Verbesserungsmöglichkeiten für Grad II-III Stuhlinkontinenz?

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Verbesserungsmöglichkeiten für Grad II-III Stuhlinkontinenz?

Beitrag #1 von Aiur » 03 Jul 2006 20:59


Mein Name ist Sandra, ich bin 25 Jahre alt und ich lebe in der Nähe von Hamburg.

Doch um mich soll es in meiner Fragestellung gar nicht gehen, sondern um- bitte nicht lachen oder abwinken- eine meiner Katzen.
Ich bitte euch sehr, meine Anfrage ernst zu nehmen, denn mir ist sie sehr wichtig, da es im tiermedizinischen Sektor nur sehr begrenzte Informationen über Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Isis ist jetzt ein knappes Jahr alt, also gerade erwachsen geworden, und hat schon von Kindesbeinen an starke Darmvorfälle gehabt.
Zweimal ist soe operiert worden, beim ersten Mal wurde der Enddarm operativ verkürzt, beim zweiten mal wurde der Dickdarm "festgenäht", damit er nicht mehr vorfallen kann.
Ich habe sie gerade erst aus dem Tierschutz übernommen, daher leider (noch) keine näheren Informationen.

Es ist so, das ihr Anus weiterhin bei jeder kleinen Aufregung vorfällt, zum Glück nur wenige mm, und zum anderen kann sie den Kot bei Aufregung nicht halten, verliert ihn unkontrolliert.
Sie ist aber dennoch auch in der Lage, den Kot kontrolliert abzusetzen, wenn es denn Mal dazu kommt.

Unser Arzt ist nun der Ansicht, das das ganze nichts mit den Analprolapsen zu tun haben muss, sondern das der Afterschließmuskel möglicherweise bei der ersten OP beschädigt worden und ungünstig vernarbt ist, der Muskeltonus einfach zu schwach ist.

Der Enddarm wurde ja verkürzt- hat sie nun überhaupt noch eine Rektumampulle, kann diese beschädigt oder durch Vernarbung verengt sein?

Wie dem auch sei, in der Veterinärmedizin scheint sich keine wirklich Behandlungsmöglichkeit zu finden, jedoch ist das Gebiet beim Menschen ja weit erforscht und es gibt 100e Therapiemöglichkeiten.

Ich würde gerne, wenn irgendwie möglich, Ansätze aus der Humanmedizin für Isis übernehmen, daher bitte ich euch sehr, mir Möglichkeiten der Verbesserung des Tonus des Schließmuskels zu nennen, bei der "man" nicht bewusst mitarbeiten, also zeitgenau kontrahieren muss und ggf., falls vorhanden, eventuelle operative Möglichkeiten zu nennen, durch die der Schließmuskel "repaiert" oder, falls da das Problem liegt, die Rekumapulle wieder funktionsfähig gemacht werden kann.

Ich danke euch vielmas im Voraus, ich weiss, es ist ein langer Text geworden... Ich hoffe jemand liest ihn trotzdem :)...

LG
Sandra
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Beitrag #2 von papa0861 » 03 Jul 2006 23:51


liebe aiur,

stehe deiner katze einfach das zu, was auch wir uns zustehen. es gibt dinge zwischen himmel und erde, die an der richtigen stelle besprochen werden sollten.
her ist das thema halt meinung nach nicht richtigplatziert. da gibt es bestimmt besser foren.
wir sind bestimmt auch tierlieb, aber .... ;-)
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #3 von Aiur » 04 Jul 2006 12:42


sehr schade das ihr nicht gewillt seid, mir zu helfen,
Katzenforen sind in der Tat leider nicht die richtige Anlaufstelle, da sie ein sehr spezieller und schwerer Fall ist.

Aber nun gut, ich werde schauen ob ich Communities finde, die etwas offener auch den Problemen "anderer" gegenüber sind und vielleicht etwas weiter über den Tellerrand blicken mag.
Meinen Account könnt ihr gerne wieder löschen.
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Beitrag #4 von Helmut » 04 Jul 2006 15:26


Hallo Sandra,

papa0861 hat eigentlich schon recht soweit, dass es bei uns hier um die Inkontinenz bei Menschen geht. Nur auf der anderen Seite betrachtet, hat die Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz bei Tieren die normalerweise ihre Ausscheidungen kontrollieren können, viele Gemeinsamkeiten.

Du hast auch recht damit, dass man durchaus Ansätze aus der Humanmedizin verwenden kann. So wie es aussieht wurde vermutlich der Schließmuskel oder einer der zuführenden Nerven bei einer der Operationen beschädigt. Wenn die Nerven noch intakt sind, dann kann der Schließmuskel u.U. noch repariert werden, bei einer Nervenschädigung wird deine Katze aber vermutlich Stuhlinkontinent bleiben.

Dein Tierarzt könnte sich mit einem Proktologen aus der Humanmedizin kurzschließen und nachfragen welche Behandlungsmöglichkeiten es in so einem Fall beim Menschen gibt und ob nicht soetwas auf die Katze übertragen werden kann.

Sollte sich die Stuhlinkontinenz nicht beheben lassen, dann besteht die konservative Behandlung wie beim Menschen auch daraus, dass der Darm gezielt regelmäßig entleert wird und dass ggf. Vorlagen usw. getragen werden.

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen, melde dich einfach wieder, wenn du noch Fragen hast.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #5 von Aiur » 05 Jul 2006 17:21


Vielen Dank für deine ausführliche Antwort Helmut,
sich direkt mit einem Humanmediziner zusammenzuschliessen ist vielleicht eine gute Idee, ich werde das mit meinem Tierarzt besprechen.

Diagnostik und Behandlung von Mensch und Tier sind oft so grundverschieden nicht, ich sehe es an einer meiner eigenen Erkrankungen, Morbus Crohn, die dem IBD der Katze und des Hundes entspricht und auch dort hat man in den letzten Jahren erfolgreich vieles aus der Humanmedizin übernommen.
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