Erneuter Rektumprolaps - was tun ?

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Erneuter Rektumprolaps - was tun ?

Beitrag #1 von mpcberlin » 15 Feb 2015 10:07


Nach einer makro-endoskopischen OP kam es nach kurzer Zeit (ca. 1 Monat) zu einem erneuten Rektumprolaps und Stuhlinkontinenz.
Was bedeutet das für uns, welche weiteren Therapiemöglichkeiten gibt es oder sogar eine neue OP ?
Patient ist weiblich, 80 Jahre mit vaskulärer Demenz.

Hat jemand das schon durchgemacht. Wie ging es weiter ?
Vielen Dank für Erfahrungsberichte.
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Re: Erneuter Rektumprolaps - was tun ?

Beitrag #2 von Helmut » 15 Feb 2015 18:25


Hallo mpcberlin,

erst mal herzlich willkommen bei uns hier im Forum. :sm13:

Dass es nach einer Rektumprolaps Operation zur Stuhlinkontinenz kommt, ist eher selten. Normal wird diese Operation gemacht wenn es zu keiner vollständigen Darmentleerung kommt und oft dabei auch noch eine Stuhlinkontinenz besteht. Danach sollte eigentlich auch die Stuhlinkontinenz behoben sein. Was sagt denn der Proktologe zu dem Fall?

Ob nun eine erneute Operation sinnvoll ist oder ob die Stuhlinkontinenz mit Vorlagen/Windeln und/oder einen Darmmanagement mit gezielter Darmentleerung etwa durch eine Irrigation begegnet wird, kann am besten der behandelnde Arzt/Proktologe entscheiden. Auch Analtampons könnten ein nützliches Hilfsmittel zur konservativen Behandlung darstellen.

Gruß Helmut
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Re: Erneuter Rektumprolaps - was tun ?

Beitrag #3 von mpcberlin » 15 Feb 2015 20:18


Helmut hat geschrieben:Hallo mpcberlin,

erst mal herzlich willkommen bei uns hier im Forum. :sm13:

Dass es nach einer Rektumprolaps Operation zur Stuhlinkontinenz kommt, ist eher selten. Normal wird diese Operation gemacht wenn es zu keiner vollständigen Darmentleerung kommt und oft dabei auch noch eine Stuhlinkontinenz besteht. Danach sollte eigentlich auch die Stuhlinkontinenz behoben sein. Was sagt denn der Proktologe zu dem Fall?

Ob nun eine erneute Operation sinnvoll ist oder ob die Stuhlinkontinenz mit Vorlagen/Windeln und/oder einen Darmmanagement mit gezielter Darmentleerung etwa durch eine Irrigation begegnet wird, kann am besten der behandelnde Arzt/Proktologe entscheiden. Auch Analtampons könnten ein nützliches Hilfsmittel zur konservativen Behandlung darstellen.

Gruß Helmut


Hallo Helmut und danke ersteinmal für Antwort,

beim Proktologen waren wir noch nicht. Die Stuhlinkontinenz ist nicht durch die OP, sondern bestand schon vorher da der Anus nicht mehr richtig schliesst. Folge : Mastdarm tritt hervor und ist ein zusätzliches Problem. Bei der OP wurde ein Teil Darm gekürzt, also entfernt. Nun tritt der aber wieder hervor und es blutet auch, da der Patient Blutverdünner einnimmt.
Analtampons und Irrigation ist leider für einen 80 jährigen alleinstehenden, demenzkranken Menschen zu kompliziert in der Anwendung.
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Re: Erneuter Rektumprolaps - was tun ?

Beitrag #4 von Helmut » 16 Feb 2015 10:48


Hallo mpcberlin,

gut, dein Einleitungssatz im ersten Beitrag war etwas missverständlich geschrieben. Eigentlich sollte die Stuhlinkontinenz durch die OP ja behoben werden, aber anscheinend hat es nicht ganz gereicht. Normal wird bei so einer OP ein kleines Stück Darm entfernt und der Rest beim After gerafft damit er nicht wieder hervor treten kann. Auf alle Fälle sollte sich das ein Proktologe mal genau anschauen, vielleicht ist ja auch eine Haltenaht aufgegangen oder es wurde zu wenig Darm entfernt. Ob eine weitere Operation sinnvoll ist, das muss dann abgeklärt werden. Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, per Abführzäpfchen den Darm gezielt zu entleeren, auch das sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Das verstehe ich, dass da eine Irrigation oder Analtampons etwas schwierig sind, aber wie sieht es eigentlich mit der Pflege aus, versorgt sich die Person trotz der Demenz noch selbst im Haushalt?

Ich denke dass die Demenz es in naher Zukunft erforderlich macht, dass eine Pflege bzw. Betreuung zumindest am Tag notwendig wird, auch könnte sich das Inkontinenz-Problem mit der Zeit wegen der Demenz verstärken.

Gruß Helmut
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Re: Erneuter Rektumprolaps - was tun ?

Beitrag #5 von mpcberlin » 23 Feb 2015 22:28


Hallo Helmut

Ja vielleicht ist da was aufgegangen.
Das ist ganz furchtbar mit der Pflege, soviel Inkontinenzmaterieal gibt es nicht wie Stuhlabgänge sind.
Die Pflege 1 x täglich würde nicht reichen, da sich der Darm innerhalb von 1 Stunden unkontrolliert entleert. Danach ist dann endlich Ruhe.
Wenn ich da bin, "fange" ich das ab, aber das ist eine Rennerei, immer Windeln wechseln.
Wenn keine Windeln genommen werden gibt es überall Blut/Kotflecken zum Glück ist noch Laminat. Sie tritt ja auch in ihren eigenen Kot rein, weil sie das nicht sieht wenn die Windeln aufgebraucht sind. Es ist immer leicht blutig und nässt. Marcumar als Blutverdünner wird auch genommen.
Ein künstlicher Darmausgang käme allein schon wegen der Demenz nicht in Frage, das hat der Arzt auch so entschieden.
Selbst in einer professionellen Pflegeinrichtung ist ihr nicht geholfen.
A: PFlegfachkräfte können gar nicht sooft anwesend sein wie der Stuhl sich entleert.
B. 1 Rolle WC-Papier pro Tag Verbrauch !


Ich bin ALLE Punkte durchgegangen und komme auf KEINE Lösung ?
Ein Abführmittel wäre die einzige Möglichkeit denke ich und der Proktologe.

Vielen Dank nochmal für die Einschätzung
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