Warum wirken die Spasmolytika nicht?

Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und anderen Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

Moderatoren: Benjamin, MSN, Marco N., Georges, Marilee

Warum wirken die Spasmolytika nicht?

Beitrag #1 von Luna » 13 Apr 2005 18:57


Ich nehme ein 15 mg Dosis von dem Zeug,aber statt besser wird es nur schlimmer!
Benutzeravatar
Luna
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 41
Alter: 32
Registriert: 12 Jan 2005 22:13
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Drang-Inkontinenz

Re: Warum wirken die Spasmolytika nicht?

Beitrag #2 von Wolfgang_S » 15 Apr 2005 17:38


Luna hat geschrieben:Ich nehme ein 15 mg Dosis von dem Zeug,aber statt besser wird es nur schlimmer!


"fressen sie die packungsbeilage oder erschlagen sie ihren arzt und apotheker"


mal im ernst...
glaubste hier sind hellseher und wunderheiler am werk...

gehe mit dieser frage direkt ohne umweg zu deinem arzt...
ohne vorgeschichte, weiterer medikation (wechselwirkungen), koerperlichem zustand zu kennen kann nicht mal ein fertiger mediziner diese frage korrekt beantworten...
Benutzeravatar
Wolfgang_S
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 40
Alter: 44
Registriert: 18 Jan 2004 23:10
Land: Austria (at)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Harninkontinenz
Hilfsmittel: Inkoslips

Beitrag #3 von Helmut » 15 Apr 2005 18:29


Hallo Luna,

Wolfgang hat sicher Recht mit seiner Äußerung, du hast wirklich keine Infos dazu geschrieben, die zu einer brauchbaren Antwort führen können. Eines kann ich dir aber sagen, diese Spasmolytika wirken nicht von heute auf morgen, es braucht eine Zeit, bis du einen spürbaren Unterschied merkst. Wenn es schlimmer wird, wie du schreibst, dann ist der Wirkstoff wahrscheinlich nicht der Richtige für deine Inkontinenzform.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
Benutzeravatar
Helmut
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 2000
Bilder: 7
Alter: 53
Registriert: 01 Dez 2002 01:59
Wohnort: Augsburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Harn und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Attends Regular M10 Windelslips, Irrigation mit Irrimatic R

Beitrag #4 von eckhard11 » 16 Apr 2005 14:09


Guten Tag, Luna,

gestatte mir bitte zu Deinen Postings eine persönliche Bemerkung :

Ich habe mir gerade alle Beiträge angesehen.
Jeder, aber auch wirklich jeder, begrüßt Dich mit "Guten Tag" oder "Hallo luna" oder ähnlich.
( Außer, Du hast jemanden wieder so verärgert, daß er Dich nur mit Deinem Namen anredet )

Ebenso schreibt jeder eine Verabschiedung oder zumindestens seinen Namen unter einen Beitrag.

Nur Du hälst dies nicht für nötig !

Keiner Deiner Beiträge enthält eine Anrede ( z.B. "Hallo" oder "guten Morgen" o.ä. ) oder eine Verabschiedung.....

Du klatscht einfach Deinen Beitrag in das Schriftfeld. Punktum.
( Von Deiner Grammatik als Abiturientin wollen wir hier gar nicht sprechen. )

Mag sein, daß ich mit 61 Jahren etwas aus der Welt bin, aber ich empfinde die Art, wie Du Dich hier im Forum artikulierst, als ausgesprochen unhöflich gegenüber der anderen User
( von denen Du andererseits erwartest, daß diese auf Deine Fragen antworten )

Eventuell solltest Du Deine Art einmal überdenken, dann bekämst Du wahrscheinlich auch mehr angenehmere und positivere Antworten.

Schönes Wochenende.

Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
Benutzeravatar
eckhard11
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 1185
Registriert: 24 Dez 2003 14:51
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 

Beitrag #5 von eckhard11 » 16 Apr 2005 23:30


Hallo, luna,

hier ein Beitrag, den ich gerade gefunden habe.
Vielleicht hilft es Dir ja, wenn Du dich einmal an diesen Arzt wendest.

Drastische Reduktion der Inkontinenzereignisse durch Duloxetin

15.04.2005 - SUHL (MedCon) – Über praktische Fragen in der Behandlung der Belastungsinkontinenz sprachen die Urologischen Nachrichten mit dem Niedergelassenen Dr. Thomas Hagemeier

Hagemeier ist niedergelassener Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Suhl und behandelt seit 20 Jahren Frauen mit Belastungsinkontinenz. Der Schwerpunkt der gynäkologischen Doppelpraxis ist die Diagnostik und Therapie der weiblichen Harninkontinenz. Die Praxis ist ein offizielles Beratungszentrum der Deutschen Kontinenzgesellschaft.

Gemeinsam mit dem Klinikum Suhl wurde ein
Beckenbodenzentrum etabliert. Dr. Hagemeier berichtet, wie er bei der Therapie der Belastungsinkontinenz in der Praxis vorgeht.

Frage: Wie wirken sich die Symptome einer Belastungsinkontinenz auf das Leben der betroffenen Frauen aus?

Hagemeier: Die Frauen sind durch ihre Erkrankung psychisch oft stark belastet. Frauen mit Symptomen der Belastungsinkontinenz fühlen sich oft unsauber, und das daraus resultierende Schamgefühl kann zum Teil sogar in die soziale Isolation führen.

Frage: Wie sprechen Sie das Thema in Ihrer Praxis an?

Hagemeier: Unser Tipp ist, die Frauen offensiv darauf anzusprechen, ob es Probleme beim Wasserlassen oder Wasserhalten gibt und in welchen Situationen das passiert. Wichtig ist es, sich dabei in verständlichen Worten auszudrücken.

Frage: Wie therapieren Sie Frauen mit Belastungsinkontinenz?

Hagemeier: Der Patientin werden zunächst objektiv die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit den jeweiligen Erfolgs- und Komplikationsraten aufgezeigt. Dann wird gemeinsam mit ihr entschieden, welche Therapie die für sie geeignetste ist. Wir wenden physiotherapeutische Maßnahmen an wie Beckenbodentraining, Fem-Konen oder Schwellstrombehandlung der Blase. Darüber hinaus bieten wir operative Maßnahmen an. Hierbei stehen die verschiedenen Bandtechniken im Vordergrund und seit geraumer Zeit auch die Bulking-Techniken. Seit kurzem steht uns nun mit dem Wirkstoff Duloxetin auch erstmals eine spezifische medikamentöse Behandlung zur Verfügung, die eine Tonisierung des Schließmuskels zum Ziel hat. Nicht zu vergessen ist die Gabe von Östrogenen bei atrophen Schleimhautverhältnissen.

Frage: Was bedeutet es für die therapeutische Praxis, nun erstmals eine medikamentöse Therapie zur Verfügung zu haben?

Hagemeier: Uns Ärzten steht damit eine größere Palette an Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um die Patientin individuell zu therapieren. Der Wirkstoff kann zur Behandlung von Patientinnen mit mittelschwerer bis schwerer Belastungsinkontinenz verwendet werden. Ich habe den Eindruck, dass Patientinnen mit relativ hohem Schweregrad und dem daraus resultierenden Leidensdruck am meisten profitieren.

Frage: Welche Erfahrungen haben Sie mit der neuen Therapie gesammelt?

Hagemeier: Inzwischen haben wir zirka 95 Patientinnen mit dieser Therapie behandelt. Die Reduktion der Inkontinenzereignisse ist drastisch und macht sich auch in einem deutlich verringerten Einlagenverbrauch bemerkbar. Die Responderrate scheint mir sogar höher zu sein als in den Studien angegeben – aber vielleicht ist dies auch auf unsere sehr differenzierte Diagnostik zurückzuführen.

Frage: Wie gehen Sie in Ihrer Praxis bei der Therapie mit Duloxetin vor?

Hagemeier: Am Anfang steht eine sorgfältige Diagnostik einschließlich der urodynamischen Untersuchungen. Als zweites ist Patientenaufklärung wichtig. Ich kläre die Patientin vorher auch über die häufigsten Nebenwirkungen auf. Übelkeit kommt als Nebenwirkung vor, die jedoch in der Regel vorübergehend ist, des weiteren gelegentlich Schlaflosigkeit und Obstipation. Bislang hat keine unserer Patientinnen die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen. Zirka sechs bis acht Wochen nach Therapiebeginn vereinbaren wir einen zweiten Termin, um über die Wirkung, eventuell aufgetretene Nebenwirkungen und den weiteren Verlauf der Therapie zu sprechen.

Frage: Was ist der größte Nutzen für die Patientinnen?

Hagemeier: Einige Patientinnen sind sogar komplett trocken – das hatte ich nicht erwartet. Zum Beispiel erinnere ich mich an eine Patientin, die nach sechs Wochen Therapie freudestrahlend zu mir in die Praxis kam mit den Worten: „Ich bin trocken“. Die Patientinnen haben weniger Hautirritationen, weniger Entzündungen im Genitalbereich – der Leidensdruck insgesamt wird wesentlich reduziert.

Dr. Thomas Hagemeier
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Suhl

( Quelle: Urologische Nachrichten vom 15.04.05 )

Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
Benutzeravatar
eckhard11
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 1185
Registriert: 24 Dez 2003 14:51
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 


Zurück zu Diagnostik und Behandlung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron