Geruchsprobleme - immer noch da!

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Geruchsprobleme - immer noch da!

Beitrag #1 von s_myra » 27 Jun 2007 22:16


Hallo, zusammen,

im März 2005 habe ich hier zum ersten Mal über meine 'Geruchsprobleme' :oops: geschrieben -

(Stuhlinko Grad 1 nach Hämorrhoiden-Entfernung. Ich habe vor allem große Probleme im täglichen Leben mit dem Gestank, den ich verbreite, um es ganz klar auszudrücken.)

und danach viele gute Tipps und Infos erhalten, die mir den Gang zum Proktologen erleichtert haben.

Danach viele Gänge zu Proktologen und Kliniken zu Untersuchungen, aber ich kürze ab:

Nach einigen wiederholten Standarduntersuchungen (CT, Koloskopie, Spiegelung, alle ohne Befund) und einer Elektrostimulation als Behandlung hat sich an meinen Problemen leider nichts verbessert. :cry:
Die Stimulation brachte anfangs zwar eine Verbesserung der Beckenbodenkraft, zum Ende der Behandlung konnte aber keine weitere Steigerung erreicht werden.
Die erzielte Verbesserung reichte aber nicht, um die Probleme zu beseitigen.

Da bei mir keine sichtbaren Schädigungen oder Erkrankungen zu erkennen waren, schloss die behandelnde Ärztin Anfang 2007 die Behandlung ab und gab mir die Adresse einer Psychosomatischen Klinik und die Empfehlung zu einer Therapie, da meine Probleme nur psychisch sein können.
Wie alle Ärzte, die ich bisher aufsuchte, hat sie bei mir nichts gerochen und war sich auch sicher, daß das nicht sein kann.

Da ich aber trotz verschiedener Vorkehrungen (wie morgendlicher Stuhlentleerung und nachfolgender Irrigation, einer eingeschränkten Auswahl an Nahrungsmitteln, die garantiert nicht blähen, täglichem Beckenbodentraining, mehrfachen Lagen Unterwäsche und Dichtmaterial) immer noch 'sehr streng rieche' - und meine genervten Arbeitskollegen lassen da keinen Zweifel - weiß ich einfach, daß es sich um ein physisches Problem handelt. Ich rieche es ja auch.

Hier meine Frage:
Wie mache ich das einem Arzt klar, der mich nach einer längeren Wartezeit vielleicht gerade mal 7-10 Minuten sieht, mir nicht glaubt und für meine Aussage nur mein Wort hat? Ich bin anscheinend bei den Ärzten nicht sehr überzeugend. Vielleicht hat jemand ein paar gute, schlüssige Argumente aus eigener Erfahrung.
Aus medizinischer Sicht bin ich ja auch kein schwerer Fall. Ein Arzt hat mal gesagt: "Na, Sie ertrinken ja nicht gerade in Ihrem Stuhl, damit läßt sichs doch leben." Na ja....

Ich muß als Kassenpatient für jede Überweisung ja erst mal zum Hausarzt.
Als ich dort nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten fragte, fragte er mich zurück, ob ich nicht erst mal die empfohlene Therapie in Betracht ziehen wolle.
Wie soll ich nun argumentieren, wenn ich keine Therapie sondern weitere Untersuchungen ( z. B. eine Analmanometrie o.ä.) machen lassen will?
Diese und andere weitergehende Untersuchungen sind keine Kassenleistung und wurden bisher gar nicht erst in Betracht gezogen. Ich möchte aber noch nicht so einfach aufgeben.

Übrigens habe ich bei den meisten von mir besuchten Ärzten die Erfahrung gemacht, daß sie Informationen, die ich im Internet fand (auch von dieser Seite ) und mitbrachte, leider sehr skeptisch gegenüberstanden. Sie vertrauten da lieber eigenen Erfahrungen oder dem Wissen von Kollegen.

Nun habe ich nur noch eine Frage:

Es gibt ja diese Filterkissen und Filterhosen, allerdings nur auf amerikanischen Websites.
Weiß jemand, ob man diese hier in Deutschland beziehen kann?
Eine Internet-Bestellung per Scheckkarte fällt bei mir mangels besagter Scheckkarte leider flach.

Wenn noch andere Betroffene die gleichen oder ähnliche Probleme haben, würde ich mich über Erfahrungsberichte freuen.
Wie geht ihr damit im täglichen Leben und bei der Arbeit um?
Bin für jeden Tipp dankbar.

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Beitrag #2 von papa0861 » 27 Jun 2007 22:50


hallo,

ich empfehle dir, den rat deines letzten arztes anzunehmen.

irregation bei grad 1 der stuhlinko. ich fasse es nicht.

vertrau dich einem psychoonkel oder einer psychotante an. "da werden sie bestimmt geholfen"

kopfschüttel
jürgen


p.s.
ich war auch bei einer solchen tante und habe zumindest gelernt, effektiv mit meinem problem umzugehen. meine inko bin ich dadurch allerdings auch nicht losgeworden.
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #3 von Leila » 30 Jun 2007 01:18


liebe myra,

ich kann dich so gut verstehen ! Ich selbst hatte exakt die gleichen Probleme, allerdings mit Inko Grad 3. Aber das Problem mit den stinkenden Pupsen, ist auch bei Inko Grad 1 ein riesen Problem. Ich habe auch sehr darunter gelitten und kein Arzt konnte mir weiterhelfen. Ein Heilpraktiker, der Bioresonanz praktiziert, sagte mir dann, daß ich stark mit Candida im Darm belastet bin. Das war mit ein Grund.
Daraufhin habe ich eine Anti Pilz-Diät gemacht.
Und es hat wirklich geholfen. War allerdings eine sehr harte Zeit, bis der Pilz weg war. Es dauerte 4 Monate, bis der Pilz nicht mehr nachweisbar war. Ich war aber super konsequent. Kein Milligramm Zucker mehr, kein Weißmehl, kein auswärts essen. Dazu alles, was antifungizid wirkt , eingenommen. ( Propolis etc.etc...)
Der Pilz im Darm hatte mir häufige Blähungen beschert und diese waren leider nicht gerade geruchlos. Seitdem meide ich weiterhin jeglichen Zucker, weil ich vermeiden möchte, daß sich der Pilz wieder einnistet.
Ich weiß nicht was Dir ein Psychologe bei Deinem Problem helfen soll. Wenns stinkt, dann stinkt es halt. Das kann man sich nicht schön-reden.
Ich selbst mache einmal täglich einen Einlauf . Da ich keine Rektumampulle mehr habe, spüle ich mit dem Einlauf praktisch den gesamten Dickdarm durch und somit ist der dann erst mal ganz leer. Wenn sich dann wirkich mal Pupse anmelden, dann sind diese fast immer geruchlos. Wenn ich abends weggehe, mach ich sicherheitshalber nochmal einen Einlauf. Zusätzlich achte ich wie du auch, immer darauf, nichts blähendes zu essen.
Was extrem bläht und gleichzeitig riecht sind halt alle tierischen Produkte. Am schlimmsten sind Eier und Fleisch( vor allem Schweinefleisch), Knoblauch und Zwiebeln. Aber das weißt ja bestimmt alles schon. Zusätzlich benütze ich auch Analtampons, die mich im Zweifelsfall vor Geräuschen bewahren.
Ich befürchte, daß das nicht so die tollen Tips, die du dir erhofft hast, aber mehr fällt mir leider, leider auch nicht ein. Solltest Du mit irgendetwas irgendwann mal Erfolg haben, dann laß es uns bitte wissen.
Ich hab mal gelesen, daß man sich den Anus, ähnlich wie bei den Lippen, aufspritzen lassen kann, so daß er praktisch besser abdichtet. Aber dann hab ich auch gelesen, daß dieses Gel, oder was das ist, auch verrutschen kann. Also, ich hab mit dem Gedanken gespielt, trau mich das aber nicht.
Übrigens: Ich würde die Hoffnug nicht aufgeben und auf jeden Fall schleunigst den Arzt wechseln. Könnte ja sein, daß Du doch noch mal an einen kompetenten und verständnisvollen Arzt gerätst, der Dich ernst nimmt. Die gibt es nämlich, man muß nur geduldig suchen, leider, und vielleicht auch mal einen weiteren Weg in Kauf nehmen. Es soll ja wirklich tolle Kliniken geben, die absolut auf solche Sachen spezialisiert sind.
Alles Gute und viel Glück wünsch Dir
Leila
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Beitrag #4 von Leila » 30 Jun 2007 01:25


Ich bins nochmal

ich wollt nur noch sagen, daß ich auch glaube, daß es in jedem Fall, die beste und gesündeste Lösung wäre, wenn du alles so läßt, wie es ist und lernst ( eventuell mit Hilfe von Psycho-Tante ), mit dem Problem umzugehen. Da das aber nicht jedem Menschen möglich ist ( mir zum Beispiel ) sucht man halt verzweifelt nach anderen mehr oder weniger guten Lösungen.
Lieber Gruß
Leila
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Beitrag #5 von lida2104 » 25 Aug 2007 16:09


Hi!
Ich habe deine Beiträge gelesen und habe ein Gefühl, dass das ganze meine Geschichte ist. Du hast völlig recht, wenn man mit diesem Problem zum Arzt kommt, dann wird man nicht ernst genommen (wie auch von manchen in diesem Forum). Ja, klar "mann versinkt nicht in eigenem Stuhl", "mann muss damit Leben können", "es gibt schlimmere Sachen im Leben" etc. Aber ich kann mir denken, das dich villeicht das gleiche fertig macht- du bist nicht wirklich krank, oder besser gesagt-keiner von vielen Ärtzten (die dich zwischen Tür und Angel behandeln und dich mißtrauisch ankucken, wenn du dein Problem beschreibst) kann sagen, was du eigentlich hast und was du dagegen tun kannst. Du hast es warscheinlich doch einbisschen besser als ich. Du kannst noch arbeiten gehen. Für mich kommt das nicht infrage. Mit der Antipilzbehandlung durch Bioresonanz- weiß ich nicht, vielleicht... Bei mir hat das nicht gebracht.

