Ein paar Fragen, zu dem was jetzt passiert:

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Ein paar Fragen, zu dem was jetzt passiert:

Beitrag #1 von Christian85 » 10 Nov 2017 09:54


Hallo,

ich habe den ersten Besuch beim Urologen geschafft.
Nach einem wirklich langem Gespräch, eine Stunde Zeit hat er sich genommen, wurde noch ein Ultraschall gemacht. Restharn habe ich nicht.

Ich soll jetzt über ein paar Tage ein Toiletten- / Trinkprotokoll führen. Dann für vier Wochen Spasmex 15mg 1-0-1 einnehmen und dann nochmal protokollieren.

Dann habe ich wieder einen Termin und dann soll geschaut werden, wie es weiter geht. Sein erster Verdacht ist wohl eine Dranginkontinenz.

Wie wirkt dieses Spasmex? Habe ich starke NW zu befürchten?
Was wird an weiteren Untersuchungen auf mich zu kommen?

Kann sein, dass mit den Pillen der Spuk schon vorbei ist?
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Christian85
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Re: Ein paar Fragen, zu dem was jetzt passiert:

Beitrag #2 von Mylenium » 10 Nov 2017 11:42


Kann alles sein, muss aber nicht. Das Medikament kann ja sogar den gegenteiligen Effekt haben, wenn dein Arzt sich geirrt hat. Dann hast du eine feine Tröpfelinkontinenz, weil sich die Muskeln zu sehr entspannen. Zu den konkreten Nebenwirkungen den Beipackzettel lesen, aber wie Alles, was auf die Muskulatur wirkt, ist von Krämpfen über Verdauungstörungen durch trägen Darm vieles möglich. Sofern die Diagnose weiter bei Dranginkontinenz bleibt, wirst du sicher dann mal zum Neurologen müssen, um deinen Muskelreflex und so weiter zu kontrollieren. Genauso dann das übliche Theater mit Beckenbodentraining und Druck-/ Volumenmessung. Ist ja erstmal alles nicht weiter schlimm. Wenn es nicht hilft, schadet es zumindest nicht.

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Re: Ein paar Fragen, zu dem was jetzt passiert:

Beitrag #3 von Christian85 » 27 Mär 2018 22:07


Hallo Mylenium,

wollte mal einen aktuellen Stand der Dinge berichten, da ich es immer schade finde, wenn man nicht erfährt wie es weiter geht! :wink:

Ich war inzwischen bei einer neurourologischen Ambulanz und habe eine Urodynamik und Blasenspiegelung durchführen lassen. Alles in allem zu schaffen, aber zeitweise doch unangenehm. :?

Beide Befunde sind unauffällig gewesen, allerdings bin ich mit dem Spasmex da auch schon bei einer Dosierung von 15-15-15 gewesen. Damit sind die Probleme am Tag schon besser, noch nicht ganz ohne Unfälle, aber auch nicht mehr viermal am Tag die komplette Blase. Nachts leider noch unverändert.

Der Verdacht der Ärztin ist eher eine Reifestörung des Gehirns (und ich dachte, dafür bin ich wohl zu alt) als eine neurologische Grunderkrankung.

Seit gestern nehme ich jetzt das Spasmex in ziehmlich hoher Dosierung (wie ich finde) von 30-15-30 mg (75mg am Tag), da solle ich jetzt in den nächsten acht Wochen schauen und dann mit neuem Miktionsprotokoll wie in die Ambulanz kommen. Dann wird entschieden, je nach Erfolg, ob weiter Spasmex in der hohen Dosierung oder Botoxinjektion in den Blasenmuskel.

Mich würde es ja zufrieden stellen, wenn am Tag alles trocken bleibt, in der Nacht stört ja keinen, was ich anhabe. Meine Frau kommt da auch gut mit zurecht und akzeptiert und unterstützt mich in allem wo sie kann, drängt mich aber auch zu nichts. :kiss:

Des Weiteren soll nun trotz ihres Verdachtes eine intensive neurologische Abklärung erfolgen. MRT von Hirnschädel, HWS, BWS, LWS sowie im Anschluss Termin in neurologischer Ambulanz zur evtl. weiter erforderlichen Diagnostik.

Also offensichtlich noch ein langer Weg, aber ich habe es ja auch (zu) lange gewartet.

Ich weiß auch nicht, ob mein länger Text hier überhaupt jemanden interessiert, aber es tut einfach unheimlich gut auch mit jemand anderem als mit meiner Frau zu sprechen.

Also: Vielen Dank fürs Zuhören :?

Vielen Dank und lieben Gruß

Christian
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