Behandlung Verengung der Harnröhre/Blasenhals

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

Moderatoren: Benjamin, MSN, Marco N., Georges, Marilee

Behandlung Verengung der Harnröhre/Blasenhals

Beitrag #1 von Lacus » 11 Mai 2014 16:22


Behandlung Verengung der Harnröhre/Blasenhals

Meine Name ist Lacus/Robert. Ich bin fast neu in diesem Forum und habe in den letzten Tagen mein nachfolgendes Anliegen gepostet, doch bisher keine Nachricht erhalten. Falls mir dabei Fehler unterlaufen sind, bitte ich um Entschuldigung und Mitteilung.

Seit einer Prostata-Krebsoperation im November 2004, hat sich in den vergangenen Jahren die Harnröhre/der Blasenhals an der Stelle oberhalb des Schließmuskels, an der die Harnröhre während der Operation getrennt und wieder zusammengesetzt wurde, erheblich verengt. Wahrscheinlich sind auch die anschließenden 33 Bestrahlungen vom März bis Mai 2005 nicht ohne negative Wirkungen geblieben.
Es wurde daraufhin am 11. Februar 2014 eine Blasenhalskerbung durchgeführt. Es konnte jedoch keine Verbesserung erzielt werden. Das Gegenteil ist der Fall. 7 Tage nach dem Eingriff, ich war wieder zu Hause, bekam ich einen Harnverhalt. Es wurde ein Katheder in die Harnröhre eingeführt und nach 5 Tagen wieder entfernt. Meine Situation hat sich dann laufend verschlimmert. Nachts musste ich zwischen 6 und 9 Mal auf die Toilette gehen. Die Urinabgabe schwankte dann zwischen 100 ml und gegen Morgen 20 ml. Am 15. April 2014 bekam ich nachts gegen 1 Uhr wieder einen sehr schmerzhaften Harnverhalt. Meine Frau brachte mich zum ärztlichen Bereitschaftsdienst. Glücklicherweise war dies ein Urologe, der mir wiederum einen Harnröhrenkatheter einführte. Die Harnmenge, die sich angesammelt hatte betrug 600 ml. Nach 4 Tagen wurde vom Hausarzt eine Urinprobe genommen und die Nieren per Ultraschall überprüft, da es mir nicht gut ging und ich in den vergangenen 2 Monaten 6 kg (jetzt 74 kg bei einer Größe von 1,81 m, Alter 77 Jahre) abgenommen hatte. Es stellte sich heraus, dass eine Keimbelastung da war, die mit dem Antibiotikum CIPRO BASIS 500 innerhalb von 5 Tagen behandelt wurde. Am vergangenen Montag, 5 Tage nach der Behandlung, wurde wieder eine Urinprobe untersucht. Das Ergebnis ist vorerst negativ, doch das endgültige Resultat erfahre ich morgen.
Inzwischen hatte ich am 07.05.2014 ein Termin bei dem mich behandelnden Urologen, da vorher kein Termin verfügbar war. Dieser Urologe hatte auch die Blasenkerbung in einer Klinik veranlasst. Nach dem bisher Geschehen sind nun folgende Behandlungen möglich. Eine erneute Untersuchung in einer renommierten urologischen Abteilung einer Klinik in Hannover und nachfolgender Behandlung, mit sehr ungewissem Ausgang. Wenn dies nicht gemacht wird, kommt wahrscheinlich nur ein suprapubischer Blasenkatheter in Frage.
Hat jemand ähnliche Erfahrung und kann mir diese und jene Hilfestellung zukommen lassen. Ich bedanke mich schon jetzt für jeden Beitrag. Schön wäre es wenn auch ein Urologe mir raten kann. Also nochmals vielen herzlichen Dank von jemandem der dankbar ist, dass er diese Hilfe in Anspruch nehmen kann.
Benutzeravatar
Lacus
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 2
Alter: 80
Registriert: 27 Apr 2014 21:31
Geschlecht: Männlich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: Harn
Hilfsmittel: seit 10 Tagen Dauerkatheter über Harnröhre

Re: Behandlung Verengung der Harnröhre/Blasenhals

Beitrag #2 von Helmut » 12 Mai 2014 23:12


Hallo Lacus,

Vernarbungen der Harnröhre sind oft eine Ursache für Verengungen der Harnröhre welche zu einer Abflussbehinderung führen. Ich vermute mal dass du deswegen auch höhere Restharnwerte hast. In einigen Fällen kann ein Stent eine Hilfe sein, hier wird ein Drahtgeflecht an der Engstelle eingebracht welche den Durchfluss offen halten sollen. Allerdings ist das nur als vorübergehende Maßnahme gedacht und nicht als Dauerlösung.

Es muss nicht unbedingt ein suprapubischer Blasenkatheter sein, du könntest auch mit ISK (intermittierender Selbstkatheterismus) deine Blase regelmäßig entleeren um den Restharn zu verhindern bzw. zu verringern.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
Benutzeravatar
Helmut
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 1987
Bilder: 7
Alter: 53
Registriert: 01 Dez 2002 01:59
Wohnort: Augsburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Harn und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Attends Regular M10 Windelslips, Irrigation mit Irrimatic R

Re: Behandlung Verengung der Harnröhre/Blasenhals

Beitrag #3 von Lacus » 13 Mai 2014 11:36


Hallo Helmut,
vielen Dank für Deine hilfreiche Nachricht. Gestern habe ich mit meinem Hausarzt abgesprochen, dass er eine Untersuchung des derzeitigen Zustandes der Harnröhre und Blase in einer urologischen Klinik in Hannover veranlasst, bevor wir dann eine endgültige Entscheidung treffen. Ich hoffe, dass ich möglichst umgehend einen Termin bekomme und werde über das Ergebnis berichten.
Nochmals vielen Dank. :oops:
Lacus/Robert
Benutzeravatar
Lacus
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 2
Alter: 80
Registriert: 27 Apr 2014 21:31
Geschlecht: Männlich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: Harn
Hilfsmittel: seit 10 Tagen Dauerkatheter über Harnröhre


Zurück zu Diagnostik und Behandlung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron