Biofeedback und mehr. Brauche dringend Hilfe

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Biofeedback und mehr. Brauche dringend Hilfe

Beitrag #1 von Marc » 07 Jun 2009 03:03


Hallo zusammen,

wie der Titel schon sagt, brauche ich dringend euren Rat. Wie an anderer Stelle schonmal geschrieben leide ich unter einer "leichteren" Schließmuskelschwäche. Dies äußert sich darin, dass ich nach dem Stuhlgang meistens ein den After nur schwer sauber bekomme und zum anderen auch einige Zeit nach dem Stuhlgang der After wieder verschmiert ist.

Ich war schon bei diversen Ärzten und verwende nun seit über einem halben Jahr ein Biofeedbackgerät OHNE Elektrostimulation. Angefangen habe ich auf Stufe 4 von 15. Ich habe mich immer weiter vorgearbeitet bis ich nun seit einigen Wochen Stufe 10 halten konnte und seit kurzem teilweise sogar Stufe 11.

Seit ein paar Tagen wird das ganze aber immer schwerer. Beim anspannen konnte ich heute teilweise nichtmal mehr Stufe 9 halten, die eigentlich seit Monaten problemlos klappte. Dafür merke ich beim anspannen ein stärkeres ziehen im Bauchraum, was mich auch daran hindert noch stärker anzuspannen.

Das nächste Problem ist, dass ich durch die Einnahme von Mucofalk (Leinsamen) das Nachschmieren sehr gut im Griff hatte. Aber seit einigen Tagen ist es wieder da. Trotz Mucofalk. Verschlimmert sich mein Zustand etwa wieder?

Die Ärzte haben bisher die Hämhoirriden mehrmals verödet (und Montag steht wieder ein Termin an). Außerdem wurde eine Darmspiegelung und ein Bluttest durchgeführt. Alles ohne Befund. Ein Lebensmittelallergietest steht noch an. Genau wie eine Magenspiegelung. Ich weiß langsam echt nicht mehr, woran es liegen könnte. Es scheint mir, dass mein Schließmuskel von innenheraus immer wieder geschwächt wird und ich mit dem Training gar nicht schnell genug hinterher komme. Nach dem Stuhlgang bzw. dem Training scheint sich der After auch gar nicht richtig zu schließen. Es ist wie ein Faß ohne boden.

Ich bin wirklich verzweifelt und verfalle gerade in tiefste Depressionen. Ich bin 23 Jahre alt und befürchte, dass ich das Problem nicht mehr unter Kontrolle bekomme. Ich weiß aber auch nicht woher das kommen könnte. Ich tue schon alles erdenkliche um den Schließmuskel zu schonen. Kein pressen, viele Balaststoffe, viel trinken usw. und dazu noch das Training. Aber es scheint alles nichts zu helfen.

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Ratschläge geben oder von eigenen Erfahrungen berichten.

Gruß
Marc
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Beitrag #2 von Helmut » 08 Jun 2009 11:03


Hallo Marc,

deiner Beschreibung nach könnte es sich bei dir um einen mechanischen Defekt am Schließmuskel handeln, da dein Training zwar den Schließmuskel stärkt, aber es gleich danach zu einer Verschlechterung kommt. Das deutet sehr auf einen Einriss im Schließmuskel hin, der durch das Training weiter fortschreitet. Haben deine Ärzte bei dir auch eine Sonografie bzw. ein CT des Schließmuskels gemacht?

Eine weitere Ursache könnte auch im neurologischen Bereich zu finden sein, lasse auch mal eine anorektale Manometrie und ein EMG der Nerven im Schließmuskel machen.

Ballaststoffe wie Mucofalk (indische Flohsamenschalen) sind sehr hilfreich und du solltest diese auch weiterhin nehmen. Weiterhin wäre vielleicht die Irrigation, sprich eine Art Darmspülung einmal täglich eine gute Sache, damit entleerst du den Darm fast vollständig und es kommt dann auch selten zu Stuhlschmieren.

Gruß Helmut
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Beitrag #3 von Marc » 08 Jun 2009 15:31


Hallo Helmut,

vielen Dank für deine Antwort. Die von dir genannten Untersuchungen wurden bislang soweit ich weiß nicht durchgeführt. Die Schließmuskelschwäche wurde diagnostiziert, in dem man die Kraft beim Anspannen gemessen hat. Ich kann dir leider nicht sagen, wie das Verfahren hieß.

Besteht denn auch die Möglichkeit, dass der Schließmuskel von innen her geschwächt wird, ohne dass er selbst direkt geschädigt ist? Beispielweise durch einen Reizdarm oder dergleichen? Wie gesagt habe ich sehr oft ein mittelstarkes Druckgefühl im Bauch / Darm und gerade vorm Stuhlgang ist das enorm stark. Ich kann den Stuhl zwar immer eine ganze Zeit halten, aber der Druck ist doch überaus stark. Ich bekomme dann auch Bauchschmerzen. Zusätzlich habe ich vor dem Stuhlgang fast immer Blähungen. Diese riechen meist auch sehr unangenehm. Kann denn rein theoretisch ein Reizdarm oder eine Lebensmittelunverträglichkeit überhaupt zur Schließmuskelschwäche führen?

Gestern abend und heute morgen klappte das Training übrigens wieder etwas besser. Kann es sein, dass die Hämmoiriden ein starkes Anspannen des Schließmuskels verhindern? Ich habe gleich einen Termin zur Behandlung (vermutlich Verödung). Sie scheinen aber nicht überaus groß zu sein. Ich habe zumindest nicht bemerkt, dass diese aus dem Darm rausfallen.

Außerdem fiel mir auf, dass sich der After nach dem Stuhlgang meist einfach nicht mehr zusammenzieht. Ich greife quasi ins Leere. Gestern jedoch zog sich der Schließmuskel danach wieder etwas stärker zusammen, so dass ich nicht ins Leere greifen konnte ;). Danach klappte wie erwähnt auch das Training besser.

Gruß
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Beitrag #4 von Helmut » 11 Jun 2009 13:03


Hallo Marc,

nun, ein reiner Reizdarm führt in der Regel nicht zu einer Schließmuskelschwäche, da spielen oft andere Gründe eine Rolle. Du solltest auf alle Fälle nach einer gründlicheren Diagnostik bestehen, um die wahren Gründe für deine Stuhlinkontinenz zu finden.

Außerdem fiel mir auf, dass sich der After nach dem Stuhlgang meist einfach nicht mehr zusammenzieht. Ich greife quasi ins Leere. Gestern jedoch zog sich der Schließmuskel danach wieder etwas stärker zusammen, so dass ich nicht ins Leere greifen konnte ;). Danach klappte wie erwähnt auch das Training besser.

Das deutet aber schon auf einen mechanischen Defekt des Schließmuskels hin, wenn er sich nach dem Stuhlgang nicht oder nur sehr wenig schließt.

Gruß Helmut
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Beitrag #5 von Marc » 11 Jun 2009 13:22


Hallo Helmut,

danke für deine Antwort.
Der Termin zur Verödung der Hämhoiriden war übrigens gar nicht mehr notwendig. Der Arzt meinte dort sei soweit alles in ordnung und derzeit nicht behandlungswürdig.
Das Biofeedback-Training wird jedoch immer schwerer. So sehr ich mich auch anstrenge, ich kann den Druck einfach nicht konstant halten. Zum einen schaffe ich wenn überhaupt nur noch Stufe 10 und selbst da schwankt es dauernd.

Ich werde beim nächsten Termin auf jeden Fall das Problem nochmals ansprechen und darum bitten, den Schließmuskel nochmals gründlich zu untersuchen.

Da ich aber auch andauernd Blähungen und leichte Bauchschmerzen habe, dachte ich eher an eine tiefergreifende Ursache wie zum Beispiel einen Reizdarm oder eine Lebensmittelintoleranz. Letztere wird am Montag untersucht. Ich habe bisher allerdings nur gelesen, dass diese zu Durchfall führen kann, der wiederum zur Inkontinenz führt. Durchfalls habe ich jedoch höchst selten.
Kann denn auch ein hoher Druck im Darm den Shließmuskel schwächen? oder auch diese andauernden Blähungen?

