Bekomme keine Windeln verschrieben

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

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Beitrag #21 von Peter P. » 31 Dez 2004 22:29


Hallo Matti,

ich danke dir für deine Zeilen! Hut ab vor dieser Informationsmenge und deiner Offenheit!

Ich weiß schon wie es um mich steht, trotzdem danke ich dir sehr für diese Hinweise. Im Sommer als ich mit den Medis angefangen habe, ging es mir aber so schlecht, dass ich glaube ich sonst nicht geschafft hätte die Zeit zu überstehen. Jetzt ist alles schon viel besser.
Trotzdem weiss ich, dass ich noch sehr viel vor mir habe, mein Problem ist aber leider, das ich unheimlich Angst vor Veränderungen habe und aus der momentanen Situation so alleine nicht raus komme. Ich bin inzwischen so weit, das ich mir helfen lassen möchte und ich hoffe, das ich die Angststörungen und die Inko irgendwie besser in den Griff bekomme.
Ich möchte auch von den Medis weg, aber glaub mir, ich hab mich mit der Inko trotz Windeln nicht aus dem Haus getraut und mir geht es jetzt immer noch so, das ich mich trotz der Windel sehr unsicher fühle, aber ich habe die nächsten Schritte getan, beim Urologen ist alles abgeklärt, es ist alles OK und ich bin etwas stolz auf mich, das ich mich dahin getraut habe, noch im Sommer war mir das wichtigste meine Medis und die Windeln verschrieben zu bekommen, alles andere war mir da noch egal und jetzt suchen wir schon die Ursachen.
Ja und der nächste Schritt ist jetzt der Termin beim Psychologen, im Januar geht es los.

Ich möchte jetzt als nächstes von den Medis wegkommen und die Ängste besiegen und dann irgendwie mit der Inko klar kommen. Entweder sie wegbekommen oder lernen, sie zu akzeptieren. Beim ersten Vorgespräch bei meinem Psychologen haben wir das schon so besprochen.
Vielleicht kommt ja auch noch eine stationäre Therapie, im Moment mag ich da aber noch nicht dran denken.

Irgendwie muss das Leben weitergehen, aber mein nächstes Teilziel ist schonmal vorhanden.

Am liebsten wäre mir, wenn alles wieder wie früher wird, aber das geht nicht, da hast du recht.
Also schauen wir mal, wie ich weiterlebe.
Weil es bei mir aber nur in kleinen Schritten geht, bin ich da inzwischen für jeden kleinen Schritt dankbar. Und da du ja selbst dich mit Angststörungen gut auskennst, sind die mein nächstes Ziel! Vielleicht geht die Inko dann von selber weg???

Alles Gute fürs neue Jahr eucH allen!

Peter
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Beitrag #22 von Sakura13 » 02 Jan 2005 01:06


Ich würde ja schon zum Arzt gehen nur hab ich einfach Angst wieder entäuscht zu werden und erneut auf die Bank geschoben zu werden ohne geholfen zu werden, wenn du überlegst beim letzten Arzt besuch bekam ich nur Tabis ohne das er mich untersuchte hatte seine ersten worte waren du bekommst erstmal tabletten blablabla und was ich auch merkwürdig fand war, ich leide unter einem herzklappenfehler und habe dadurch bedingt eine künstliche was ich dem Arzt auch mitteil aber in der Pankungsbeilage stand drin das menschen mit Herzproblemen keine nehmen dürfen, hab sie auch nicht genommen hab auch zum glück seit 2 monaten ruhe bis die nächste Schularbeit oder meine Zwischenprüfung für meine Ausbildung ansteht dann passiert das wieder.
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Beitrag #23 von papa0861 » 02 Jan 2005 17:32


Peter P. hat geschrieben:Ich möchte jetzt als nächstes von den Medis wegkommen und die Ängste besiegen und dann irgendwie mit der Inko klar kommen. Entweder sie wegbekommen oder lernen, sie zu akzeptieren. Beim ersten Vorgespräch bei meinem Psychologen haben wir das schon so besprochen. Vielleicht kommt ja auch noch eine stationäre Therapie, im Moment mag ich da aber noch nicht dran denken.


hallo peter,

auch dir und allen anderen ein gesundes neues jahr.

mit deinen zitierten worten sprichst du mir aus der seele. ich bin nun seit vier wochen in psychatrischer behandlung.

vielleicht ein tip hierzu: wer den weg zum psychater sucht, sollte einen suchen, der noch zur "alten schule" gehört. die haben nämlich psychatrie und neurologie gemeinsam studiert (zumindest ist das hier bei uns in den alten bundesländern so). das erspart eine weitere überweisung an einen neurologen.

