Inkontinenz nach HWS-Fraktur

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Inkontinenz nach HWS-Fraktur

Beitrag #1 von olki » 19 Dez 2006 19:55


Da ich hier neu bin will ich mich zunächst einmal vorstellen ich bin35 Jahre alt und leide seit langer Zeit unter Harninkontinenz.
Mit sehr viel Druck meiner Frau habe ich mich nun entschlossen einen Arzt aufzusuchen.
Nun habe ich diesbezüglich drei Fragen die ich gerne im Vorfeld beantwortet hätte und würde mich sehr freuen wenn ihr mir helfen könntet.
1. Zu welchem Arzt (Hausarzt o.Urologe)?
2. Was erwartet mich dort?
3. Ich habe mir vor ebenso langer Zeit zwei Halzwirbel gebrochen und mich würde nun interessieren ob das die eigentliche Ursache der Inko. sein könnte,
Ich habe allerdings schon vorher Probleme mit der Inko gehabt allerdings nur unter starken Alkoholeinfluss.(bin Alkoholiker seit 5 Jahren trocken)
Ich bin mir bewusst dass die Frage schon sehr speziell ist aber vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen.

Vielen dank
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olki
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Beitrag #2 von Brandy » 13 Jan 2007 11:30


Hallo olki,

Du hast deine Fragen schon vor einiger Zeit gestellt. Ich denke es wird Zeit, dass dir einmal jemand darauf antwortet.

Zu deiner ersten Frage:
Ich würde zuerst zum Hausarzt gehen. In Österreich ist es zumindest so, dass man (außer bei Besuch eines Wahlarztes) eine Überweisung vom Hausarzt benötigt.
Abgesehen davon solltest du auch schon beim Hausarzt eine Harnprobe abgeben können. Der kann sie dann untersuchen und dir wenn notwendig ein Anibiotikum gegen einen eventuellen Harnwegsinfekt verschreiben. Vielleicht hat sich dein Inkontinenz-Problem gegebenenfalls nach Einnahme der Antibiotika auch schon erledigt.

Zur 2. Frage:
Der Urologe hat natürlich darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten, dich bezüglich Inkontinenz genauer zu untersuchen (z. B. Ultraschall des oberen und unteren Harntrakts, Urodynamik, ...)

Zur 3. Frage:
Um einen Zusammenhang zwischen HWS-Fraktur und Inkontinenz zu beurteilen, wäre neben dem Besuch eines Urologen auch der Besuch eines Neurologen ratsam.

Ich hoffe, dir mit diesen Anmerkungen ein bisschen weitergeholfen zu haben.

Gruß
Brandy
Zur Abklärung, ob
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Re: Inkontinenz nach HWS-Fraktur

Beitrag #3 von wernermeurer » 13 Jan 2007 12:23


olki hat geschrieben:Da ich hier neu bin will ich mich zunächst einmal vorstellen ich bin35 Jahre alt und leide seit langer Zeit unter Harninkontinenz.
Mit sehr viel Druck meiner Frau habe ich mich nun entschlossen einen Arzt aufzusuchen.
Nun habe ich diesbezüglich drei Fragen die ich gerne im Vorfeld beantwortet hätte und würde mich sehr freuen wenn ihr mir helfen könntet.
1. Zu welchem Arzt (Hausarzt o.Urologe)?
2. Was erwartet mich dort?
3. Ich habe mir vor ebenso langer Zeit zwei Halzwirbel gebrochen und mich würde nun interessieren ob das die eigentliche Ursache der Inko. sein könnte,
Ich habe allerdings schon vorher Probleme mit der Inko gehabt allerdings nur unter starken Alkoholeinfluss.(bin Alkoholiker seit 5 Jahren trocken)
Ich bin mir bewusst dass die Frage schon sehr speziell ist aber vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen.

Vielen dank


Hallo!

Ich denke, dass die HWS-Fraktur Deine Inkontinenz auslöst. Ich würde zum Urologen gehen. Ob Du direkt zum Urologen oder mit einer Überweisung vom Hausarzt dorthin kommst, ist nur für die Zuzahlung interessant. Mir wurde vom Urologen dringend empfohlen, eine Urodynamik machen zu lassen. Dazu musste ich sogar ambulant in ein Krankenhaus. In der Regel soll abgeklärt werden, ob ein Rückstau bis in die Nieren geschehen kann.
Das ist bei mir zwar nicht der Fall, jedoch wurde ich danach auf Einmal-Katheter umgestellt.
Ich bin seit dem fast dicht, wenn ich entsprechend meinen Trinkmengen regelmäßig katheter. Ich finde es sehr angenehm, wenn ich nicht immer ein Kondomurinal tragen muss.
Wenn ich zur Arbeit gehe, trage ich zwar weiterhin ein Kondomurinal, da ich eventuell nicht regelmäßig genug bzw. nicht schnell genug auf Toilette komme.

Gruß
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Beitrag #4 von olki » 14 Jan 2007 20:25


Dank an euch für eure Antworten!
Ich werde wohl demnächst einfach mal zum Hauarzt gehen und dann mal sehen wie es weiter geht.
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Beitrag #5 von welute » 15 Jan 2007 10:26


Hallo,

auf jeden Fall musst Du Dich einem Urologen vorstellen. Ob über Deinen Hausarzt oder Direkt, bleibt Dir überlassen.

Die HWS-Fraktur kann damit zu tun haben, aber das muss abgeklärt werden.

Auf jeden Fall - zum Arzt!!

Gruß
Elisabeth
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Bleibt mutig!
Es geht immer weiter, man muss nur daran glauben.
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Beitrag #6 von Werner Holmans » 15 Jan 2007 19:40


Hallo,
eine Halswirbelfraktur kann eine Inkontinenz hervorrufen, wenn mit dieser eine Lähmung verbunden ist (bei Halswirbelfraktur bis ganz nach unten). Dies hätte man, so denke ich schon bei deiner Enlassung aus dem Krankenhaus und bzw. der Raha feststellen müssen. Nach der Halswirbelfraktur, wenn es wirklich eine war, bist du doch noch sehr lange in ärztlicher Betreuung, wo auch alle erforderlichen Untersuchungen angeregt werden. Sprech einfach mit dem Arzt über dein Problem, er kennt ja deine gesamte Krankengeschichte.
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Beitrag #7 von olki » 22 Jan 2007 17:11


Hallo Werner
Als kleine Info.
Also, es war eine HWS-Fraktur am 5. und 6. Halswirbel ,nach 10 Tagen wurde ich bereits wieder entlassen, eine Reha wurde nicht durchgeführt.
(HWS wurde mit vier Schrauben und einer Metallplatte wieder in Form gebracht.)
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