Blasenschwäche ohne Ursache?-Dranginkontinenz

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Blasenschwäche ohne Ursache?-Dranginkontinenz

Beitrag #1 von Luna » 13 Apr 2006 10:43


Hallo,

Ich schildere jetzt nochmal mein Blasenproblem und vielleicht hat irgendjemand ne Idee...:
Seit ich mich erinnern kann muss ich einfach ständig zur Toilette und vermeide deshalb zu Trinken,wenn ich nicht gerade allein zu Hause bin.Auch verliere ich schon genauso lange Urin,teils ohne es vorher zu merken,teils ist der Drang so groß,dass es einfach rauskommt.Im Sitzen muss ich regelrecht alles anspannen,um das Rauströpfeln zu vermeiden.Ich bin seit ca. meinem 15. Lebensjahr in urologischer Behandlung,habe alle Medikamente durch,festgestellt wurden eine verengte Harnröhre,die bougiert und geschlitzt wurde,ohne Besserung,Urodynamik,Uroflow,---> zu hoher Blasendruck,beim Ultraschall war nichts Auffälliges,ebenso hat die Neurologie nichts gefunden,im Nov. 2004 wurde eine Rötung der Innenwand gesehen,welche meine Urologin nicht weiter gestört hat,es wurden Uropol-Instillationen gemacht,hat auch nichts gebracht,und zur Zeit nehme ich Oxybutinin,5mg,3 Mal täglich.Ich verwende Blasenschwäche-Einlagen,habe aber Angst,dass trotzdem etwas rauslaufen könnte (bis jetzt war es immer "nur" Tröpfeln").Übrigens habe ich auch mind. seit 1/2 Jahr oft stechende und brennende Schmerzen in der Blase/Harnröhre,besonders morgens.
Ich bin deswegen in psych.therap. Behandlung,denn dieses Problem belastet mich enorm.Ich bin kurz vor den Abi-Prüfungen und ich hab schon jetz furchtbar Angst davor,weil ich ständig "muss".Ich meide "gesellige Runden",lange Fahrten,Kinos,Theater,Discos,kurz,alles,was nicht zu Hause ist.
Übrigens wurde noch keine Zystoskopie gemacht,soll ich meine Urologin drauf ansprechen?Und wäre eine OP denkbar?Wichtig ist auch noch,dass ich es schon bis 550 ml anhalten kann (evtl. nur durch das Medikament?),habe es jedenfalls so gemessen.Jedoch gehe ich viel öfter,weil ich ja nicht einnässen will und außerdem ist es sehr unangenehm und schmerzhaft.
Wenn jemand ähnliche Beschwerden hatte und dem/der geholfen wurde,würde ich mich über einen Rat freuen.Oder wenn ihr sonstige Vorschläge habt,was ich jetzt noch machen soll...
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Luna
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Vorschläge oder Gedanken. Inko "ohne"Grund

Beitrag #2 von klaro (+16.05.2008) » 13 Apr 2006 21:04


Hallo Luna

Ich kann dir nicht die Antworten geben, die du erhoffst. Aber ich denk drüber nach. Hab mir deine Beiträge grob noch mal angesehen.
Also erstens mal, Blasenschwäche-OHNE Grund, mag man mal so sagen. Wobei ich nicht denke, dass es ohne Grund ist, sondern ohne „erkannten“ oder „medizinisch erkannten“ und/oder ohne gefundenen,Grund.

Sovieles spielt in unserem Körper zusammen, ohne dass wir einen Grund erkennen können und doch ist das Zusammenspiel da, vom Körper, Seele und Geist (oder wie man das alles nennen mag).

Wegen der Zystoskopie, klar , frag deinen Arzt, was los ist. Du bist der Patient. Oft ists für Aerzte zu normal, den Befund einfach zu Akten legen und mal warten. Wehre dich, frag nach, orientier dich. Dazu hast du das Recht. Sicherheit mindert Angst!

Was mir beim lesen wieder auffiel, mal früher die unregelmässige bis zu seltene Menstruation. 2 mal pro Jahr??

Dazu das sic beschränken der Aktivitäten, Kino, gesellige Anlässe, etc, alles was ausser Haus eben ist. Folge, Isolation und Angst.

Ebenso das nicht trinken auf Angst. Folge, der Körper bekommt „nur „ knapp genug Flüssigkeit, wenn du brav zu Hause sein kannst, also nichts los hast. Andernseits hat der Körper zu verzichten auf das Lebens-Wichtige Nass, das Trinken.

Folglich werden Niere und Blase nie richtig durchgespült und so kann man sich schon wundern, wenn am morgen der Harnleiter, Harnröhren ausgang, dann brennt. Was wiederum Schmerzhaft ist und wiederum den Trinkkonsum einschränkt, weil’s wasserlassen ja Schmerzen auslöst.

Dann schreibst du, dass du nur tröpfchen weise immer verlierst, doch deine Angst ist immer so überaus gross, dass du vor jeder aktivität Angst hast.

Nun mal ne Frage, das Thema Lebensmüde, war ja auch mal schon dabei.

Banale Frage, aber stelle sie doch mal zum nachdenken.

Die Inko bereitet dir Isolation und Angst und depressive Phasen.ja??

Dreh das mal um.

Du hast Mühe mit integrieren, ziehst dich zurück, weil du Angst hast und das wiederum löst Inko verstäkrt aus.

Könnte ja auch sein, soviel zur Frage, Inko ohne Grund`??

Ich meine, es gibt nie, „KEINEN Grund“.

Wenn ich mal Thema wechsel machen darf, wie sieht denn dein essverhalten aus? Irgnedwo las ich, dass du wahnsinnig aufpasst und gukkst, was nicht zu stark entwässert.

Kann es nicht sein, dass sich alles nur noch um das Problem Inko dreht und.. dabei andere wirkliche Auslöser übersehen oder cachiert werden?

Dies schreibe ich, weil ich selber, so Phasen weiss aus meiner Vergangenheit, wo irgendwas ein anderes leiden versteckt, verdrängt hat. Das lief ganz automatisch ab.

Wenn ich z,b.Aus Magersuchtszeiten , ebenso Boulimie,berichten würd…. Da gibt es ähnliche Passagen…. Wo so vieles versteckt, verdeckt wird.. nur noch das Essproblem sichtbar ist. Das trinkverhalten. Nur noch das Thema gibt es, dabei lag der Anorexie(Magersucht) ganz anderes zugrunde.

Hoffe du nimmst mir dies alles nicht allzu übel. Wenn du aber schon in psycho Therapie bist, wie wäre es, wenn du mal über meine Punkte redest, wie das sein könnte, in deinem Fall.

Weißt du, für mich gibt’s“ keine“ INKO, ohne Grund.

Das wollte ich dir damit sagen. Im Moment nimmt deine angst überhand, dies beeinflusst deinen Alltag, dein Isolieren, deine depr. Momente, einen Kreislauf, den es toll wäre durchbrechen zu können.

Viel Mut Luna.
Und denk dran, es sind keine Vorwürfe. Aber dein Essverhalten zu alledem, würd mich enorm interessieren. Hat nichts mit Inko zu tun, wohl aber mit dem Titel „inko ohne Grund?“

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