es geht mir seitdem viel besser. durch die medikamente hat der körper wieder zeit gefunden, um sich an seine eigentlichen aufgaben zu erinnern. bis auf ein paar "unfalltage", bedingt durch einen wechsel der tabletten (habe dann schnell wieder auf meine alten zurükgegriffen) habe ich das einmachen zumindest am tage im griff. da ich zur zeit krankgeschrieben bin, habe ich natürlich auch viele belastende faktoren abschalten können.

was nun die frage der windeln und eine art windelabhängigkeit anbelangt kann ich folgendes sagen. mir bzw. meiner seele haben die windeln eine sicherheit gegeben, die ich nicht mehr missen mochte. mein körper war schon soweit getrimmt, daß ab einer bestimmten tageszeit ein unheimlicher drang nach der windel entstand (egal ob ich zu diesem zeitpunt schon einen unfall hatte, oder nicht). ich wurde zunehmend unruhiger und das legte sich dann erst, als ich "endlich" meine "geliebte" verpackung angelegt hatte. ich glaube, daß dieser zustand bei der anfänglichen bewältigung meiner probleme sehr positiv für die weitere entwicklung war. diesen "windelzwang" konnte ich nun langsam beiseiteschieben, da ich zumindest am tage keine angst mehr habe. nachts ist das anders. da betrachte ich die windeln lediglich nur noch als hilfsmittel, um meiner frau das leidige waschen der nasssen bettwäsche zu ersparen. wie gesagt, das sind meine erfahrungen zu dieser frage.


viele grüße
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #24 von Helmut » 06 Jan 2005 16:01


Hallo Jürgen,

ich freue mich, daß die Medikamente bei dir geholfen haben und du schon viel besser mit der Inko und deiner anderen Probleme klar kommst. Mit der Zeit wirst du bestimmt auch Nachts wieder ohne Windeln schlafen können, aber das braucht Zeit.

Es ist echt schön zu hören, daß du einen Psychologen gefunden hast, der deine wirklichen Problem erkannt hat und dir bei der Bewältigung den richtigen Weg gezeigt hat. Wichtig ist, daß du ihm Vertraust, denn nur so kann er dir überhaupt helfen und du irgendwann wieder ein ganz normales Leben ohne Medikamente und ohne Windeln führen kannst.

Gruß Helmut
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Festbeträge für Hilfsmittel

Beitrag #25 von konrad » 06 Jan 2005 20:57


Heute hat mich mein
Sanitätshaus, welches mich schon seit Jahren beliefert, gemeldet und mir mitgeteilt, das es seit dem 01.12.04 neue einheitliche Festbeträge für ganz Deutsachland giebt. Diese Festbeträge sind erheblich geringer als vorher und somit müßte ich ab sofort neben den 10% Zuzahlung nochmal ca. 10€ im monat dazu bezahlen. alöternativ haben sie mir eine andere Bezugquelle mitgeteilt, welche aber zum Beispiel keine Tena flex sondern nur minderwertige Produkte (billige ) anbietet.
Hat schon jemand Erfahrungen gemacht, wie man sich dagegen wehren kann.
Viele Grüüse und allen noch ein gesundes Neues Jahr Konrad
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Beitrag #26 von Helmut » 06 Jan 2005 22:38


Hallo Konrad,

die neuen Festbeträge für die Hilfsmittel gelten erst seit 01.01.2005, sie wurden am 01.12.2004 beschlossen und am 10.12.2004 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Wenn deine KK nun schon die Festbeträge ab dem 01.12.2004 berechnen will, dann erhebe dagegen Einspruch, denn dazu haben sie keine rechtliche Grundlage. Bei uns in Bayern machen die neuen Festbeträge nicht soviel weniger aus, da wir im Bundesdurchschnittlagen. Bei manchen Bundesländern machen die neuen Festbeträge schon eine deutliche Senkung aus, so zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern, da sind es bei einer Windel Größe Medium um 11 Cent weniger die bezahlt werden. Die einzigen die da noch besser weggkommen als vorher, das ist Sachsen-Anhalt, sie bekommen sogar 2 Cent mehr für die gleiche Windel bezahlt.

Du könntest es aber über den Weg einer Einzelfallentscheidung bei deiner KK probieren, in dem du dir von einigen Anbietern Kostenvoranschläge machen lässt und diese dann zur Entscheidung der Kasse vorlegst. Wenn du Glück hast, dann bezahlen sie den vollen Betrag, abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #27 von Wolfgang_S » 07 Jan 2005 18:27


das problem liegt wohl darin wenn jemand am 10.12.04 einen 3-monats-bedarf bezieht dass dann ja der bedarf von 2 monaten des naechsten jahres schon gedeckt ist, somit mal aliquote den alten und den neuen wert heranziehen muesste
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