Geeignete Lebensmittel und Hilfsmittel bei gleichzeitigem Ekzem

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Geeignete Lebensmittel und Hilfsmittel bei gleichzeitigem Ekzem

Beitrag #1 von Hermann2007 » 31 Jul 2007 14:48


Hallo liebe Community,

bin heute auf diese Seite zufällig gestoßen. Finde ich eine sehr gute Sache, so eine Website.

Die eigenen Probleme wiegen immer am schwersten. Das ist so und wird wohl immer für jede und jeden Betroffenen – unabhängig von der Diagnose – so bleiben. Man muss aber immer versuchen, das Beste daraus zu machen.

Ich leide an Stuhlinkontinenz Grad 1. Meine Hosen sind zwar nie schmutzig oder richtig nass, aber am Tag sowie in der Nacht feucht. Ist mir selbst aber erst zu Beginn des Jahres 2007 konkret aufgefallen, bzw. habe mich damit erst auseinandergesetzt. Zwar haben mich einige Leute früher schon darauf hingewiesen, dass ich "stinken würde", habe es aber einfach ignoriert. Da ich allerdings in letzter Zeit mehrfach darauf aufmerksam gemacht wurde (lebe alleine), begab ich mich letztlich in proktologische sowie hautärztliche Behandlung. Es wurde festgestellt, dass ich in der Analgegend vermehrt Schwitze, was auf ein erblich bedingtes Ekzem zurückzuführen ist. Ferner leide ich auch an Hämhorriden. Diese wurden zwar behandelt, gingen aber nicht mehr vollständig zurück. Für das anale Ekzem verwende ich, wenn ich das jucken nicht mehr aushalten kann, ein bisschen Cortison. Dadurch wird die Haut immer dünner und dünner. Der Proktologe meinte, ich hätte da unten eine Haut, wie ein Achtzigjähriger. Ist wohl auch bedingt durch meine Neurodermitits an vielen Stellen am Körper. Jedenfalls ist es da unten nie trocken.

Im April wurde glücklicherweise festgestellt, dass ich eine sehr starkte Pilzinfektion (Candida + candida ähnlich) im Darm habe. Der Gründ für die ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit der letzten Jahre. Nach einer Kur ging es mir wieder besser. Meine Selbstmordgedanken sind verschwunden und ich versuche nun aus allem das Beste zu machen. In psychologischer Behandlung war ich deshalb nicht. Mein Hausarzt hat mir nur ein Antidepressiva verschrieben – das war alles. Weiteres hielt er nicht für sinnvoll.

Bedingt durch die Pilzinfektion vermeide ich Zucker, soweit es geht. Ein Nahrungsmittelallergietest brachte darüber hinaus eine Vielzahl von Allergien gegen zahlreiche Produkte zum Vorschein (Milchprodukte, Gluten, Ei, ...). Meine Ernährung habe ich seitdem ein bisschen umgestellt. Esse keine Eier und Milchprodukte mehr. Auch auf glutenfreies Brot und Teigwaren greife ich zurück. Im Hinblick auf die Düfte aus meinem After hat sich dadruch zwar bedingt eine Verbesserung ergeben, aber noch nicht zu meiner relativen Zufriedenheit. Die Ursache dafür liegt also nicht ausschließlich an der zahlreichen Besiedelung der Pilze im Darm. Vielleicht kann mir jemand ein paar Tipps zur Ernährung und "guten und schlechten Lebensmittel" im Hinblick auf die Auswirkungen auf mein Geruchsproblem geben.

Für meine Nässe verwende ich bislang lediglich Watte. Welche weiteren Hilfsmittel eignen sich hierfür noch. Der Proktologe und mein Hausarzt meinten, man könne gegen das Geruchsproblem nichts machen. Da ich auch im unteren Bereich viel schwitze, eignen sich wohl keine PVC-Hosen, die den unangenehmen Geruch etwas verbergen. Hat von Euch jemand eine Idee?

Schon mal vielen Dank im Voraus.
Herzliche Grüße
Hermann2007
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Beitrag #2 von klaro (+16.05.2008) » 03 Sep 2007 22:12


Hallo Herrman


Ich bin da etwas zögernd, im antworten. Gar nicht so einfach.

Meine Gedanken mal dazu,

erstens, finde ich es nicht gut, Watte zu benutzen, für die Nässe im Analbereich. Watte ist faserig, und nässende Haut , kann hie und da wund/offen sein.
Besser wäre, die Nässe mit Zelltstoffähnlicher Auflage zu trocknen, oder eine Ganze draufzulegen. Nicht jedoch Watte!

Du hast diverse Allergien? Du greifst auf glutenfreies Brot, t
Teigwaren? Hast du Zöliakie oder hälst du die Diät einfach nur zum gröbsten Teil ein?

Ein Arzt kann doch nicht Unverträglichkeit gegen Gluten diagnostizieren, und dich nicht dazu aufklären, behandeln und anweisen, wie zu essen?

Mit Zöli weiss ich derzeit wenig, weil wir bei unserer Tochter vor kurzem den Verdacht hatten auf glutenunverträglichkeit.

WENN aber eine Zöli gegeben wäre, gilt 100% eine Nahrungsumstellung. 99% reichen nicht,
um gesund zu bleiben. Um die Probleme im Griff zu haben.

Du fragst nach guten und schlechten Nahrungsmitteln. Das kann man dir hier kaum einfach so sagen. Du tippst bisschen von Eiern an, bisschen auf Gluten. Was auf Zucker?
Bei mir liegen noch gl freie Kekse in der Küche, Mensch bin ich froh, muss ich das nicht auf Dauer essen.

WIE IST es nun, im Totalen. Worauf musst du dich im Essen wirklich einschränken,
und worauf GANZ verzichten?

oder wieweit tust du es aus Verzweiflung? Ich lese hier doch die Verzweiflung aus deinen Zeilen.

Kann es nicht auch sein, dass du zufiel studierst, über dein Problem, und es dich dann fast krank macht, wenn alles nur noch ums essen /resp. Verboten zu essen, und dann wieder zum Geruchsproblem kommt?

Für mich läuft da einiges wie zusammen. Wenn du magst, erzähl uns mal genauer, über dich und deine Diagnostik/en und Ernährungsumstellung.

Bis dann, klaro
:roll:
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Beitrag #3 von Chris00 » 04 Sep 2007 09:29


ask goole

http://www.candida.de/pages/service/diaet.html


Dir sollte außerdem klar sein, dass jeder Mensch anders riecht. Das ist eine direkte Folge davon, dass die Verstoffwechslung bei jedem ein kleines Bißchen ander ist. Deswegen hilft hier wohl nur ein wissensbasierter Ansatz - sprich trial and error.

Eine chronische Mykose des Darms vollständig zu therapieren bedarf auch einer absolut konsequenzen Medikation mit kombinierten Wirkstoffen. Triazol-Derivate sind vielversprechend, müssen aber im Einzelfall abgeklärt werden.

Gummihose: Nenn mir den, der darunter nicht schwitzt. Ich weiß das, ich trage sie seit ich 8 bin. Aber das geht schon. Versuch macht kluch. Die Kritik von klaro an der Watte teile ich. Geeignete Einlagen halte ich für sinnvoller.
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