Leichte Stuhlinkontinenz oder doch etwas anderes?

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Leichte Stuhlinkontinenz oder doch etwas anderes?

Beitrag #1 von Riddik3333 » 04 Jul 2016 14:16


Hallo Leute,habe mich hier grad angemelded und weil ich trotz des zweifachen Besuchs eines Proktologen nicht weiter komme,wollte ich hier mal meinen Fall schildern und schauen ob andere Menschen mit dem Problem Stuhlinkontinenz sich in dieser Beschreibung wieder finden.

Also ich selber bin Männlich und 29 Jahre alt.Mein Problem fing vor ca 1 1/2 Jahren an. Da bemerkte ich zum ersten mal beim aufstehen vom Stuhl und beim Laufen ein unangenehmes Kältegefühl am Anus. Das verschwand sobald ich den Schließmuskel zukniff oder ich mich wieder hinsetzte. Beides keine Dauerlösung,in den kommenden Tagen,Wochen und Monaten bemerkte ich wenn ich draußen unterwegs war das ich immer mehr das Gefühl hatte mir würde flüssiger Stuhl zwischen den Pobacken entweichen. Wenn ich dann zuhause wieder angekommen nachsah,sah ich aber jedesmal nur nässe/Schweiß.Nach ca einem Jahr hat sich das mit der Näsebildung soweit intensiviert das es nicht mehr nur auftrat wenn ich draußen unterwegs war. Sondern auch dann wenn ich Schlafe,Sitze,eben ständig. Es ist aktuell immernoch permant das Problem,dazu kommt jetzt das seit diesem Sommer wenn ich draußen unterwgs bin gelegentlich wirklich flüssiger Stuhl mit der Nässe zusammen am hintern ist. Aber nur wenn es sehr sehr warm draußen ist. Dann ist die schweißbildung so stark das auch etwas stuhl mit kommt,den ich dann im laufe des tages manchmal 2-3 mal nachwischen darf. Vorallem nach dem Stuhlgang ist das mehrfache nachwischen oft nötig. Inzwischen ist es so unangenehm das ich das Haus nicht mehr verlasse ohne mir etwas Klopapier zwischen die Pobacken zu stecken,zum einen Saugt es den Schweiß auf und zum anderen wenn ein klein wenig Stuhl entweicht wird er auch direkt aufgefangen. Jetzt wo es wieder ewtas Kühler draußen wurde,musste ich erstmal nicht mehr nachwischen.

Außerdem ist mir nun seit geraumer Zeit aufgefallen: Wenn mein Hintern nicht nass ist,weil wenn ich zb zuhause unten ohne auf dem stuhl sitze,und an den Hintern viel Luft ran lasse,damit die nasse Haut auch mal trocknen kann. Dann kommt wieder dieses Kältegefühl.Ergo endweder Nass oder Kalt. Und je länger die Kälte besteht um so mehr brennt es beim nächsten Wasser lassen in der Harnröhre. Inzwischen davon überzeugt das ich eine Stuhlinkontinenz Grad 1 habe,machte ich mich 200km weit entfernt in der nächsten Stadt auf dem unangenehmen Weg zu einem Proktologen. 2 mal im Abstand von 4 Monaten. Beim ersten mal stellte dieser Hämoriden vom Grad 1 bis knapp 2 fest. Er verödede sie. Er bestand jedoch darauf das meine Beschwerden so wie ich sie beschreibe nicht von den bischen Hämoriden herrühren können. Und dann fing er mit dem Quatsch von "Psychosomatisch" an,wie alle Ärzte wenn sie nicht weiter wissen oder nicht weiter wissen wollen,warum auch immer. Beim zweiten Besuch dann verödede er wieder Hämoriden. Ich sagte ihm auf seine Frage wie es mir denn inzwischen ginge: Joar,ist schlimmer geworden,inzwischen muss ich mir Stuhlschmieren mehrfach abwischen. Diesmal konnte er sich nicht Entscheiden. Zuerst sagt er er habe keine Ahnung woher die Problematik bei mir kommt und dann fing er wieder mit dem geschwafel von Psychosomatisch an. Ich sagte ihm das ich von diesen Neuzeitlichen Unsinn nix halte doch er behaarte darauf. Gut eine Sache fragte er noch,ob ich denn schonmal beim Hautarzt gewesen sei und was dabei rausgekommen sei. Ich sagte ihm das ich schon beim Hautarzt war,dieser aber nur eine unstimmigkeit bei den Schilddrüsenwerten festsstellen konnte. Ich solle da nochmal ansetzen. Frage: Was denn nun???? Psychosomatisch oder nun doch was mit der Schilddrüse?? Also Hämoriden wurden veröded,mit dem Kommentar ja sie sind vergrößert im vergleich zum ersten Besuch.

Naja,habe ja früher schon so einiges mit Ärzten erlebt so das mich das nicht mehr Überrascht. Ärzte sind Dienstleister die viel Geld schäffeln wollen und nicht an ihre Patienten denken,außer sie haben ein dickes Potmone.Die betroffenen hier im Forum können sich gerne mal fragen warum ein Erwachsener Mensch denn hier noch in Windeln rumlaufen muss wenn man heutzutage sogar schon in der Lage ist einen Künstlichen Schließmuskel zu implantieren. Eigentlich müsste so gesehen jede Inkontinenz behandelbar sein.Warum also tragen einige von euch noch Windeln?

ps1. Warum fahre ich 200km weit weg zu einem Proktologen? Weil es in meiner Stadt nur einie einzige Anlaufstelle für proktologische Probleme gibt und as ist eine Klinik zurecht einen unglaublich miesen Ruf hat. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und die Onlinebewertungen auf diversen Seiten sind sehr Aussagekräftig. Auf wunsch kann ich selbiger hier gerne nochmal posten,dann wird man wohl verstehen warum ich keine Fuß mehr in dieses Irrenhaus setze.

So Leute genug text geschrieben. Meine Frage nun an euch,hat bei jemanden die Inkontinenz so angefangen? Erkennt sich darin jemand wieder?

Achja eine sehr peinliche Sache noch zum Schluß,das habe ich auch dem Proktologen nicht erzählt weil ich dachte wenn er den Schließmuskel sieht würde er es schon bemerken. Also ich bin ja nun die Generation die mit dem Internet groß wurde,ergo hatte ich zugang zu Pornos aller Art und auch das Thema Anal kam immer wieder vor und irgendwann in meiner Neugier wollte ich wissen was daran so toll sei,und probierte an mir selbst mal aus,wie sich das anfühlt,Jedoch nicht mit nem Typen,stehe nur auf frauen. Ich probiert mit einem finger und später mit dem ein oder anderen Spielzeug aus,wie sich das anfühlt,nunja heute weis ich warum Anal fest zum Sexleben von so vielen dazugehört,egal ob Mann oder Frau. Beim Mann wird halt die Prostata stimuliert und das steigert das Lustgefühl extrem. Worauf ich hinauswill,ich denke dadurch das die Spielzeuge im Laufe der Zeit relativ groß im Durchmesser wurden das mein Schließmuskel dadruch geschädigt wurde,weshalb ich heute mit knapp 30 Jahren eine leichte Inkontinenz bekommen habe,wurde über so etwas peinlich natürlich nie aufgeklärt und einen Arzt fragt man ja auch nicht nach sowas,erst recht nicht als Mann.

Ich schreibe das hier so offen,in der Hoffnung das mir hier irgendwer weiter helfen kann,denn eins steht fest mit knapp 30 trage ich nie und nimmer Windeln,auch wenns mit den Schließmuskel schlimemr wird. Vllt kann mir noch jemand einen Proktologen im Raum Sachsne Anhalt empfehlen der kein Gelgeiler Vollidiot ist. Sondern der mit helfen kann und will. Habe mich ja schon über diverse Behandlungsmöglichkeiten Informiert aber der eine Proktologe beim ich war wollte nix von sowas wissen. Der Schließmuskel sei völlig okay,aber wen nich den äußeren Ring ertaste würde ich nicht grad sagen das der okay ist.


Nungut nun ist wirklich genug geschrieben,ich denke das in einem solchen Forum mit sowas vernünftig umgegangen wird,auch wenn manch einer das vllt urkomisch findet. Das ist dieses Thema leider nur so lange bis es einem selbst betrifft.Ich möchte endlich wieder mit trockenen Stuhlschmierfreien Hintern durch die Gegend laufen können.

Danke schonmal an diejenigen welche auf diesen Text vernünftigt antworten können.
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Re: Leichte Stuhlinkontinenz oder doch etwas anderes?

Beitrag #2 von Riddik3333 » 15 Jul 2016 13:01


Okay,also noch so langer zeit immer noch keine antwort,na vielen dank
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Re: Leichte Stuhlinkontinenz oder doch etwas anderes?

Beitrag #3 von Georges » 15 Jul 2016 18:47


Manchmal dauert es lange vorher jemand antwortet. Es muss sich auch erst mal jemandem finden, der hier ein Antwort schreiben kann oder sich dies zutraut. Ich kann Ihnen nicht helfen, da ich einen ganz anderen Form der Inkontinenz habe. Das einzige was ich hierzu sagen kann, geben Sie nicht auf ein guten Arzt zu finden und wenn Vertrauen da ist, erzählen Sie offen und ehrlich. Ärzte haben da schon vieles gehört und gesehen, da gibt es selten noch neue Themen. Es gibt Ärzte die einem tatsächlich doof vorkommen, aber zum Glück sind die meiste Ärzte sehr hilfsbereit.

Ob jemand eine bestimmte Lösung annimmt, bzw. annehmen kann, oder nicht, ist eine Sache zwischen Patient und Arzt. Einfach ein Stückchen Elektronik mit Knopf funktioniert leider nicht bei jeder bzw. hat auch nicht immer Sinn. Eine richtige Behandlung oder Lösung kann nur mit ein guter Anamnese starten. Erzählt man etwas nicht, stimmt nachher die Lösung definitiv auch nicht.

Viel Erfolg.

Gruss,
Georg1
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Re: Leichte Stuhlinkontinenz oder doch etwas anderes?

Beitrag #4 von Priesterin » 13 Dez 2016 19:06


Hallo Riddik,

ok, Hämorrhoiden wurden behandelt.
Stuhlschmieren (nachlaufen des Stuhls) gehört nach meiner Erfahrung schon zu einer leichten Stuhlinkontinenz. Die Frage ist nur, welche Ursache das hat, wenn es die Hämorrhoiden nicht sind (wovon nämlich oft auch auszugehen ist), da Du besonders die Nässe und das Schwitzen mit angegeben hast. Denn im Sommer haben viele mehr mit Hämorrhoiden zu tun als im Winter (ist bei mir z.b. auch so).
Hier könnte es sich um einen leichten Schleimhautvorfall handeln, der auch Stuhlschmieren macht.
Dies wird manchmal von Ärzten übersehen. Mukosaprolaps. Wird meist mit STARR-OP behandelt.
Ich z.b. leide unter einem Mastdarmvorfall (Rektumprolaps, das wäre die nächste Stufe nach dem Mukosaprolaps sozusagen) und bin dadurch stuhlinkontinent geworden. Es gibt einen inneren und einen äußeren Mastdarmvorfall.

Es wäre aber auch mal interessant, ob du sonst noch Probleme hast in Bezug auf Stuhlgang und Verdauung.
Unvollständige häufige Entleerung in kleinen Portionen?

Wie geht es Dir denn heute? Hast Du noch was abklären können und Deine Beschwerden bessern können?????
Bezüglich "Spielzeug für den Po" sozusagen: Ich denke, daß dadurch schon der After gedehnt werden kann (je öfter man dies macht) und irgendwann nicht mehr so optimal seiner Funktion nachgehen kann.
Du glaubst nicht, wieviele Leute Deine Symptome haben, aber niemand spricht darüber. Solange es "nur" bei Deinen bisherigen Symptomen bleibt, auch, wenn sie Dich stark belasten, so kannst Du damit doch noch irgendwie ok leben. Mußt Du denn z.B. bei Stuhldrang schnell auf die Toilette oder kannst Du gut einhalten? Ebenso kann man die Schließmuskelfunktion mit einem Gerät beim Arzt testen lassen (wie hoch der Druck ist). Dann weißt Du es genau. Beckenbodentraining kann auch helfen und moderater Sport (Bewegung), den Beckenboden zu kräftigen oder es wenigstens so zu halten, wie es jetzt ist.

LG
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