Keine komplette Entlerung beim Pinkeln sowie Bettnässen

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Keine komplette Entlerung beim Pinkeln sowie Bettnässen

Beitrag #1 von anob » 18 Sep 2004 00:06


Hallo,

ich versuche mal mein Problem Stichpunktartik zu Beschreiben und würde mich freuen wenn ihr mir diagnostisch sowie mit Tips weiterhelfen könntet. Vieleicht hab ich ja was ganz anderes.


- so mit 17/18 Jahren hat es angefangen damit das ich regelmässig nach dem Pinkeln noch einige tropfen Urin in meiner Unterhose verlohr.

- dieses Problem ist bis heute geblieben, habe aber die Erfahrung gemacht das wenn ich die letzten "tropfen" im stehen aus meinem Penis "rausdrücke" mir die Tropfen in der Shorts erspart sind. Ist aber auch keine Lösung da es trotzdem noch dazu kommt und mich das total nervt.

- jetzt ist es mir plötzlich innerhalb von einem Monat drei Mal passiert das ich mich im Schlaf eingepinkelt habe.


Könnt ihr mir sagen wie man mein Problem nennt und wie ich mir am besten helfen (vor allem selberhelfen) kann ?

Hoffe das ihr mir weiterhelfen könnt...
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anob
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Beitrag #2 von mehlbox2001 » 18 Sep 2004 01:49


... das kenn ich sehr gut, anob,

hat bei mir auch so angefangen -- und gleich vorweg, es gibt keinen Namen für das, was du hast. Irgendwann mit 18, 20 fing's mit Nachtröpfeln an, das konnte ich damals durch rausdrücken noch bewältigen. Im Laufe der Zeit kam es dann immer wieder durch das starke Drücken zu leichten Entzündungen, die aber immer wieder über Nacht verschwanden -- weil ich halt ein paar Stunden nichts gedrückt hab. Und manchmal gab's trotzdem noch einen mehr oder weniger großen Fleck.

Bettnässen kam sporadisch dazu und verschwand, macht sich seit ein paar Jahren stärker bemerkbar. Am Tag wurd's mal mehr, mal weniger, und irgendwann hab ich beschlossen, dass ich einfach keine Lust mehr habe, mich selbst zu quälen. Es gibt für "die kleinen Tropfen", die im Laufe des Tages ja mehr werden, spezielle Unterwäsche mit eingebauter Einlage, am geeignetsten sind übrigens die der Marke "healthdri".

Nachdem außer einer leicht vergrößerten Prostata keine der "traditionellen" Ursachen gefunden wurden, hab ich mich mit Ärzten, Heilpraktikern und mir selber vor ein paar Jahren auf folgende Ganzkörperdiagnose geeinigt:

1. Eine leichte Muskelschwäche -- ich mach heute noch Übungen, damit's nicht schlimmer wird. Damals Vorlagen, heute dünne Windeln für's Tröpfeln oder leichte Fließen, und um Himmelswillen nicht die paar Tropfen gewaltsam rausdrücken, wo ohnehin noch mehr kommt beim Hinsetzen -- kann irgendwann zu ernsthaften Entzündungen führen. Ein erster Verdacht auf beginnende MS hat sich zum Glück im Laufe der Jahre nicht bestätigt.

2. Fürs Bettnässen sind wohl bei mir minimale Formen epileptischer Anfälle verantwortlich, Ansätze zum "Petit Mal". Das äußert sich merklich bei Tage durch etwas, das sich wie ein leichter elektrischer Stromschlag anfühlt, bei mir auch insbesondere beim Aufwachen. kennst du das auch? Ich bin glücklich, dass es nur das ist, denn erst mit 30 bin ich dem ersten richtigen Epileptiker begegnet.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich einfach keine Lust mehr, gegen das alles anzukämpfen. Kann eine echte psychische Belastung werden. Heute, mit 40, verlier ich am Tag immer noch nur zwischen 100 und 300 Milliliter, das schlucken dünne Windeln völlig ohne Probleme. Niemand sieht was, niemand riecht was. Nur mit Vorlagen wird das nichts bei mir, die haben immer eine Tendenz, "abzuhauen" ...

Ansonsten -- das zur Beruhigung -- bin ich ein kerngesunder Mann mit vielen gesundheitlichen Vorzügen. Ich hab mein Lebtag noch keine Kopfschmerztablette genommen, nehm nie Erkältungsmittel und hab die sogenannte "zuwachsende Karies" -- das sind die Leute mit den kleinen braunen Flecken auf ein paar Zähnen, die noch nie Zahnschmerzen hatten und nie zum Zahnarzt müssen, weil alles wieder "von selber" zuwächst.