Ich habe übrigens auch mal gelesen, dass psychopharmaka eine Inkontinenz auslösen können. Vor etwa 4 Jahren habe ich mal eine zeit lang Antidepressiva genommen. Heute nehme ich jedoch nichts mehr. Kann die Inkontinenz daher kommen oder besteht diese wenn überhaupt nur WÄHREND der Einnahme der Antidepressiva?

Gruß
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Beitrag #6 von Helmut » 02 Jul 2009 15:35


Hallo Marc,

andauernde Blähungen können einen Schließmuskel nicht schwächen, nur ein schwacher Schließmuskel kann eben schlechter die Winde zurück halten.

Dagegen kann ein Reizdarm sehr wohl eine Stuhlinkontinenz fördern, das kommt aber auf die Form des Reizdarmes an. In einem solchen Fall solchen Fall spricht man von einer sensorischen Stuhlinkontinenz, sprich die Nerven im Enddarm und im Schließmuskel reagieren viel stärker als sie sollen. So wird häufig schon eine geringe Füllung des Enddarmes als starker Stuhldrang wahrgenommen bzw. es kommt zu einer ungewollten Darmentleerung.

Mit deiner Vermutung hast du völlig Recht, es gibt einige Psychopharmaka, welche direkt oder indirekt eine Inkontinenz auslösen bzw. verstärken können. Hier muss man aber bedenken, dass die Inkontinenz meistens noch zu den "harmlosen" Nebenwirkungen gehört und andere Nebenwirkungen teilweise lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. In der Regel verschwinden die Nebenwirkungen auch wieder mit dem Absetzen des Medikaments.

Gruß Helmut
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Beitrag #7 von Marc » 02 Jul 2009 15:56


Hallo Helmut,

danke für deine Antwort. Dann schließe ich die Medikamente mal aus. Das ist schon einige Jahre her, dass ich die nahm und wirkliche Nebenwirkungen, außer beim Einstieg und beim Absetzen hatte ich nicht.

Mittlerweile wurde bei mir neben der Darmspiegelung auch eine Magenspiegelung durchgeführt. Alles soweit ohne Befund. Nach der Magenspiegelung habe ich jedoch einen Brief an meinen Hausarzt erhalten, worin steht, dass ich einen "spastischen Langdarm" habe. Was auch immer das heißen mag. Weißt du das zufällig? Ich habe eine Kopie des Schreibens und werde sie demnchäst auch meinem behandelnden Arzt vorlegen. Vielleicht sieht er ja einen Zusammenhang zur Inkontinenz.

Außerdem wurden folgende Lebensmittelallergien (oder -intolleranzen) festgestellt: Haselnüsse, Hühnerei, Kuhmilch (nicht nur Laktose), Forelle, Petersilie, Weintrauben und Krabben.
Ich habe jetzt seit fast 2 Wochen alle diese Lebensmittel komplett weggelassen. Einige Tage nach Beginn dieser "Diät" hatte ich auch keinerlei Probleme mehr mit dem Nachschmieren des Stuhls. Die Reinigung nach dem Stuhlgang war zwar noch immer beschwerlich, aber der After verschloss sich spürbar stärker als sonst. Das hielt aber leider auch nur ein paar Tage an. Jetzt hatte ich schon zwei Tage hintereinander wieder Schmierstuhl.

Was mich verwundert ist, dass das Schmieren (fast) nur auftritt, wenn ich beim Stuhlgang ein gefühl der unvollständigen Entleerung habe. Ich weiß, dass das durch Hämmhoirriden verursacht werden kann. Nur diese wurden ja letztens als nicht behandlungswürdig angesehen. Und bei mir ist das auch mehr als "nur ein Gefühl" der unvollständigen Entleerung. Wenn ich nämlich stark presse, kommt immer noch etwas nach. Es ist aber wirklich sehr schwer. Normalerweise muss ich beim Stuhlgang nicht pressen. Ich frage mich nur, warum immer etwas im Darm zurückbleibt. Das scheint dann später auch das Schmieren auszulösen.
Außerdem habe ich beobachtet, dass das Biofeedbackgerät nach dem Training fast immer stärker verschmutzt ist. Und das auch wenn der letzte Stuhlgang einen Tag her ist und ich mich seit dem ordentlich gewaschen habe. Baut die Schleimhaut nicht normalerweise alle Rückstände innerhalb von 2 Stunden ab?

