Dranginkontinenz

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Dranginkontinenz

Beitrag #1 von gumberl » 28 Jun 2003 21:32


Hallo, ich wüsste gerne mal, welche Behandlungsmöglichkeiten bei Dranginkontinenz es gibt. Ich habe es Phasenweise, mal ganz wenig, mal heftig. Ich habe einen Zusammenhang mit äußeren Einflüssen (Stress im Beruf) festgestellt, ist es bei Anderen auch so?? Teilweise leert sich dann die ganze Blase, wenn ein bestimmter Punkt überschritten ist und keine Toilette in der Nähe, deshalb nehm ich nun präventiv Tena Maxi, hab auch keine Probleme mit dieser Unterwäsche ;-)....
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Beitrag #2 von Helmut » 29 Jun 2003 15:19


Hallo gumberl,

nun es gibt eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten bei Dranginkontinenz, das richtet sich nach der Stärke deiner Beschwerden. Damit du dir ein Bild machen kannst, was es alles für Möglichkeiten gibt, schaust am besten auf unsere Themenseiten "Zum Thema --> Harninkontinenz --> ...........". Dort findest schon einmal einen Überblick, was es alles gibt. Wenn du noch weitere Fragen dazu hast, dann meldest dich einfach nochmal.

Gruß Helmut :sm4:
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Beitrag #3 von gumberl » 29 Jun 2003 17:52


Hallo Helmut, danke für die prompte Antwort. Ich habe bereits Medikamente (Dridase, Trospi, usw) verschrieben bekommen. Es war auch eine gewisse Besserung zu spüren, allerdings um den Preis von für mich nicht akzeptablen Nebenwirkungen. Mir war Übel und ich habe mich gefühlt, als ob ich die ganze Zeit "neben" mir gestanden hätte. Außerdem hatt ich Kopfschmerzen.... Da ist die nasse Windel für mich persönlich das geringere Übel, zumal meine Frau damit ebenfalls keine Probleme hat. Mich würde interessieren, was es außer OP's an weiteren Behandlungsmethoden gibt. Die Diagnose des Urologen lautete auf "ideophatische Dranginkontinenz", kann ich auch nicht allzuviel mit anfangen...
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Beitrag #4 von Helmut » 29 Jun 2003 18:45


Hallo gumberl,

also "ideophatische Dranginkontinenz" bedeutet soviel wie Dranginkontinenz mit unbekannter Ursache. Nun die Nebenwirkungen dieser Medikamente sind schon Erheblich, daher nehme ich selber seit vielen Jahren auch keine mehr. Wie du schon sagtest, sind auch mir da die Windeln lieber. Ich habe mich damit abgefunden, daß sie mir wohl für immer erhalten bleiben.

Bei Dranginkontinenz gibt es außer den Medikamenten und der Operation nicht viel Möglichkeiten. Du könntest es mit ISK versuchen und so die Blase in bestimmten Abständen zu entleeren oder mit Botulinumtoxin A das die Blasenkapazität etwas steigern kann und somit der Drang später auftritt. Vielleicht suchst auch einmal einen Psychologen auf, denn es könnte auch von daher kommen, wie du schon selber vermutet hast. Sonst wüsste ich jetzt auch keine Möglichkeiten mehr.

Gruß Helmut
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Re: Dranginkontinenz

Beitrag #5 von royaltoon55 » 04 Feb 2015 12:01


Ich habe mich vor 2,5 jahren sterelisieren lassen,seitdem leide ich unter einer Blasenschwäche, bei niesen,husten und bei längeren Unternehmungen geht immer Urin ab.ich muß immer eine Toilette in der Nähe haben sonnst bekomme ich Panik.

Auch wenn ich was getrunken habe ca 2 Gläser Wasser oder Saft muß ich ständig zur Toilette,nachts 4-5 mal. Es ist wirklich sehr unangenehm,deshalb meine Frage muß ich damit zum Arzt und was soll ich dem sagen ich komme mir total blöd dabei vor?
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Re: Dranginkontinenz

Beitrag #6 von Struppi » 04 Feb 2015 16:50


Hallo Royaltoon55,

ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Du hast schon Recht damit, ein Arztbesuch ist fällig und im Grunde unumgänglich. Deine Symptomatik weißt auf eine Dranginkontinenz hin, welche aber gut therapierbar ist (Achtung: ich bin nur medizinischer Laie!). Nichts desto Trotz muss sich die Sache mal ein Arzt ansehen, schon deshalb, um eine etwaige andere Erkrankung auszuschließen.

Beim Arztbesuch kann es sehr hilfreich sein, wenn Du vor dem Besuch ca. 1 Woche lang Dein Trink- und Ausscheidungsverhalten protokollierst (Uhrzeit/Menge getrunken und Uhrzeit/Menge ausgeschieden - ruhig einen Messbecher verwenden). Dem Arzt einfach die bestehenden Probleme schildern, auch die ständige Unterbrechung der Nachtruhe durch die Toilettengänge; das ist sein Job und er hört das bestimmt x mal die Woche :wink: .

Berichte doch mal, wie es bei Dir weiter gegangen ist; ein solches Feedback ist für ein Forum immer sehr wichtig.

Grüße

Hannes
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Re: Dranginkontinenz

Beitrag #7 von frank69 » 16 Jun 2015 20:18


Hallo,
Ich kann mich nur Anschließen, lieber Trage ich für den Rest meines Lebens Windeln, als mich mit immer mehr Medikamenten zu belasten, nehme Aktuell:Valsartan 160mg, Pantroprazol 40mg, Simvastatin 40mg, Folsäure 5mg, bei Bedarf Novaminsulfon 500mg, Metformin 1000mg, Victoza 1,2ml, und einmal im Monat eine Vitamin B12-Spritze!

Mein Urologe hat mir Urivesc Rek. Verschrieben, die ich aber nicht nehmen werde, weil ich schon zu viele Medis nehme, und ich Angst vor Nebenwirkungen habe.

Also lieber die Windeln, es gibt schlimmeres!
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