reizdarm

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reizdarm

Beitrag #1 von papa0861 » 02 Okt 2007 23:26


hallo leute,

reizdarm!

neue masche der hausärzte die nicht mehr weiterwissn? ......

oder ein effektiver ansatzpunkt?

das thema ist zu neu, um mir ein urteil bilden zu können.

reizdarm ist die letzte diagnose, die ich zu höhren bekam.

im net gibt es einige foren dazu, aber keines konnte mich so recht überzeugen.

die einzige definitive aussage, die ich finden konnte ist, daß es mal ein medikament zur behandlung gab. das wurde aber vom markt genommen, weil die nebenwirkungen zu groß waren.

ebenso konnte ich keine klare aussage finden, ob der reizdarm eine stuhlinko bewirken kann.

den allgemeinen erklärungen nach könnte dies der fall sein.

aber eben nur könnte.

lg
jürgen
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Beitrag #2 von fiat08 » 04 Okt 2007 13:17


Hallo :D ,
in meinen Augen ist Reizdarm immer eine Verlegenheitsdiagnose.
Meistens stecken nach Bluttest, Atemtest und Biopsie
Lebensmittelintoleranzen dahinter. Nach Einhaltung einer
Diät, werden die Beschwerden besser.
Bei mir haben die Lebensmittelintoleranzen zur Stuhlinkontinenz
geführt. :(
Also ich würde beim Arzt auf diese Untersuchungen bestehen,
bevor man die Diagnose Reizdarm akzeptiert.

LG
fiat08 :lach:
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fiat08
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Beitrag #3 von papa0861 » 04 Okt 2007 23:07


hallo fiat08,

die von dir angesprochenen untersuchungen habe ich hinter mir.

alles verlief ohne befund und somit scheint mir die diagnose doch nicht so fehl am platze zu sein.

wie gesagt, ich kann ja die erscheinungsformen und auslöser recht gut am mir nachvollziehen.

diät? voller käse! nicht mal abgenommen habe ich. nichtmal mit reductil 15mg. im gegenteil.

zucker? null problemo.

lebensmittelunverträglichkeit? null resonanz.

nahrungsumstellung und konsequente einhaltung bestimmter verhaltensformen brachte linderung.

fakt ist und bleibt aber eines. wenn ich mich aufrege und nicht schnell genug runterschrauben kann, krieg ich den flotten otto. früher zitterten mir maximal die knie. heute krieg ich bei vergleichbaren streßsituationen das große rennen.

es reicht schon, wenn ich auf grund der kürze der zeit mein mittagessen zu schnell/zu heiß runterschlinegn muß.

leider stimmt dann aber manchmal das verhältnis von wegstrecke und drang/zeit nicht.

abgesehen von dem ständigen schmierstuhl.

ich kann auf toilette gewesen sein und mich peinlichst gesäubert haben. es dauert nicht allzu lang, daß ich wieder das örtchen aufsuchen muß, da es zu einem schmierstuhlaustritt kommt. unrügerisches zeichen ist ein feuchtigkeitsempfinden und brennen.

ganz davon abgesehen, daß ich bei abgehenden winden immer gefahr laufe, daß es eben nicht bloß nicht "heiße luft" ist.

proktologisch/organisch ist soweit alles o.k.

darmspiegelung/enddarmspiegelung ohne befund, keine darmfalten. hämorrhoidal kaum probleme. trotzdem probleme mit dem feinverschluß,

also blieb letztenlich nur die diagnose reizdarm.

insoweit glaube ich in meinem fall nicht an eine reine "notlüge" der ärzte.

wenn ich nicht ´zig untersuchen hinter mir hätte vielleicht. aber so?!

lg
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Beitrag #4 von fiat08 » 05 Okt 2007 10:37


Hallo Jürgen :D ,
leider gibt es auch Patienten, wo keine Diagnose
gefunden wird, dann ist man ja erst recht
verunsichert. :aerger:
Ich war so froh, als ich endlich wusste, welche
Lebensmittelintoleranzen meinen Darm
schädigen. Leider passiert es mir nach einem
Jahr Diät immer noch, besonders bei Aufregung
und Essen im Restaurant, dass ich flott zur
Toilette muss und es auch nicht immer
rechtzeitig schaffe. :aerger:
Diesen Schmierstuhl hatte ich während der
Candida sein Unwesen trieb, aber ich denke,
dass wurde bei Dir schon abgeklärt.

Was tust Du denn zum Stressabbau ?

Wie ist es denn im Urlaub ? Mir geht es dann
immer besser.

Versuch Dir so viel Ruheoasen zu schaffen,
wie es nur geht, ich weiss, leichter gesagt,
wie getan.

Dann hat mir von Via Biona Probiotik immun
geholfen. :lach:

Gute Besserung.

LG
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Beitrag #5 von MonaLisa » 23 Dez 2007 12:04


Hallo,

auch bei mir lautet die Diagnose: chronisches Reizdarmsyndrom.
Untersucht wurde alles, was frau/man sich nur vorstellen kann. Alle Ergebnisse waren negativ, also ohne Befund.

Es fällt mir sehr schwer mich mit der Inkintinenz abzufinden. Habe auch medikamentös alles versucht sie in den Griff zu bekommen.
Das einzige Medikament, das tatsächlich geholfen hat hat eine ätzende Nebenwirkung, bekomme massive Magenschmerzen. Nun mache ich es so: fahre ich weg, nehme ich mind. einen Tag vorher schon besagtes Medikament--und erst wenn ich wieder zu hause bin setze ich es ab. Da nehme ich die doch eher die heftigen Magenschmerzen in Kauf, als dass ich ständig in die Hose mache.
Das ist meine Art mit dieser Einschränkung umzugehen.

Grüße
MonaLisa
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Beitrag #6 von Helmut » 25 Dez 2007 11:53


Hallo MonaLisa,

du könntest auch mit der Irrigation deine Reizdarmproblematik in den Griff bekommen, da kann dir bestimmt auch Gudrun hier vom Forum etwas dazu sagen. Mit der Irrigation entleerst du täglich den Darm zu einer bestimmten Zeit, dann ist auch nicht mehr soviel da was in die Hose gehen könnte.

Weiterhin solltest du dir über einen Wäscheschutz ein paar Gedanken machen, hier eignen sich Pants wie etwas Molicare mobil oder Attends Pullons ganz gut. Wenn dann doch mal ein "Unfall" passiert, dann ist nicht deine ganze Kleidung in Mitleidenschaft gezogen.

Die Sache mit den Medikamenten ist auch nicht ganz so einfach, da die wahren Ursachen für den Reizdarm bis heute nicht geklärt sind. Eine Vermutung basiert darauf dass das Nervengeflecht im Dünndarm zu stark auf die Reize von außen bzw. durch bestimmte Nahrungsmittel reagiert, das ist aber wissenschaftlich noch nicht gesichert.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #7 von MonaLisa » 25 Dez 2007 13:02


Hallo Helmut,

Wäscheschutz trage ich immer, wenn ich aus dem Haus gehe (rolle), sitze im Rolli--besser ist besser :D

Habe auch mal die Analtampons probiert--die waren absolut nichts für mich. Erzeugten nur ne Menge Druck im Darm--der wiederrum reagierte promt mit Stuhlentleerung.

Was die Irrigation betrifft, die kommt für mich nicht in Frage. Das hat aber Gründe, zu denen ich hier nichts sagen möchte.

Grüße von
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Beitrag #8 von Helmut » 01 Jan 2008 15:58


Hallo MonaLisa,

die Frage nach dem Wäscheschutz stellte ich ja nur, da du in deinem Beitrag nichts davon erwähnt hast.

Die Analtampons sind auch nur bei festerem Stuhl geeignet, bei Durchfall bringen sie eher weniger Sicherheit. Auch die Problematik mit dem unangenehmen Druckgefühl im Enddarm ist eine bekannte Sache welche in den meisten Fällen aber nach einiger Zeit der regelmäßigen Verwendung von Analtampons verschwindet.

Warum du die Irrigation nicht machen willst, das kann ich nicht so ganz nachvollziehen, hast du es wenigstens schon mal probiert? Ich weis, dass es für viele am Anfang schwer ist und sie sich davor ekeln bzw. Angst davor haben, sich einen "Einlauf" zu machen weil sie vielleicht schlechte Erfahrungen aus dem Elternhaus oder dem Krankenhaus haben. Es kostet schon etwas Überwindung, ist aber nach kurzer Zeit doch ein angenehmes Gefühl, wenn der Darm dadurch leer ist und es nicht so Schnell zu Unfällen kommt. Wenn du die Irrigation deswegen nicht machen willst, da du wegen der eingeschränkten Handmotorik vielleicht Hilfe dazu brauchst, dann ist das sicher ein Argument, aber auch hier solltest du es trotzdem mal versuchen. Es gibt unterschiedliche Systeme für die Irrigation, darunter auch eines das speziell für Rollifahrer entwickelt wurde. Dieses System ist von Coloplast und nennt sich Peristeen anale Irrigation. Ich selber verwende die elektrische Irrigationspumpe Irrimatic R von B.Braun.

Gruß Helmut
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Beitrag #9 von MonaLisa » 21 Jan 2008 16:41


Hallo Helmut,

die Antwort kommt spät, aber sie kommt.

Bevor ich Rentnerin wurde war ich Krankenschwester. Somit kenne ich mich aus damit, habe doch selbst sehr, sehr viele "Einläufe" bei Pat. durchgeführt.

Dass ich die Irrigationen bei mir selbst nicht durchführen kann hat schwerwiegende Gründe, zu denen ich mich hier aus Selbstschutz nicht äussern möchte. Bitte um Verständnis.

Grüße von
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Beitrag #10 von Helmut » 21 Jan 2008 17:07


Hallo MonaLisa,

klar musst du dich als ehemalige Krankenschwester mit Einläufen auskennen.....

Dann ist dir ja bestimmt auch bekannt, dass die Irrigation nur im Grunde einige Gemeinsamkeiten mit dem normalen Einlauf hat, vielmehr ist die Technik mit einer rektalen Darmspülung vergleichbar. Weiterhin wird die Irrigation im Sitzen auf der Toilette durchgeführt, während der Einlauf in der Regel beim auf der Seite liegenden Patienten gemacht wird. Dann ist da noch der Unterschied dass die Spülflüssigkeit bei der Irrigation nur im Enddarm bleiben soll und auch relativ schnell verabreicht wird, im Gegensatz zum normalen Einlauf. Auch die Menge proSpülzyklus ist mit 500-750ml geringer als beim normalen Einlauf.

Klar musst du nicht darüber sprechen warum du die Irrigation nicht machen willst, es gibt ja noch mehr Möglichkeiten.

Gruß Helmut
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