transurethrale Sphinkterotomie

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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transurethrale Sphinkterotomie

Beitrag #1 von Simone » 22 Jul 2009 07:47


Hallo,
war wieder 10 Tage im Krankenhaus, weil ich eine heftige Nierenbeckenentzündung hatte. Wegen der starken Spastik in meinem Blasenschließmuskel wird die Blase nicht richtig leer und auch der Pflegedienst hat Schwierigkeiten den Katheter einzuführen. Nach dem das Botox immer mehr nachlässt bereits nach nach 4 Monaten soll jetzt eine transurethrale Sphinkterotomie oder ein Stent gesetzt werden. Im Moment habe ich einen cystofix, also Bauchdeckenkatheter und wegen der Stuhlinko trotzdem Windeln. Ich habe Angst schon wieder vor einem neuen Versuch und will vorallem schnell den cystofix los bekommen (mein Pflegedienst ist allerdings froh über den Cystofix). Wer hat Erfahrung mit einer transurethrale Sphinkterotomie ?
Liebe Grüße
Simone
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Beitrag #2 von Helmut » 22 Jul 2009 10:00


Hallo Simone,

solche Probleme mit den Nieren wirst du vermutlich noch häufiger bekommen, wenn nicht einschneidende Maßnahmen ergriffen werden.

Bei der transurethralen Sphinkterotomie wird der Schließmuskel geschlitzt, das zu einer Schwächung der Verschlußkraft führt. Diese Methode ist nicht wieder rückgängig zu machen, da hier der Schließmuskel dauerhaft geschädigt wird.

Der Stent besteht häufig aus einem Draht- oder Kunststoffgeflecht, das im Bereich des Schließmuskels platziert wird und dadurch einen dauerhaften Abfluss des Urins gewährleisten soll. Häufige Komplikationen sind dabei Obstruktionen, also die Verstopfung des Durchgangs durch vernarbendes Gewebe und sich festsetzende Harn-kristalle.

In beiden Fällen wird dadurch nur der Abfluss des Urins gewährleistet, eine Inkontinenz wird nicht gebessert, sie kann sogar noch verstärkt werden.

Es gäbe da vielleicht noch eine Alternative zur transurethralen Sphinkterotomie bzw. zum Stent. Es ist das In-Flow™-System, ein Urethralkatheter aus Silikon mit integriertem Ventil welches mit einem batteriebetriebenen Aktivator bzw. einer Fernbedienung gesteuert wird. Dadurch lässt sich die Blase vollständig entleeren und eine Inkontinenz weitgehend vermeiden. Du solltest es auf alle Fälle deinem Urologen vorschlagen und versuchen, das System zu testen.


Klar ist dem Pflegedienst ein Cystofix lieber, da er ja weniger Windeln wechseln muss. :mrgreen:

Gruß Helmut :wink:
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