beckenbodentraining

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Beitrag #1 von papa0861 » 03 Okt 2009 22:43


vor drei tagen kam die tante vom medidienst und überreichte mir das beckenbodentrainingsgerät. das mit dem biofeedback.

meine kasse hat ersteinmal ein 4-monate-nutzung bewilligt. ich komme mir bei der anwendung ziemlich miß vor. einem kollegen vom anderen ufer würde es bestimmt einige freude bereiten, sich die sonde in den po einzuschieben und damit zu spielen/trainieren.

mich kostet es schon eine verdammte überwindung.

ich kann schon jetzt fast absehen, daß ich dieses experiment abbreche. allein das einführen der sonde ist reiner ekelhorror. die ersten tage habe ich bis jetzt nur durchgehalten, weil meine frau mir das gefühl gab, die angelegenheit als notwendig zu betrachten.

lg
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Beitrag #2 von Helmut » 04 Okt 2009 09:05


Hallo Jürgen,

klar kann ich verstehen, dass es nicht gerade angenehm ist, sich so eine Sonde in den Hintern zu stecken. Du solltest dich aber überwinden und die Therapie trotzdem zuende machen, wer weis, vielleicht bringt es dir ja doch den gewünschten Erfolg.

Genauso ging es mir, wie ich mit der Irrigation angefangen hatte, mir war das sehr unangenehm und ekelig, mir so einen Schlauch in den Hintern zu stecken und sich die Gedärme mit Wasser voll zu pumpen. Ich wollte damals auch schon nach 2 Wochen wieder aufhören, habe mich aber dann durch gerungen weiter zu machen und bereue es bis heute nicht.

Ich habe auch noch so ein Stimulationsgerät zu hause, habe es selber fast 2 Jahre am Stück benutzt, bei mir hat es leider keine wesentliche Verbesserung gebracht, da ja hier der Schließmuskel selber ok ist und nur die Ansteuerung durch die Nerven eine Fehlfunktion aufweist.

Also Jürgen, bleibe am Ball, ich drücke dir die Daumen dass du damit Erfolg hast.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von papa0861 » 04 Okt 2009 22:50


hallo helmut,

ne, ich gebe nicht auf. versuche es zumindest. den ersten schock habe ich mittlerweile überwunden und finde die angezeigten zahlen recht spannend ;-)

trotzdem, fühle ich mich mächtig erniedrigt.

eigentlich sollte ich ein gerät mit elektrostimulation bekommen. aber auf grund der hämos grad 3-4 meinte der arzt, daß dies zu große schmerzen verursachen würde. das nachzuvollziehen, kriege ich nicht ganz auf die reihe.

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Beitrag #4 von mehlbox2001 » 05 Okt 2009 03:12


Hallo zusammen,

nur um das mit dem Antidiskriminierungsfaktor hinzubekommen:

WELTKULTURGUT: Als das Setzen von Klistierspritzen für die Oberschicht grade in Mode war, hat von über 300 Jahren ein gewisser Molière ein Theaterstück namens Der Eingebildete Kranke geschrieben, wo die männliche Hauptfigur am Ende entzückt mit Klistierspritzen auf der Bühne rumrennt. Das war damals eine "medizinische" Modeerscheinung, die wohl einigen Leuten Lust bereitete. Noch mehr als 300 Jahre später lacht die Welt darüber. Bitte die nächste SVI-Jahreshauptversammlung nach Stadt und Termin des Theaters aussuchen, Helmut! ;-)

MEIN PROFESSOR DAZU: "Erzählen Sie doch den armen Mädchen nicht solche schwule Schauergeschichten" -- dabei war alles außer "Lust" original aus seinem Buch zitiert (standesgemäß im DKP-Verlag Pahl-Rugenstein erschienen) ...

ANDERES UFER?: Die Umfrager ("Sexualwissenschaftler") haben inzwischen rausgefunden, dass schwule und nichtschwule Männer prozentual gleichermaßen ihr Hinterteil stimuliert haben mögen. Alles andere ist dummes Schulhof-Geschwätz.

WIKIPEDIA: Ich wurde mal 2007 von einem Wiener Wikipedia-Autoren angesprochen, ob es stimmt, dass Männer, die sich von anderen Männern derart anal stimulieren lassen, dass sie die ganze Hand in den Anus einführen ("Fisten"), stuhlinkontinent werden können. Der hatte mich wohl hier im Forum als eventuell mit dem Thema vertraut identifiziert. Ich hab ihm geantwortet, dass ich das Thema zwar ZIEMLICH WIDERLICH finde, aber dennoch (1) ist mir schon jemand untergekommen, dessen Anus sich bei der leichtesten Berührung so weit geöffnet hat (INDIZ für bewusste oder unbewusste Muskel-Reaktion), dass eine Zentimeter-große Öffnung da war, (2) dass ich von niemand weiß, der davon stuhlinkontinent wurde, und (3), dass ich weiß, dass solche Leute ihren Schließmuskel bewusst und noch besser betätigen können. WIKIPEDIA warnt aber nach wie vor vor den Folgen im Alter: http://de.wikipedia.org/wiki/Fisting .

FAZIT: Jürgen, fühl dich nicht erniedrigt, sondern ermutige deine Muskulatur. Ob es dich nervt oder dir komisch vorkommt, oder ob du wie Der Eingebildete Kranke Lust empfindest, sollte dir aus medizinischen Gründen völlig egal sein ... Medizin schmeckt manchmal bitter, aber hier kann man dummerweise keinen Teelöffel Zucker dazugeben ...

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Beitrag #5 von papa0861 » 05 Okt 2009 20:40


hallo andreas,

das einzige lustempfinden, was ich bei der anwendung derzeit habe ist, daß teil aus dem fenster feuern zu wollen.

ich tue es aber nicht, weil zum einen recht teuer ist und zum anderen ein weiterer grashalm, an den man sich klammert.

dazu kommt noch, daß die sonde mit der zeit ziemlich schmerzhaft ist. aber was uns nicht tötet, härtet uns ab.

lg
jürgen

p.s.

merkwürdig:
habe nur durch zufall gesehen, daß eine antwort auf mein posting eingegangen ist. es kam keine benachrichtigung per mail. aber egal, ich habs ja gefunden.
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Schmerzen bei der Anwendung

Beitrag #6 von mehlbox2001 » 06 Okt 2009 01:28


Hallo Jürgen,

dann fehlen hier ein paar Worte zu "Andreas' eigener Schmerz- und Entspannungstherapie" -- bestimmt sehr kontrovers, aber mir hilft's.

HINTERGRUND: Selbst eine sanfte Nackenmassage kann Schmerzen verursachen, wenn sie ungewohnt oder unerwünscht ist, oder der Massierte grade blöde drauf ist ...

ERFAHRUNG: Mein besonderes persönliches Schmerzthema sind Halsschmerzen: Manchmal wochenlang nicht los geworden, mit großen Schmerzen verbunden und mit Ängsten besetzt, wurde ich sie als Student jahrelang sehr schlecht los. Vom Arzt verschriebene Antibiotika wirkten aber nach fünf Minuten (!) Wunder -- das geht aber nun mal gar nicht ... Nach einem intensiven Gespräch mit einem guten Freund hatte ich die Lösung: Nach einer Woche Wintersmog in Westberlin halfen am besten vier eiskalte Bier, eine halbe Schachtel Karo und "für die Psyche" vorher etwas Ibuprophen ...

MEIN (bestimmt kontroverser) TIPP: Hilf eine Stunde vor der Anwendung mit einer 500er Ibu oder Paracetamol nach. Dann kannst du keine Schmerzen haben. Und weil du keine Schmerzen mehr haben kannst, sind die Verspannungen weg, und du kannst mit dem Gerät wie geplant arbeiten.

Das etwas drastische Posting oben (hat's hier keine Jugendschutzfunktion?) diente lediglich zur Veranschaulichung der Tatsache, dass der Schließmuskel zu mehr in der Lage ist, als die meisten Leute denken. Ohne sonderlich darüber nachzudenken, bringt den meisten Leuten morgens der Stuhlgang ein Ergebnis in einer dicken länglichen Form -- aber sie haben schlimme Hintergedanken, wenn sie in der Klinik mal ein Fieberzäpfchen bekommen ...

Wünsche in diesem Sinne gutes Gelingen und gute Besserung.

Andreas
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