Traumat.. Sphinkterverletzung mit OP Meth. Sphinkteroplastik

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Traumat.. Sphinkterverletzung mit OP Meth. Sphinkteroplastik

Beitrag #1 von Hans-Jürgen Pfitzner » 31 Jul 2004 12:57


In meiner Betreuung befindlicher junger Litauer Tomas (meine Anfrage auch hier stehend im Frühjahr) wurde am 23 juni im Frankfurter Nordwest Kr-Hs mit der Sphinkteroplastik, aufgrund der Traumastischen Verletzung des Analsphinkters (nach einem Gewaltverbrechen 7-2002), operiert.

ich Schreibe hier falls sich jemand im medizinischen etwas auskennt, etwas aus dem OP-Bericht wie die OP durchgeführt wurde.
"In SSL erfolgt im Perineum ein valärer Schnitt, der rechtseitig etwas weiter nach dorsal gezogen wird. Sukzessive Freipräparation der Sphinkterenden, die narbig, also bei 1 Uhr und bei 7 Uhr in SSL zu finden sind. Vorsichtige Mobilisierung der Muskulatur, die sich anschließend gut mit nicht resorbierenbaren Prolene - Einzelknopfnähten adaptieren läßt. Die digitale Astastung des Analkanals ergibt keine Stenose. nach sorgfälltiger Blutstillung wird eine Jackson - Pratt Drainage eingelegt und anschließend die Haut mit Rücksticheinzelknopfnähten verlossen. Anschließend Verband" Falls sich ein mediziner meinem Forumsbericht annimmt ich habe auch die Bilder der Schnittverletzung vor der Operation, die ich zur Ansicht dementsprechend freigebe.

Nach dem es anschließend interne Verständigungs Probleme mit den verschiedenen Ärzten gab - jeder erzählte etwas anderes habe ich nach seiner Stationären Aufenthalt Ihn meinen Chirugen vorgestellt. Dieser meinte nach seiner Untersuchung an Tomas , das wenn er Husten würde er den Stuhldrang nicht halten könne. Ich kenne meinen Chirurgen bezüglich meiner Darm- und Stomhernien Operationen seit 20 Jahren und weiß das ich hier wirklich die Wahrheit gesagt bekomme. So auch bei Tomas.

Über das Frankfurter Nordwest Kr-Hs wurde für Tomas ein Inkontinenztherapie Gerät für den Schließmuskel zu Trainieren bestellt das er am 27-7 erhalten hat. es ist das ST-2001 M. mit diesem Gerät soll er seine Schließmuskelfunktion für erstmals 3 Monate trainieren.

Da es sich hier um keine gewöhnliche Schließmuskelverletzung handelt sonder nach einem Gewaltverbrechen bin ich da selbst was die erfolgsausichten angeht sehr skeptisch . Tomas hat seit juli 2002 einen vorgeschalteten künstlichen Darmausgang Colostomie.

Ich habe auch von Biggi 51 und Helmut von Juni im Forum geschriebenes interessiert gelesen.

Ihr habt doch in diesem Bereich vermutlich bessere Erfahrungen als Betroffene
in der Hoffnung auf etwas positivere Aussichten, als wie ich Sie vermute.
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Beitrag #2 von Helmut » 02 Aug 2004 12:47


Hallo Hans-Jürgen,

ich bin zwar kein Mediziner, aber der Ausschnitt des OP-Berichtes liest sich eigentlich ganz normal ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse. Daß die Operationsaussichten eine hundertprozentige Heilung geben können, das kann dir kein Arzt bei dieser OP zusichern, ein Restrisiko bleibt immer bestehen. Wenn bei dem "Verbrechen" auch noch Nerven vom Schließmuskel verletzt wurden, dann wird er immer mit Stuhlschmieren zu tun haben.

Als alternative währe ein künstlicher Schließmuskel zu nennen, der wirklich eine hundertprozentige "Dichtheit" garantieren kann. Der Nachteil der heutigen Systeme liegt darin, daß sie sich nicht an die örtlichen Gegebenheiten anpassen können und so irgendwann zu Schäden der Darmschleimhaut im Bereich des künstlichen Schließmuskels führen können. Es wird gerade an einem neuen System gearbeitet (siehe auch unsere Themenseite Stuhlinkontinenz dazu), aber bis das System Marktreif ist, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.

Übrigens spielt es keine Rolle, ob eine Verletzung des Schließmuskels durch einen Unfall oder durch ein Gewaltverbrechen entstanden ist, einzig die Form der Verletzung ist hier entscheidend. Bei Kindern kommt es zum Beispiel häufiger vor, daß sie eine Verletzung des Schließmuskels durch "Pfählung" verursacht wird, wie sie beim Übersteigen von Zäunen vorkommen können. Das sind dann stumpfe Verletzungen, die meist mehr Schaden anrichten, als Schnittverletzungen zum Beispiel.

Selbst wenn ihm die Inkontinenz jetzt bleiben sollte, so gibt es Heute sehr gute und brauchbare Hilfsmittel. Ihm würden da warscheinlich schon die Analtampons reichen, aber er würde auch mit der Irrigation sehr gute Erfolge erzielen können.

Gruß Helmut :wink:
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