Hallo, ich bin Kirstenna

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Hallo, ich bin Kirstenna

Beitrag #1 von kirstenna » 04 Okt 2010 23:57


Durch eine Ms Erkrankung, die die Nerven des "Rückenmarks" geschädigt hat, leide ich an Gehbehinderung - also ich kann nicht sehr weit gehen, laufen, tanzen, springen, länger stehen, Schweres tragen, lange sitzen - und vor allem unter Blasenstörungen mit Restharn. Seit zwei Monaten habe ich herausgefunden, dass ich mir Vorlagen verschreiben kann und nehme Ananimi. Selten habe ich einen Tag dabei, wo ich sie umsonst trug. Beängstigent ist für mich der Restharn. Den ganzen Sommer hatte ich eine latente Blasenentzündung, die nur langsam weicht. Es macht wenig Sinn für mich mit vielen Ärzten - ich bin viel zu vorsichtig und Untersuchungen, die auch noch eine Blasenentzündung entstehen lassen akzeptiere ich nicht. Auch bin ich empört, wie wenig kompetent gerade Urologen oft sind. Von anderen Erkrankungen wie Nerven etc. wissen sie oft zu wenig. Ich versuche es mit meinem Homöopaten. Auf Antibiotika reagiere ich sowieso gar nicht mehr, auf keine einzige Sorte. Ich befasse mich mit dem Gedanken Blasenmeridian, mit speziellen Übungen im Yoga und Massagen. Ich habe auch bei euch gelesen, dass Cranberry Saft gut ist. Ich würde den gern öfter nutzen, aber leider ist er auch sehr teuer! Was Vernünftiges verschrieben wie Inconturina oder Solidagoren kriegt man nicht. Ich habe dank meines Urogynäkologen eine Urovaxum Therapie gemacht. Das hat aber wohl, wie man sieht, nicht so viel gebracht. Was kennt ihr denn noch an guten Hausmitteln wie Bärentrauben, Wermut, Goldrute, Birke und Erika? Kennt einer jemanden, der das wieder hingekriegt hat? Hat jemand Heilerfolge? Kirstenna
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Beitrag #2 von Miriam » 05 Okt 2010 10:33


Hallo Kirstenna,

Du schreibst von Restharn? Wieviel Restharn hast du? Solltest du unbedingt untersuchen lassen - jede Untersuchung abzulehnen ist sicher nicht sinnvoll. Bei zuviel Restharn solltest du über ISK nachdenken. Den wenig Urin in der Blase dank ISK bietet den Bakterien keine Grundlage mehr....

Eine bereits bestehende Blasenentzündung nur mit Naturprodukten los zu werden, das klappt leider nicht. Diese sind aber ideal in der Vorbeugung (wie eben der Cranberry Saft oder die -Kapseln). Und Yoga? Gegen existierende Bakterien in der Blase hilft das nicht. Wer das verspricht den ignoriere besser.

Auf Antibiotika reagiere ich sowieso gar nicht mehr, auf keine einzige Sorte.


Wenn deine Ärzte bei einer nach deiner Beschreibung länger andauernden Blasenentzündung keine Kultur anlegen und dadurch testen lassen, welches gegen deine Bakterien wirkt, dann solltest du wirklich besser wechseln. Breitbandantibiotika auf Verdacht - das macht in so einen Fall keinen Sinn.

Gruß,

Miriam
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Beitrag #3 von Gabi » 06 Okt 2010 11:33


Hallo Kirstenna

Du solltest wirklich zum Arzt. Den Restharn messen lassen ist keine große Sache, das macht er mit Ultraschall. Was die Bakterien betrifft, sollte der Arzt eine Kultur anlegen und die Bakterien
bestimmen, so kann er gezielt ein Antibiotikum einsetzen. Alles andere kannst du vergessen. Es wird nur schlimmer. Ich mache ISK und habe auch mit ständigen HWI zu kämpfen. Seit 2 Monaten wurde ein Keim festgestellt, der sehr hartnäckig ist, und nur mit einer Langzeit-Antibiotikatherapie
zu behandeln ist. Vielleicht hast du den selben Erreger. Cranberry, und Methionin sind nur zu Vorbeugung um den Harn anzusäuern. Fass dir den Mut, und gehe doch wieder zum Arzt.

Viele liebe Grüße

Gabi
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Beitrag #4 von kirstenna » 06 Okt 2010 15:06


Danke schön für die Nachricht. Was ist das, ISK?
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Beitrag #5 von kirstenna » 06 Okt 2010 15:35


Hallo, danke für eure Nachricht,
Antibiotikum ist ungünstig für die neurale Erkrankung und wie gesagt wirkt es bei mir nicht. Bei einigen Blasenentzündungen wurden auch Kuturen angelegt und dennoch kam keine Wirkung zustande. Der Restharn wurde gemessen und war so gerade knapp unter der Grenze, irgendetwas mit 60 habe ich mir gemerkt. Nun, es wird langsam besser. Da ich damit aber viel zu tun habe, interessiert es mich, ob jemand das ganz weg gekriegt hat und wie. Ferner interessierte es mich ob jemand mit Blasenmeridianbehandlungen Erfolg hatte.
Viele Grüße von Kirstenna
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Beitrag #6 von Ines S. » 06 Okt 2010 21:10


Hallo Kristina,

ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen.

Bei Restharn macht wirkich Sinn den ISK (intermitierender Selbstkatheterrismus)

Siehe auch hier:http://www.mein.coloplast.de/lebenmitinkontinenz/lebenmitblasenschwaeche/intermittierenderselbstkatheterismus/pages/iskwasistdas.aspx


Ich mache das selber auch, bedingt durch eine Rückenmarkserkrankung hatte ich auch viel zu viel Restharn.

Zur Prophylaxe gibt es Cranberry oder Acimol oder wenn es gar nicht anders geht, ein niedrig dosiertes Dauer-A B.

Gerade bei neurologischen Erkankungen ist der "normale" Urologe überfordert.

Da kann ich Dir nur empfehlen, Dich an eine Neuro-Urologie zu wenden.

Wenn Du mir Deinen Wohnort nennst, könnte ich dir da eine Adresse nennen.


Gruß
Ines
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Beitrag #7 von kirstenna » 07 Okt 2010 16:35


Hallo Ines, danke, das ist komplett neu für mich, klingt gut, Neuro-U., jemand der von beidem Ahnung hat. Ich suche gleich mal ob ich einen finde in Berlin...
Viele Grüßevon Kirsten
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Beitrag #8 von Ines S. » 07 Okt 2010 20:08


Hallo,

in Berlin gibt es im UKB eine Neuro-Urologie. Siehe heir http://www.ukb.de/de/main/klinik_fuer_u ... ologie.htm

Bei weiteren Fragen, kasst Du dich gerne bei mir melden.

Viele Grüße
Ines
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