Wenn also bei dir auch von mehreren Ärzten und / oder Heilpraktiker keine grundlegenden organischen Ursachen festgestellt werden -- das würd ich grundsätzlich mal abklären! -- dann nimm dich einfach, wie du bist, und richte dir dein Leben gemütlich ein. Nichts ist schlimmer, als sich selber zu neurotisieren ...

Viele Grüße
Andreas
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mehlbox2001
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Beitrag #3 von Matti » 18 Sep 2004 10:09


Hallo,


es gibt immer wieder die gleiche Antwort: gehe zum Arzt und lasse eine Gründliche Diagnostik machen.

So wie du dein Problem schilderst handelt es sich doch mehr um ein Nachtröpfeln. Das könnte z. B durch eine Abflussbehinderung in form einer Harnröhrenverengung enstanden sein. D.h Urin bleibt wegen einer Verengung in der Harnröhre zurück und wird bei Druck nach aussen befördert. Eine Jahrelange "Staung des Urins" kann zu einer Verstärkung der Blasenwand führen was wiederum zu Entleerungstörungen führen kann.

Als erstes sollte einmal dein Restharn kontroliert werden, das ist schmerzlos und wird einfach nach dem Urinieren per Ultraschal festgestellt. Sollte eine "Abflussbehinderung"bestehen könnte es sein das du an einer Überlaufinkontinenz leidest was das Bettnässen erklären könnte.

Neurologische Erkrankungen, Psychische Faktoren, Diabetes all dies kann zu Urologischen Problemen führen. Also geh zum Arzt und lass dich Untersuchen, vieleicht ist dein Problem leicht zu lösen.

Einen 24 Jährigen Mann würde ich niemals empfelen sich zurückzulehnen und den zustand hinzunehmen wie er ist. Eine Windel oder sonstige Inkontinenzhilfmittel sollten nur in Ausnahmefällen verwendung finden und nur dann wenn sie zur Überbrückung einer Therapie dienen oder nach eingehender Diagnostik der zustand des Einässens nicht zu ändern ist.

Gruss
Matti
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Beitrag #4 von der Blinki » 18 Sep 2004 17:48


Hallo Matti-
Ich kann mich deinen Worten nur anschließen, aber ich denke das du mehlbox sein Statement etwas in den falschen Hals bekommen hast.
:mrgreen:

Es ist doch immer wieder wunderbar , wenn man von einer anderen Person " seine " Krankengeschichte hört.

Ich hatte auch das selbe Problem.

29 Jahre, plötzlich keine Kontrolle mehr über Blase und Darm und man traut sich nicht zu outen und zu einen Arzt zu gehen.
Dann, wenn endlich der grosse Sprung zu einen Arzt gelungen ist ; " Russisch Roulette " ( Versteht er mich ? kann er mir eine Diagnose geben , oder kommt die psychosomatische Schiene ? )
All diese Sorgen und Ängste haben wir alle schon einmal durchgemacht und jeder kommt einmal an einen Punkt wo er Fragen hat. Und da kann ich mich voll auf mehlbox seine Statements verlassen.
Sachlich immer korekt und selten ein " schiefen " Ton.

@ anob :
ich denke ,Anob; das du schon verstanden hast was wir eigentlich sagen wollen.
Ohne eine Diagnose geht es nicht.
Je länger du dich damit herumschlägst, desto größer könnten dein Probleme werden.
Also must du dir gedanken machen, ob du professionelle Hilfe anehmen möchtest, oder du dich Privat damit herumschlagen möchtest und alles nur noch Schlimmer machst.
Zwei Dinge im Leben bedenke :
WOHER
WOHIN
dann hat dein Leben den rechten Sinn
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feuchte flecken

Beitrag #5 von Boernie » 20 Sep 2004 18:30


Das Problem der deuchten Flecken nach dem Pinkeln kenn ich auch - man/n denkt man ist fertig und beim zuziehen des Hosenstalls, oder auf dem Weg zum Waschbecken bildet sich ein ca. zwei Euro grosser Fleck auf der Hose - MEGA Peinlich
Na, ja. Mittlerweile kein Problem mehr, da ich mnittlerweile Rund-um-die-Uhr Windeln trage.
Alles Gute
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Feuchte flecken

Beitrag #6 von januca » 20 Sep 2004 20:24


Ich kenne das problem auch. Ich habe das immer gelöst durch die letzte tropfen so viel wie möglich raus zu schieben. Und dan ging es noch nicht immer gut. (Und dann hoffen dass niemand se sieht).

Jetzt kenne ich das problem nicht mehr. Wegen zwangsinkontinenz trage ich jetzt rundum die uhr windeln.
Grüsse von Januca

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