Stuhlinko bei Kind, wg Analatresie

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Stuhlinko bei Kind, wg Analatresie

Beitrag #1 von Birgitt » 07 Mai 2004 17:15


Hallo,

habe einen Sohn der im September vier Jahre alt wird. Eigentlich ein pfiffiges Kerlchen. Wegen einer Analatresie von Geburt an ist er stuhlinkontinent. Daran wird sich auch nichts ändern, da die Schließmuskel nur minimal vorhanden sind. Unsere Familie geht damit allerdings ziemlich offen um, denn ich möchte nicht, daß mein Sohn glaubt er sei annormal. Allerdings ist mir aufgefallen, daß es zu diesem Thema wirklich wenig Info gibt (wg. Tabu-Faktor). Wenn es Info gibt, geht es hauptsächlich um ältere Menschen aber nicht um betroffene Kinder.
Ich mache mir jetzt Gedanken in Richtung Sommer und schwimmen gehen. Außerdem werden auch die Pampers ziemlich klein. Kann mir hier vielleicht jemand helfen? Ich wäre wirklich dankbar zu Kontakt mit anderen Betroffenen, egal ob Eltern oder schon damit aufgewachsenen.
Dies ist die Erste Seite, die ich überhaupt als Forum gefunden habe von daher schon mal großes Lob.
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Birgitt
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Art der Inkontinenz: stuhlinkontinenter Sohn, Analatresie
Hilfsmittel: z. Zt. noch normale Pampers

Beitrag #2 von mama123 » 07 Mai 2004 20:58


Hallo Birgitt,
mein Sohn ist 6 Jahre alt und ist aufgrund einer rückenmarkserkrankung stuhlinkontinent. Wir benutzen für die Nacht die xxl-windeln der DM-Drogerie, die gehen bis 30 kg und wir kommen gut damit zurecht. Tagsüber hat er entweder Unterhosen an, wenn er schon frühs Stuhlgang hatte ( er hat meistens nur einmal), wenn nicht hat er so "Trainerhosen" an, auch von der dm-Drogerie. Doch die passen nicht mehr lange. Ich habe jetzt von der Krankenkasse eine Dauerverordnung, so dass ich die Windeln auch verschrieben bekommen, bzw. in der Drogerie kaufe und dann den Beleg einreiche. Wenn die Trainerhosen nicht mehr passen, lasse ich mir dann welche verschreiben und hole sie mir dann in der Apotheke. Wir wollen aber versuchem mit HIlfe der Irrigation( d. h. einmal am Tag eine Darmspülung) es so zu kontrollieren, dass er eben dann tagsüber nichts mehr macht, wenn der Darm leer ist. Da gibt es hier auf der Seite ganz gute Infos dazu.
Ich freue mich, dass sich hier noch jemand mit einem inkontinenten Kind meldet, denn da gibt es anscheinend echt wenige, die davon betroffen sind.
Liebe Grüße
Dagmar
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Art der Inkontinenz: Stuhlinkontinez, nächtliches Einnässen, Kind betroffen

Beitrag #3 von BiBo1964 » 03 Jun 2004 09:37


Hallo Birgitt,

bei mir ist es genau umgekehrt. Ich suche seit lange wie ein Blöder nach Infos für Erwachsene und bin letztendlich, wenn überhaupt, nur an Infos für Eltern von betroffenen Kindern gekommen.

Eine der Seiten ist die folgende: http://www.soma-ev.de
Die befassen sich vorwiegend mit betroffenen Kindern und deren Eltern.

Ich bin übrigens auch wegen einer Analatresie seit der Geburt Stuhlinkontinent. Eine OP (im Alter von ca. 12 Jahren) hat die Situation seitdem einigermaßen erträglich gemacht.

Gruß

BiBo
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Beitrag #4 von Helmut » 08 Jun 2004 09:34


Hallo BiBo,

Ich leide auch seit einem Unfall vor gut 12 Jahren an Harn- und Stuhlinkontinenz und verwende schon viele Jahre die Irrigation, um meinen Darm zu reinigen und "Unfälle" möglichst zu verhindern. Diese Technik ist meiner Meinung nach die sicherste Methode bei einer Stuhlinkontinenz. Klar kann es auch hier mal zu "vollen" Windeln kommen, aber das Risiko ist doch sehr gering. Ich kann dir die Irrigation also wärmstens Empfehlen, denn auch Kinder ab etwa 6 Jahren können diese Methode schon erlernen. Der einzige Nachteil dieser Technik will ich dir auch nicht verschweigen, es ist der hohe Zeitaufwand von bis zu 60 Minuten, um die Irrigation richtig durchzuführen. Aber wer einmal die Vorzüge dieser Methode selber Erlebt hat, der bleibt dann meistens auch dabei.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #5 von BiBo1964 » 22 Jun 2004 16:13


Ich werd das mal demnächst mit meiner Ärztin bereden.

Klingt schon interessant, aber 1 h Zeitaufwand...hmm...könnte eng werden. Wohne noch in Berlin und arbeite in Berlin. Da ist der Zeitaufwand ok. Ich will aber irgendwann nach Niedersachsen ziehen und wenn ich da keine Arbeit finde, was recht wahrscheinlich ist, werd ich nach Berlin pendeln müssen. Dann hab ich diese Zeit nicht mehr. Na ja, mein Problem....

Ich klär das erstmal mit der Ärztin

Gruß

BiBo :D
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