Übrigens klappt das Anspannen des Muskels beim Training scheinbar immer dann schlecht, wenn ich zuvor Probleme mit dem Nachschmieren und der unvollständigen Entleerung hatte. Gibt es dort evtl. einen Zusammenhang?

Gruß
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Beitrag #8 von Helmut » 02 Jul 2009 16:12


Hallo Marc,

mir scheint dass da der Proktologe nochmal ran muss und eine genaue Funktionsdiagnostik des Dickdarms und des Schließmuskels machen muss. Auf alle Fälle wäre eine Irrigoskopie und eine Defäktoskopie des Darmes sinnvoll, um die Funktion der Stuhlentleerung zu prüfen. Beides sind Röntgenuntersuchungen, bei denen ein Kontrastmittel in Form eines Einlaufes gegeben wird. Im ersten Fall wird vom Darm eine Doppelkontrastdarstellung gemacht um die Lage des Dickdarmes im Bauchraum zu zeigen. Bei der zweiten Untersuchung werden während der Darmentleerung die Röntgenaufnahmen angefertigt, hier kann die genaue Funktion der Stuhlentleerung und des Schließmuskels dargestellt werden.

Gruß Helmut
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Beitrag #9 von Marc » 02 Jul 2009 16:17


Hallo Helmut,

nochmal danke für Deine schnelle Antwort. Ich werde den Doktor mal darauf ansprechen. Es scheint mir auch so zu sein, als stimme im Bereich des Enddarms etwas nicht vor dem Stuhlgang habe ich immer so ein starkes Druckgefühl im Enddarm, das teilweise wirklich schmerzt. Trotzdem verspüre ich dann noch keinen Stuhldrang.
Nach dem Stuhlgang habe ich dann noch einige Zeit ein Brennen im Enddarm, das mal leicht und mal stärker ist. Blut habe ich jedoch in letzter Zeit keines mehr feststellen können, so dass ich die Hämmhoirriden nicht wirklich als Ursache ansehe.

Gruß
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Beitrag #10 von Marc » 29 Aug 2009 22:50


Hallo zusammen,

leider gibt es bislang nichts wirklich neues zu berichten. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass meine Probleme nicht von einer der diagnostizierten Lebensmittelallergien kommen. Ich spüren nämlich keiner Unterschied, ob ich nun auf die Lebensmittel verzichte oder nicht.

Da mein Proktologe bisher nichts außergewöhnliches festellen konnte und auch die Magen- und Darmspiegelung ohne Befund waren, habe ich nun einen Termin zur Defäkographie. Ich hoffe nur, dass es hierbei nicht zum "Vorführeffekt" kommt, denn das Nachschmieren und die unvollständige Entleerung treten nicht immer auf. Mal Tage gar nicht und dann wieder täglich.

Ich habe aber auch noch eine Frage, die ich erstmal hier stellen möchte, bevor ich mich damit an einen Arzt wende. Das reine Biofeedback hat meinen Schließmuskel bereits gestärkt. Ich kann nun besser den Stuhldrang zurückhalten. Im unangespannten Zustand ist der Muskel jedoch immer noch so schlaff wie vor der Therapie. Ich hatte gedacht, dass evtl. eine Kombination aus Biofeedback und Elektrostimulation hirbei helfen könnte, aber dieses Gerät wird wahrscheinlich nicht von der Krankenkasse bewilligt. Kann mir vielleicht ein Beckenbodentraining weiterhelfen oder bewirkt das nichts anderes als das Biofeedback auch?
Ein weiteres Problem, welches ich bisher als solches nicht wahrgenommen habe ist nämlich, dass ich am Tag sehr oft zur Toilette muss um meine Blase zu entleeren. Ich trinke zwar auch täglich ca. 3 Liter Wasser, aber jede Stunde mindestens 1 mal zur Toilette zu müssen finde ich schon sehr viel. Das war bei mir jedoch immer schon so. Jetzt habe ich gelesen, dass dieser verträrkte Harndrang bereits eine Form der Dranginkontinenz ist, auch wenn nie oder fast nie etwas in die Hose geht. Kann es sein, dass ich einfach eine sehr schwache Beckenbodenmuskulatur habe? Vielleicht schon von Geburt an?

Gruß
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