interstim therapie

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Beitrag #1 von uti » 11 Apr 2010 14:11


liebe foraner,
ich bin neu hier und habe einige fragen.seit mehreren jahren leide ich an inkontinenz.habe 2 jahre die elektrostimulation gemacht ohne erfolg.nun soll ich einen interstimschrittmacher bekommen.wer hat schon so einen und wie sind die erfahrungen?muss man sich hinterher in seinen aktivitäten wie sport sehr einschrenken?und kann man gut damit leben?ich würde mich freuen wenn mir jemand helfen kann,habe nämlich noch angst davor.
uti :aerger: :oops:
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uti
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Ergebnisse nach Elektrostimulation

Beitrag #2 von Chris » 12 Apr 2010 08:37


Hallo uti,

sei erst mal herzlich gegrüßt - willkommen im Forum.

Das Interstim Gerät gehört zur Gruppe der "Sakralnerven Stimmulations Geräte". Wenn du seit 2 Jahren Elektrostimulation gemacht hast und das keinen Erfolg gebracht hat, dann wäre ich sehr vorsichtig mit zu großen Hoffnungen auf das Interstim Gerät. Wenn es gut funktioniert, was in der Probestimulation festgestellt werden kann, dann hast du kaum Beeinträchtigungen zu erwarten. Allerdings sehe ich in einer solchen Implantation schon einen ganz erheblichen Eingriff. Ob der langfristig wirklich weiter hilft - ich wage das zu bezweifeln - die langfristigen Erfolge weichen auch stark von "den Hochglanzprospekten" ab.

Daher eine ganz andere Frage vorneweg - hast du schon Beckenbodengymnastik gemacht ?? Das sollte unbedingt vorher probiert werden, denn - alle Geräte oder Medikamente können dir nicht helfen, wenn die Muskulatur nicht einigermaßen trainiert ist. Es ist müßig über sehr eingreifende Schritte nach zu denken, wenn diese einfachen Hilfsmöglichkeiten noch nicht versucht wurden. Den Erfolg einer Beckenbodengymnastik kann man frühstens nach 3 Monaten konsequenten Trainings erwarten, allerdings sind die Erfolgsaussichten sehr groß. Was für mich immer wieder überraschend ist, ist das geringe Interesse oder Problembewusstsein vieler Ärzte und auch Patienten - mit Medikamenten oder einer OP kann in diesem Fall selten wirklich langfristig geholfen werden. Daher meine dringende Bitte - bevor du dich "unters Messer" begibst und damit ein Eingriff gemacht wird, der Narben hinterlässt etc. etc. solltest du unbedingt alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben, auch wenn der Leidensdruck - verständlicher weise - groß ist. In jeden Falle solltest du eine zweite Meinung vor einer OP einholen. Dazu ist ein Kontinenzzentrum der richtige Ansprechpartner.

Hoffe mal das dir das ein wenig weiter hilft.

Chris
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Beitrag #3 von uti » 12 Apr 2010 11:16


ich habe keine beckenbodensenkung,daher ist beckenbodentraining auch nicht allein hilfreich.ich habe lediglich eine erschlaffung des schließmuskels,was daher kommt,weil ich schwere depressionen habe und viele medikamente einnehme,die das verursachen.ich kann leider auch nicht darauf verzichten.im inkontinenzzentrum bin ich seit 2 jahren und die haben mir diese op empfohlen,weil die einzige maßnahme ein künstlicher ausgang wäre.was hab ich für alternativen?ich hätte halt gerne mal jemanden gesprochen,der so ein gerät schon hat.
liebe grüße uti
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uti
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Beckenbodentraining - Beckenbodensenkung

Beitrag #4 von Chris » 12 Apr 2010 12:07


Hallo Uti,

es ist schon interessant, was wie kommuniziert wird. Beckenbodentraining hat nur wenig damit zu tun, dass es nur hilfreich wäre bei einer Beckenbodensenkung! ohne jetzt zu sehr ins medizinische ab zu gleiten - Der Beckenboden und die Schließmuskel bilden eine sehr enge Einheit. Aus dem Beckenboden heraus bilden die Schließmuskeln und ein Ringmuskel um die Vagina eine besondere Untereinheit. Diese werden beim Beckenbodentraining alle mit stimuliert und gestärkt. Daher - wenn du einen erschlafften Schließmuskel hast, ist genau das eine typische Indikation für Beckenbodentraining. Das sollte allerdings von einem hierin erfahrenen Physiotherapeuten angeleitet werden, sonst bringt es nichts oder kaum etwas. Und es dauert, bis sich Erfolge einstellen, aber die kommen - fast sicher. Ein Bekannter bekam nach einer Prostata/Blasen OP eine Neoblase (Kunstblase) - es war also "nur noch" der äußere Schließmuskel "übrig" - durch Beckenbodentraining ist er tagsüber nach ca. 6 Monaten "dicht" gewesen und das bis heute. Vor Allem - es gab keine weitere OP, alle noch vorhandenen Strukturen werden so genutzt, wie es "die Natur" vorsieht, eine OP ist jederzeit noch möglich, wenn das einmal nötig werden sollte.

Noch mal zur Neurostimulation - ich selbst habe mich, weil mir auch ein solches Gerät bei meiner nervlich (Unfall) bedingten voll Inko empfohlen wurde, gegen den Einsatz ausgesprochen, weil das aus meinem Blickwinkel die absolut letzte Möglichkeit darstellt. Da ich an einer großen Klinik arbeite (EDV), kann ich "so nebenher" ganz andere Informationen bekommen, wie sie sonst zugänglich sind und ich erwische auch einmal einen Facharzt zu einem etwas privateren Gespräch. Dank dieser Informationen habe ich mich gegen die Neurostimulation entschieden. Lies hier im Forum gern nach, es gibt eine ganze Reihe von Betroffenen, die so ein Gerät haben, die Ergebnisse und Erfahrungen gehen über das ganze Spektrum der Möglichkeiten. Was aber sicher ist, der Eingriff ist nicht "so mal eben" und er hinterlässt erhebliche Spuren, wenn sich kein Erfolg einstellt, ist es hinterher sicher deutlich schlechter als jetzt. Noch schlechter ist nur der Einbau von künstlichen Schließmuskeln, da gibt es ganz unterschiedliche Darstellungen der Erfolge, je nach dem, wer darüber berichtet.

In diesem Sinne - machs gut

Chris
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InterStim Therapie

Beitrag #5 von ourrainbow » 02 Dez 2013 14:31


Hallo, bin ganz neu hier!
bei mir läuft zur Zeit die Probephase der InterStim Therapie, gleich zweigleisig! Für/Gegen Stuhl- und Urininkontinenz.
Wer hat Erfahrung?


:? 8) :fleissig:
ourrainbow
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