckenbodengymnastik war danach wieder angesagt. Habe ich auch immer brav gemacht. Aber es wurde auch nicht besser. Ich habe immer still und heimlich vor mich hingelitten und Einlagen getragen.
Im Januar dieses Jahres übernahm eine neue Frauenärztin die Praxis meines alten FA´s. Mit dem alten war ich schon länger nicht mehr zufrieden und machte deshalb einen Termin bei der neuen Ärztin. Nach der Routineuntersuchung fasste ich mir ein Herz und sprach sie auf meine Inko an. Sie fragte mich wann das Problem denn immer auftreten würde und noch einiges mehr. Danach stellte sie mir eine Überweisung für eine Urodynamik im Krankenhaus aus. Sie rief auch direkt im KH an, um einen Termin zu vereinbaren. Ich konnte direkt nach 3 Tagen zur Untersuchung. Ich hatte panisch Angst, die aber völlig unbegründet war. Es war absolut schmerzfrei. Nach der Untersuchung klärte mich die Oberärztin darüber auf das für mich eine TVT OP infrage kommen würde.
Da ich mich schon vor der Untersuchung über Inkontinenz informiert hatte, wusste ich ja, dass es eigentlich nur ein kleiner Eingriff war, der mich von meinem Leiden befreien sollte.
4 Wochen später, mit Einweisung von meine FÄ, ging ich ins KH. Am Dienstag am 14.02. wurde ich operiert. Leider unter Vollnakose. Die Ärzte hatten mich überzeugt, dass es wohl so besser wäre. Und Husten muss bei der OP keiner mehr, heute weiss man, wie fest man das Bändchen ziehen muß.
Leute was soll ich Euch sagen schon am nächsten Tag konnte ich feststellen, dass die OP hält, was sie verspricht. Beim Husten und Niessen lief nichts mehr aus


:lach:

Jetzt sehe ich erstmal in eine kontinente Zukunft.

Falls Ihr noch Fragen habt, her damit.

Schöne Grüße Andrea
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Beitrag #2 von Jens Schriever » 18 Feb 2006 18:00


Hallo Andrea

Es freut mich dass deine TVT-OP so erfolgreich verlaufen ist. Solche Erfolgserlebnisse machen auch anderen Betroffene Mut. Leider kommen solche Berichte hier nicht so oft vor.
Ich hoffe das dieses Ergebnis auch lange Jahre erhalten bleibt.

Gruß Jens
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Beitrag #3 von biene maja » 27 Apr 2006 21:57


Hallo!
Dein Artikel macht mir echt Mut! Ich stehe auch kurz vor der TVT-OP.
Ich bin 32 und habe mein 3. Kind bekommen. Bin seit der Geburt meines ersten Kind inko und habe einfach keine Lust mehr! Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie es sein soll, wieder vollkommen trocken zu sein. Hoffentlich klappt das auch so toll wie bei dir! Der Arzt ist zuversichtlich!
Alles Gute und liebe Grüße!
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Beitrag #4 von mutti » 02 Mai 2006 19:04


Na, dann wünsch ich Dir alles Gute für die OP. Meld Dich doch mal hinterher wie es gelaufen ist.

mutti
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Beitrag #5 von welute » 03 Mai 2006 10:30


Es ist toll, das Dir geholfen wurde.

:lach:

Bei einer sog. "Stress"-Inkontinenz hat man mit dieser TVT-OP die besten Erfahrungen.

Schön, dass Du Dich hier mit diesem Erfolg gemeldet hast.
Elisabeth
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Bleibt mutig!
Es geht immer weiter, man muss nur daran glauben.
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Beitrag #6 von welute » 03 Mai 2006 10:31


Übrigends wünsche ich Allen einen wunderschönen Sommer !!!!
Elisabeth
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Beitrag #7 von biene maja » 13 Mai 2006 21:21


Hallo mutti,

vielen Dank für deine guten Wünsche.
Gestern habe ich unter Vollnarkose eine Zuidex-Entfernung gehabt; das war gar nicht schlimm. Heute hat der Arzt mir bei der Nachuntersuchung gesagt, dass in 6 Wochen die TVT-OP folgen kann. Ich freu mich schon...

Was mir allerdings zu schaffen macht: er hat gesagt, dass ich zwar nach 2 Tagen entlassen werden kann, dann aber mind. eine Woche lang zu Hause gar nichts heben darf, danach nur wenig, später eigentlich nie mehr schwer! Konntest du das realisieren? Und wie sieht der Erfolg bei dir heute - nach 3 Monaten- aus? Immer noch alles gut? Machst du Beckenbodengymnastik? Das habe ich schon hinter mir und der Arzt hat es auch für die Zeit "danach" empfohlen.

Ich würde mich sehr über eine kurze Antwort von dir freuen!

