Kontinenzzentrum mit Power

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Kontinenzzentrum mit Power

Beitrag #1 von Matti » 08 Okt 2004 22:48


Diesen Interessanten Beitrag habe ich im Suedkurier gefunden.



08.10.2004 04:58
Chefärztin in der Herrenriege
Daniela Schultz-Lampel hat Kontinenzzentrum aufgebaut
Vor ziemlich genau vier Jahren hob die Ärztin Daniela Schultz-Lampel das Kontinenzzentrum Südwest am damaligen Klinikum Villingen-Schwenningen aus der Taufe. Seit 1. Oktober ist die Abteilung nun eigenständig und die Professorin die erste Chefärztin in der Herrenriege des ehemaligen Klinikums VS.
Villingen-Schwenningen
VON EVA SCHMIDT-STEINBACH




Villingen-Schwenningen - Im Jahr 2000 begann Daniela Schultz-Lampel aus dem Nichts ein Kontinenzzentrum aufzubauen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland noch keine derartige Einrichtung. Daniela Schultz-Lampel war bis zu ihrem Umzug in die Doppelstadt leitende Oberärztin an der urologischen Klinik in Wuppertal.

Als ihr Mann im Jahr 2000 zum Chefarzt der Urologie am Klinikstandort Schwenningen ernannt wurde, zog die Familie mit. Die Medizinerin stellte dem Geschäftsführer Horst Schlenker ihr Konzept zur Einrichtung eines Kontinenzzentrums vor, und dieser fand die Idee nicht nur gut, sondern gab auch grünes Licht für diese Aufgabe. Am Anfang war das Unternehmen ein echter Ein-Frau-Betrieb, lacht die heutige Chefärztin beim Blick zurück. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis Daniela Schultz-Lampel eine Sekretärin bekam. Nach etwa einem Jahr erweiterte sich das Team um eine Krankenschwester. Eigene Gerätschaften hatte das kleine Team jedoch nicht, es mussten die von anderen Abteilungen genutzt werden. Dies hat sich alles gründlich geändert. Aus ganz Deutschland werden die Patienten in das Zentrum nach Schwenningen geschickt. Die Leiterin wurde zur Chefärztin ernannt. Zu ihrem Team gehören heute eine weitere Ärztin, zwei Schwestern und eine Sekretärin.

"Ein super Team"

"Wir sind ein super Team", schwärmt die Professorin von der geballten Frauenpower in ihrer Abteilung. Das Thema Inkontinenz sei ein heikles Thema und erfordere viel Einfühlungsvermögen und eine stressfreie Umgebung.

Eine Blasen- oder Darmschwäche könne in jedem Lebensalter, in jeder Bevölkerungsschicht und Berufsgruppe auftreten. "Es kann jeden treffen, auch wenn man noch so fit ist", weiß Schultz-Lampel aus der beruflichen Erfahrung. Von den Patienten im Alter zwischen zwei und 97 Jahren sind es 14 Prozent Kinder, 20 Prozent Männer und 66 Prozent Frauen, die von einer Inkontinenzerkrankung betroffen sind, zeigt die Statistik. Im ersten Jahr zählte das Schwenninger Kontinenzzentrum Südwest 77 Patienten. Die Zahl steigerte sich kontinuierlich, und im Jahr 2004 wird die Patientenzahl die Zweitausendermarke überschreiten. Die Zahlen zeigen, dass die Professorin und Geschäftsführer Schlenker die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt haben. "Eigentlich ist jeder Tag zu kurz", findet Daniela Schultz-Lampel, die in ihrem Beruf aufgeht, aber auch auf das Privatleben viel Wert legt.

Auch bei der Powerfrau hat der Tag nur 24 Stunden und doch schafft sie es, neben der Arbeit in der Klinik, Vorlesungen an der Universität Witten-Herdecke, zahlreichen Kongressen und Vorträgen und der Tätigkeit im Vorstand der Deutschen Kontinenzgesellschaft, Zeit für sich und ihre Familie zu finden.

Priorität haben Unternehmungen mit ihrer Tochter. Eine tägliche Aufgabe, die sie liebt, ist mit dem Hund spazieren zu gehen. Bleibt dann noch Zeit, spielt Daniela Schultz-Lampel Tennis oder Golf, geht ins Konzert oder besonders gerne auch mal Shoppen.


Bild:
Daniela Schultz-Lampel hat das Kontinenzzentrum Südwest am Klinikum Schwenningen über mehrere Jahre auf- und ausgebaut.


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Gruss
Matti
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Matti
 
 

Kontinenzzentrum

Beitrag #2 von Schmetterling » 03 Dez 2004 16:23


Hallo alle miteinander,
war gestern im Kontinenzzentrum Villingen-Schwenningen. Erst einmal ist die Behandlung in diesem Zentrum sehr gut. Man wird wenigstens richtig angehört und es werden einige Behandlungsmethoden erläutert. Mir wurde jetzt angeraten, eine Kernspinntomographie des Rückenmarks durchführen zu lassen. Es könnte vielleicht möglich sein, dass ein Nerv unterbrochen oder verklemmt ist. Ich gehe schon seit fast dreißig Jahren ständig zu irgend welchen Ärzten und Urologen, aber nie wurde mir richtig geholfen. Im Kontinenzzentrum habe ich wirlich dass Gefühl, dass man mich ernst nimmt und dass man mir mit der Inkontinenz professionel Helfen will. Die Anfahrt dorthin dauert für mich zwar 2 Stunden, aber es lohnt sich. In ca. 6 - 8 Wochen soll ich mich dort noch einmal melden. Habe zwar nur kurz mit Frau Dr. Schulz-Lampel gesprochen, alle weiteren Untersuchungen wurden durch eine andere Ärztin durchgeführt. Aber es sind dort alle sehr nett und sie haben wirklich die besten Möglichkeiten. Dieses Kontinenzzentrum kann ich nur sehr empfehlen.
Bis bald mal wieder
Eure Andrea
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