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Beitrag #6 von Leila » 25 Aug 2007 17:47


Hallo lida,

Du hast mich falsch verstanden. Lediglich das Vorhandensein des Pilzes wurde durch die Bioresonanz festgestellt. Behandeln mußte ich ihn schon selbst mit viel Selbstdisziplien , mit stricktem Vermeiden jeglicher Form von Zucker und Weißmehl. Zusätzlich unterstützte ich mich mit antifungiziden Nahrung(ergänzungsmittel)smittel , wie z. B.: Propolis, Zimt , Nelke, Myrrhe, Walnußöl, Knoblauch , Schnittlauch, Rotklee, Johanneskrautöl, Vit. C, Stevia, Noni, Thymian, Algen, Wermut, Selen, Traubenkernextrakt, Vit. A Panthotensäure, grüner Tee...
Natürlich nicht alles auf einmal, aber was halt gerade paßte.
Lieber Gruß
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Beitrag #7 von papa0861 » 28 Aug 2007 23:39


hallo lida,

vielleicht ein kleiner rat.

beim besuch eines neuen arztes nicht soviel aus der vergangenheit preisgeben.

einfach nur sagen:
hallo, hier bin ich und folgendes problem liegt an.

ich selbst habe die erfahrung gemacht, daß sich ärzte nur allzuschnell auf die meinung anderer kollegen einschießen.

wenn ich einen neuen arzt aufsuche sage ich ihm nur, daß ich inkoprobleme habe. ob dies rein psychisch bedingt ist, soll er bitte selbst rausfinden. ich streite es auch heute noch ab.

so langsam komme ich der wahrheit näher.

lg
jürgen
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Beitrag #8 von Rosi2 » 29 Aug 2007 14:28


Hallo,

papa0861 hat geschrieben:
beim besuch eines neuen arztes nicht soviel aus der vergangenheit preisgeben.

einfach nur sagen:
hallo, hier bin ich und folgendes problem liegt an.

ich selbst habe die erfahrung gemacht, daß sich ärzte nur allzuschnell auf die meinung anderer kollegen einschießen.



ganz genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

Gruß Rosi
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Beitrag #9 von ingeborg44 » 31 Aug 2007 08:58


Hallo,
meines Wissens nach, kann man bei Stuhlinkontinenz Typ 1 mit Biofeedback sehr gut helfen. Elektrostimulation ist ja schön und gut um den Muskel erstmal wieder aufzubauen. Für den Alltag nutzt dir aber nur die vollständige Kontrolle über deinen Schließmuskel und da ist ein Biofeedback Gerät die richtige wahl. Dabei lernst du ganz bewußt den Schließmuskel anzuspannen und zu entspannen. Schon nach 3 Wochen solltest du eine Verbesserung spüren können. Bei Biofeedback gilt: ohne Fleiß kein Preis. 3 Mal täglich 15 Minuten Training und schon bald wirst du Erfolge spüren können. Dein Proktologe kann dir dieses Hilfsmittel verordnen. Die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten dafür. Nur mal als Stickwort: :fleissig: Contiva
Zusätzlich stellt sich die Frage, warum deine "Winde" so unangehm riechen. Meist ist eine Störung der Darmflora der Grund für das Übel. Du hast ja schon erwähnt, dass du Regelmäßig eine Darmspülung machst. Das halte ich für sehr bedenklich. Die Darmflora ist sehr empfindlich - häufig sind ja Ammoniak bildende Bakterien Grund für die übelriechenden Gase. Beim Kampf gegen diese sterben aber eben auch die guten Bakterien, so dass die oft resistententeren schlechten Bakterien wie im Schlaraffenland der Produktion von Ammoniak nachgehen können ohne dass Ihnen die guten Bakterien die Nährstoffe streitig machen. Meines Erachtens nach ist eine normale Analhygiene vollkommen ausreichend, d.h. nach dem Stuhlgang duschen und den Analbereich mit milder Seife von außen reinigen. Wenn du dann mal pupsen mußt ab aufs Klo und raus damit - ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass das zurückhalten zu Bauchschmerzen führt und in deren Folge zu Krämpfen.
Grüße
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