Ich freue mich schon riesig darauf, mir meinen 3 Kindern (5, 2 und 4 Monate) endlich mal wieder unbeschwert ins Schwimmbad zu gehen, ein Wettrennen zu machen...

Herzliche Grüße,
Biene Maja
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Beitrag #8 von eckhard11 » 14 Mai 2006 01:09


Machst du Beckenbodengymnastik? Das habe ich schon hinter mir und der Arzt hat es auch für die Zeit "danach" empfohlen.

Liebe Biene,

eine Beckenbodengymnastik ist nicht mit einem Beckenbodentraining zu vergleichen !!

Das ist so, als wenn Du im Studio in einer Damengruppe nach rhythmischen Klängen auf irgendwelchen Teppichen herumhoppelst oder ob Du an die Geräte gehst, um Muskeln zu trainieren !
Der Unterschied ist eklatant.
Einen Armmuskel kannst Du auch nicht dadurch trainieren, nur weil Du zwanzigmal am Tag ein Bierglas hochhebst. ( Ich meine jetzt nicht Dich, sondern dies ist nur ein Anschauungsbeispiel )
Diese Bälle oder Kissen oder ähnliche Spassigkeiten wiegen auch nicht mehr, was willst Du durch einen solchen Unsinn also trainieren ??

Du musst keine Beckenbodengymnastik machen, sondern ein Beckenbodentraining !

Leider gibt es hier völlig unterschiedliche Meinungen zur Ausführung des "richtigen" Trainings.
Die einen Fachleute sagen, ganz leicht ( wie der Flügelschlag eines Schmetterlinges oder der Lidschlag des Augenlides ), die anderen wiederum behaupten, nur ein exzesszives Training würde den gewünschten Erfolg bringen.
( Aber keiner sagt, eine Gymnastik wäre ausreichend !! )

Also, ich persönlich halte nicht viel von den Trainingsmethoden, welche in den Rehakliniken oder von den Physiotherapeuten angeboten werden.
Diese sind immer sehr allgemein und in keiner Weise auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt.
Da sitzen dreissig Leute mit unterschiedlichsten Problemen und machen alle dasselbe.
Irgendwelche Kinkerlitzchen mit Bällen oder Kissen sind meiner Meinung nach uneffektiv !

Meinen - selbstverständlich subjektiven - Trainingsplan kannst Du im Forum "Blase und Prostata" unter "Beckenbodentraining" nachlesen.

Der Beckenboden ist ein Muskel, den man auch wie einen Muskel trainieren muss.
Da reicht eine Gymnastik oder das Einklemmen von Bällen mit gleichzeitigen Wiegen der Beine "nach links und nach rechts, nach links und nach rechts und nochmal nach links und nach rechts" lange nicht aus !!!
Das ist verlorene Zeit und vergebene Mühe.......

Also versuche einmal ein Training zuhause, allein, bevorzugt in der Badewanne.
Gymnastik mag Dich geschmeidig halten ( auch nicht zu verachten ), aber Dein Beckenboden wird dadurch nicht oder nur kaum gestärkt !

Und nur ein starker, trainierter Beckenbodenmuskel ist in der Lage, die Inkontinenz zu lindern oder gar zu beenden.


Ich lege mich jetzt - beckenbodentrainiert und gesättigt - wieder nieder .sleep:
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Beitrag #9 von mutti » 12 Jun 2006 21:56


Hallo biene maja,
entschuldige, dass ich erst jetzt Antworte, das Thema ist für mich nicht mehr so wichtig. Also ich war ab der OP 5 Tabe im KH. Die Ärzte meinte es wäre besser länger zu bleiben, damit das Band festwachsen kann. 6 Wochen nach der OP durfte ich nicht schwer heben. Das ging ganz gut, mein Sohn (11 Jahre) musste öffters Wäschekörbe hin und her tragen. Wasser schleppen musste ich auch nicht, hat mein Mann übernommen. Danach habe ich dann langsam wieder anzufangen schwer zu heben.
Nie mehr Schwer heben - Nein kann ich nicht bestätigen. Ich habe sogar letzte Woche im Garten einen Baum alleine ausgegraben und gezogen und gemacht und getan, also mit ganzem Körpergewicht auch drangezogen.
Ja, und ich kann mit freuden sagen: Ich bin immer noch kontinent.
Ja und Beckebodengymnastik oder von mir aus Trainig mache ich immer noch zwischendurch. Aber nicht mehr so intensiv wie vor der OP. Der Anreiz fehlt irgendwie, wofür denn, ich bin kontinet. Das sind meine Gedanken im Kopf. Gut ist das allerdings nicht. Also versuche ich immer wieder zwischendurch etwas Training zu machen.
Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen. Ich werde mich bemühen öffters ins Forum zu schauen. Ich gelobe hiermit Besserung. :fleissig:

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