Pollakisurie und Belastungsinkontinenz

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Pollakisurie und Belastungsinkontinenz

Beitrag #1 von Likus » 07 Apr 2018 19:53


Hallo zusammen

Ich leide an Belastungsinkontinenz sowie Pollakisurie

Bis anhin hat man Folgendes (ohne Erfolg ausprobiert):

Beckenbodentraining
Bio-Feedback
Medikamente: Betmiga, Tamsulosin, Bryophyllum, Vesicare

Bis anhin konte mir kein Urologe genau erklären, was mein Problem ist.

Aus dem Befunds-Bericht meiner derzeitigen Urologin sind folgende Auffäligkeiten vermerkt:

Der Bulbocavernousrefelx ist nicht auslösbar.
Kurvenverlauf wellenförmig
Maximale Flussrate 11 m/s

Meine Fragen an euch:

1. Was könnten die Ursachen obiger Auffäligkeiten gemäss Befund-Bericht sein? Die Urologin erzählt etwas von "Verspannungen" und "Somatoformer Störungen", jedoch mag ich dies nicht so recht glauben.
2. Gibt es noch andere Behandlungen ausser meiner oben beschriebenen?

Vielen Dank für euer Feedback im Voraus.
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Likus
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Re: Pollakisurie und Belastungsinkontinenz

Beitrag #2 von Georges » 08 Apr 2018 15:26


Hallo Likus,

erstmal willkommen im Forum.

Ich nehme an dass deine Urologin bereits mehrere Untersuchungen vorgenommen hat? Aus deinem Bericht geht nicht hervor, welche dies gewesen sind. Wenn deine Urologin nicht zu einem Befund, oder nur zu einem teil- bzw. nicht ganz zusammenhangendem Befund, kommt, weil körperlich nicht direkt Abweichungen feststellbar sind, nimmt sie zurecht auch die Psyche mit ins Boot. Daraus folgt dann als mögliche Ursache Somatoformer Störungen. Dies ist nichts böses und sie meint auch nicht dass du verrückt bist, überspitzt gesagt.

Ich halte es für gut dass einen Arzt nicht nur körperliche Abweichungen in Betracht zieht, sonder auch die Psyche mitnimmt. Laut deinem Bericht ist der Bulbokavernousreflex nicht auslösbar. Unter Umstände nimmt deine Urologe an, dass es hierzu einen Verband geben könnte, also dies, deinen Inkontinenz und Pollakisurie betrachtend. Diese erste Schlussfolgerung "Somatoformer Störungen" finde ich persönlich nicht unlogisch, wenn du weiter gesund bist.

Der Ball liegt jetzt bei dir. Vielleicht macht es sehr Sinn, diese Befunde mit deinem Hausarzt zu besprechen, und ihr/ihm auch auf der Verdacht Somatoformer Störungen anzusprechen. Das muss einem nicht peinlich sein, Ärzte wissen hiermit umzugehen. Wenn dein Hausarzt zweifelt, kann bei einem weiteren Urologe noch ein Zweitmeinung eingeholt werden. Vermeide aber ein sinnloses doctor hopping durch selbst von Arzt zu Arzt zu rennen.

Also, meiner Meinung nach, nimm diese Befunde mit zu deinem Hausarzt und starte von dort die nächste Schritte.

Gruß,
Georges
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