Botox bei Dranginkontinenz

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Botox bei Dranginkontinenz

Beitrag #1 von Marco N. » 15 Mai 2016 15:51


Hallo Zusammen,
ich war letztens bei einem anderen Urologen zur Vertretung. Der hat eine Behandlung der Blase mit Botox ins Gespräch gebracht. Ich habe es erstmal abgeblockt und gesagt, das ich es mit meinem Urologen besprechen möchte wenn er wieder da ist.

Habt ihr vielleicht weiter Informationen oder gar Erfahrungen?

Gruß
MaNau
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Re: Botox bei Dranginkontinenz

Beitrag #2 von Andreas Udo » 18 Mai 2016 13:01


Hallo,

also mich haben sie erst mal auf ein Blasenschrittmacher angeredet, beruflich kann ich jedoch diesen nicht einsetzen wegen zu hohen Magnetfeldern.

erst dann kam Botox in´s Gespräch ich bin selbst noch am überlegen und zweifeln.
Mein Urologe meinte, lieber Medikamentös die Blasenwand inaktiv machen, als mit Botox, Botox ist generell ein Versuch. Medikamente sind nach einem 1 Woche meist nicht mehr aktiv, Botox bis zu einem halben Jahr.

Krankenhaus will unbedingt Botox mir verabreichen.

nur ob sich bei der Drangstuhlinko was ändert wissen die Götter
und auch bei der Harn Inkontinenz ebenso, Außer dass über ein Katheter Urin geholt werden sollte.

lg

Andy
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Re: Botox bei Dranginkontinenz

Beitrag #3 von Marco N. » 19 Mai 2016 15:06


Hallo Andy,
danke für deine Antwort.
Mit deiner Meinung stimme ich überein.

Die Riesigen überwiegen bei mir auch noch. Botox muss sich abbauen und dass dauert lange.

Am 24.05. habe ich den Termin mit meinem Urologen.
Mal sehen was er für eine Meinung hat. Er hat bisher ja Abstand von diesem Thema genommen.

Gruß
MaNau
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Re: Botox bei Dranginkontinenz

Beitrag #4 von Christian85 » 26 Mär 2018 13:27


Etwas älteres Thema, aber meine Frage passt hier rein.

Bei mir wird ab heute Spasmex auf 30-15-30 erhöht, dann soll geschaut werden ob das ausreichend anschlägt. Wenn nicht soll eine Botoxbehandlung erfolgen.

Die Frage, die ich vergessen habe:

Bedeutet Botox, dass das Spasmex dann weggelassen werden kann oder muss ich das trotz Botox weiter nehmen?

Lg Christian
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Re: Botox bei Dranginkontinenz

Beitrag #5 von Marco N. » 26 Mär 2018 15:24


Hallo Christian,

ich kenne mich mit Spasmex nicht so gut aus. Das einzige was ich weiß, dass es gern bei Drang- und Reflexinkontinenz verschrieben wird.

Ich gehe mal davon aus das du es nur für die Steuerung der Blasenfunktion nimmst. In diesem Fall müsste eine Botox-Behandlung das Medikament ersetzen.

Einen genauen Ablauf der Behandlung und den zukünftigen Umgang mit den Medikamenten muss Dir allerdings dein Urologe erklären.

Bitte lasse Dir die Botox-Behandlung ganz genau von deinem Urologen erklären (Pro und Contra) und schlafe notfalls eine Nacht darüber. Wenn das Botox einmal angewendet wird gibt es kein zurück. Es gibt keine Gegenbehandlung wenn unerwünschte Wirkungen auftreten.

Beste Grüße
Marco N.
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Re: Botox bei Dranginkontinenz

Beitrag #6 von Christian85 » 26 Mär 2018 15:46


Es hört sich halt als eine verlockende Alternative zu ein Lebenlang Spasmex 3x tgl :wink:

Wollte hier mal hören, wie so die Erfahrungen sind.

Ich habe eine starke Drangsymptomatik mit viel Urinverlust und nachts ist jede Nacht eine große Menge Urin, die verloren geht. Die Urodynamik und Cystoskopie waren unter Spasmex ohne krankhaften Befund, außer einer verlängerten Miktionszeit.

Tagsüber ist es mit Spasmex schon besser, aber noch nicht weg, daher der Versuch es höher zu dosieren. Ich hoffe ja, dass das funktioniert, nur wenn das nicht ausreicht mit 30-15-30mg dann soll im nächsten Schritt Botox erfolgen um dann auch in der Nacht „trocken“ zu bleiben.

Im Prinzip heißt es in der Medizin ja immer lokal wirksam vor generalisiert wirkende Substanzen.

Hat denn jemand Erfahrungen mit Botox bei ähnlichem Befund?
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Re: Botox bei Dranginkontinenz

Beitrag #7 von Marco N. » 26 Mär 2018 17:29


Hallo Christian,

Botox ist auch nicht für die Ewigkeit.
Das einzige was für die Ewigkeit ist, sind eventuelle Langzeitschäden wenn beim Eingriff etwas schief geht oder der Körper das Botox nicht verträgt.
Wie gesagt, es gibt keinerlei Gegenbehandlung. Das Botox (Gift) muss sich von alleine abbauen.

Für längere Zeit eine eventuelle ISK (Intermittierende Selbstkatheterisierung) zu machen um die Base leer zu bekommen und das mehrmals täglich ist auch nicht ohne.

Das sollte man alles beachten wenn man den Schritt in Erwägung zieht.

Ich spreche nicht für und nicht gegen Botox. Aus diesen Gründen sage ich nur: Lass dich anständig beraten und denke in Ruhe darüber nach.

Beste Grüße
Marco N.
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