Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Beitrag #1 von Denni1986 » 29 Jan 2018 12:26


Ich überlege mir schon seit einiger Zeit einen Kurantrag zu stellen. Jetzt wo meine Frau kurz vor der Genehmigung einer Mutter/ Kind-Kur steht, scheint mir doch der beste Zeitpunkt gekommen zu sein.
Meine Frage in die Runde über die Vorgehensweise, ich habe bisher nur sehr geringe Erfahrung was eine Beantragung betrifft. Als Diagnose bei mir steht „lediglich“ Urgeinkontinenz, ansonsten fühle ich mich eigentlich ganz fit. Meine Frau hat das ganze über unseren Hausarzt abgewickelt, dieser beantragt nun auch die Kur.
Welche Unterlagen sollte ich denn in meinem Fall vorbringen und bei der Beantragung vorgehen?
War jemand von euch schonmal in einer solchen Einrichtung, kann eine empfehlen und über Erfahrungen berichten?
Wie ist es denn generell mit der Hilfsmittelversorgung in den Kliniken, muss ich meine Windeln selber mitbringen oder ist dies beinhaltet?
Bin dankbar über eure Nachrichten.
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Re: Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Beitrag #2 von Mylenium » 29 Jan 2018 16:15


Wegen Inkontinenz kriegt man keine stationäre Reha. Den Zahn kannst du dir gleich ziehen lassen. Sofern da nicht andere ernsthafte Probleme mit beteiligt sind, wird das komplett abgeschmettert, selbst wenn du versuchst zu klagen. Du würdest eventuell eine kriegen, wenn du z.B. eine OP hattest, bei der man dir wieder die Schließmuskel zurechtgetackert hat und die dann eben trainiert werden müssen, aber alles andere ist illusorisch - du hast einfach noch nicht alle ambulanten Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten ausgenutzt, wie das dann immer so schön in den Ablehnungsschreiben heißt.

Entsprechend erledigt sich dann vermutlich auch deine andere Frage, aber generell wird die die Rehaeinrichtung alles besorgen, was du willst. Das gehört ja zum Wohlfühlpaket. Du musst also keine Windeln durch die Gegend schleppen, sondern gibts das einfach auf dem Fragebogen der Klinik mit an. Je nachdem, was du dann da hinschreibst, musst du aber natürlich eventuell was extra bezahlen oder brauchst nochmal ein Rezept vom Hausarzt, damit die Klinik in deinem Namen bei deinem Versorger die Kassenware anfordern und liefern lassen kann.

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Re: Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Beitrag #3 von Denni1986 » 29 Jan 2018 16:51


Hallo Mylenium, danke für deine Nachricht. Meine Frage bezog sich auf einen Kurantrag nicht auf einen Rehaantrag, ich glaube das ist nochmal ein Unterschied ?
Es kann aber doch nicht sein das ein solcher Antrag abgelehnt wird, man weis ja bisher auch noch nicht woher es bei mir kommt, organisch ist bei mir alles im Lot. Bleibt eventuell noch die Psy. wobei ich mir das wahrscheinlich nicht eingestehen werde.
Welche anderen Behandlungsmethoden soll es denn noch geben die ich ausschöpfen könnte. Bei einer Kur liegt doch meines Erachtens der Vorteil in einer ganzheitlichen Therapie.
Nicht falsch verstehen Mylenium, gibt es noch andere Meinungen?
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Re: Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Beitrag #4 von Mylenium » 29 Jan 2018 18:03


Die landläufig so genannte "Kur" ist eine stationäre Reha. Da gibt es keine Unterscheidung. Eventuell hast du Glück, da du durch deinen Unfall ein BG Fall bist, aber ganz grundsätzlich wird auch da nur die Inko nicht ausreichen. Es muss schon etwas ernsteres dahinter stecken. Psychosomatische Reha kannst du natürlich machen, bloß ohne vorherigen Besuch beim Psychologen wird dir die BG auch keinen Burnout oder sowas abkaufen. An der Stelle würdest du dich dann im Kreis drehen. Damit hättest du dann auch schon eine Antwort auf die andere Frage: Du musst erstmal ambulant alles abgegrast haben, was so geht, von Physiotherapie bis Bauchtanzgruppe. Es ist zwar lästig, aber es hat schon seinen Grund, warum die Leistungsträger Anträge für "Kuren" fast durch die Reihe weg beim ersten Mal ablehnen und aus meiner Sicht ist da bei dir einfach die Sachlage zu dünn. Das soll dich nicht entmutigen, aber meine Erfahrungen sind eben so. Selbst als ich auf dem Zahnfleisch gekrochen bin und von der Krankenkasse aufgefordert wurde, einen Rehanatrag zu stellen, wurde der noch abgelehnt. Die sind da sehr rigoros.

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Re: Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Beitrag #5 von Powerfix » 29 Jan 2018 21:13


Hallo
Wollte auch schon eine Kur, aber wie schon Mylenium erwähnt hat, die wollen erst sehen dass alles andere an Maßnahmen, nicht gefruchtet hat.
Alternativ kannst du mit der Krankenkasse reden und fragen in wie weit sie eine selbstbezahlte Kur bezuschusst.
Das ist oft gar nicht so schlecht da man als Privatpatient auf tritt der Zuschuss bekommt.
Die Inkoversorgung ist in der Regel mit der Klinik abzustimmen. Die besorgen dir in der Regel was verordnet ist oder was du dir selbst rezeptfrei verordnet hast. Oft wird verlangt das man ein Kontingent für ein / zwei Tage mitbringt, da es dauert bis die Klinikbestellung angelaufen ist.
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Re: Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Beitrag #6 von Cveta » 29 Jan 2018 21:42


Hi,

Tip von meiner damaligen Therapeutin. Am besten eine psychosomatische Kur über die Rentenversicherung beantragen mit Hilfe eines Facharztes, da gibt es mind. 6 Wochen.

LG Cveta
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Re: Ich überlege einen Kurantrag zu stellen

Beitrag #7 von Denni1986 » 30 Jan 2018 00:14


Hi Cveta,

ich glaube das ich das einmal versuchen werde, danke für den Tipp.
Mir geht es hauptsächlich darum, mich endgültig mal mit der Inkontinenz abzufinden, wenn man hier Unterstützung und eventuell eine Verbesserung erhält, wäre mir schon gedient ;-)
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