Überlaufblase

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

Moderatoren: Benjamin, MSN, Marco N., Georges, Marilee

Überlaufblase

Beitrag #1 von Hops13 » 11 Nov 2016 10:25


Hallo Ihr,

weiß nicht, ob ich hier richtig bin. Frage für meinen Vater. Es hat sich nach einer dicken eitrigen Nierenbeckenentzündung herausgestellt, dass er eine Überlaufblase hat.
Was sind Eure Erfahrungen? Die Ärzte haben uns eine Prostata Op angeraten, damit der Harm wieder abfließen kann.
Habt Ihr damit gute Erfahrungen gemacht? Man könnte auch einen Dauerkatheter durch die Bauchdecke legen lassen.
Wir haben einige Bekannte, die nach der Prostata Op völlig inkontinent (Harn- und Stuhl) geworden sind.
Mein Vater ist schon betagt und wir haben Angst, dass er durch eine völlige Inkontinenz zu einem Pflegefall werden könnte. Bis jetzt kann er noch vieles selbst machen und hat nur Probleme mit dem Kurzzeitgedächnis. Ich denke auch, dass meine ebenfalls betagte Ma das nicht wuppen könnte.
Im Moment probieren sie mit Tamsulosin rum, mein Vater nimmt aber schon seit Jahrzehnten ein vergleichbares Medikament, so dass wir keine große Hoffung haben.
Habe gerade etwas über ein Wundermittel Lecithin Granulat gelesen, hörte sich aber ziemlich seltsam an?

Liebe Grüße

Mary
Benutzeravatar
Hops13
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 3
Alter: 89
Registriert: 11 Nov 2016 10:12
Land: Germany (de)
Geschlecht: Nicht angegeben
 
Art der Inkontinenz: Harninkontinenz
Hilfsmittel: Vorlange

Re: Überlaufblase

Beitrag #2 von Mylenium » 11 Nov 2016 16:31


Na wäre ja erstmal zu klären, ob das Problem inhärent mit einer Prostatavergrößerung zu tun hat, neurogener Ursache ist oder einfach nur Schädigungen durch die Entzündungsvorgänge. Und "Prostata-OP" ist ja sowieso so ein Unwort, weil die eine OP-Methode gibt es ja nicht (mehr). Von einfach 'nen Stent zur Erweiterung des Harnkanals legen über partielle Resektionen bis zur Totalentfernung kann das alles mögliche sein. Je nach Ursache muss das nix bringen, wenn die falsche Methode gewählt wurde, selbst wenn keine Kollateralschäden auftreten. Da müsste man dann schon mal genau wissen, wo das Problem liegt. Klar kann man immer pauschal die Prostata weghämmern und sich damit diverser Probleme und Risiken entledigen, aber es muss nicht die Lösung sein.

Mylenium
[Pour Mylène, ange sur terre]
Benutzeravatar
Mylenium
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 93
Bilder: 0
Alter: 44
Registriert: 02 Aug 2016 16:16
Wohnort: Leipzig
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Windeln

Re: Überlaufblase

Beitrag #3 von Hops13 » 11 Nov 2016 20:00


Hallo zurück,

leider weiß ich nichts genaueres.
Der Urologe hat wohl nur ein Konsil anhand der Ultraschallbilder erstellt, meinen Vater selbst nicht angeschaut. Er meinte, die Zuleitungen zu Nieren und Blasen seien derart ausgeleiert, dass eine Op z.Z. nicht in Betracht käme. Sie wollen meinen Vater mit Katheter entlassen. Im Urin sind noch immer Keime, so dass dass Antibiotikum weitergegeben wird.

Meine Mutter hat den behandelnden Arzt gestern nach Stents für die Harnröhre gefragt, er meinte, die gäbe es noch nicht. Finde ich sehr interessant, dass Du die hier ansprichst. Gibt´s auch in NRW Ärzte, die sie kennen?:-)

Was müssen wir denn bei dem Katheter zuhause beachten? Kann man den Katheter selber mit Natriumchlorid spülen oder braucht man dafür einen Pflegedienst.

Danke Dir und liebe Grüße

Mary
Benutzeravatar
Hops13
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 3
Alter: 89
Registriert: 11 Nov 2016 10:12
Land: Germany (de)
Geschlecht: Nicht angegeben
 
Art der Inkontinenz: Harninkontinenz
Hilfsmittel: Vorlange


Zurück zu Diagnostik und Behandlung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron