Stuhlinkontinenz nach Rektum/Dickdarmresektion

Du hast mit Darmschwäche, Stuhlinkontinenz oder sonstigen Darmproblemen zu kämpfen? Hier bist Du richtig!

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Stuhlinkontinenz nach Rektum/Dickdarmresektion

Beitrag #1 von Andreas » 19 Nov 2004 01:02


Erstmal vielen Dank für Eure Aktivitäten. Bin seit 2 Jahren infolge eines Schlaganfalls harninkontinent. Damit konnte ich gut leben. Wie der Teufel es wollte, erkrankte ich an einem Rektumskarzinom. Das wurde vor 3 Wochen entfernt. Leider mussten die Ärzte wegen der Lage des Tumors (9 cm hinter anus) das gesamte Rektum, einschliesslich der Rektumsampulle und inneren Schliessmuskel entfernen. Das bewahrte mich zwar vor dem anus praeter, beschehrte mir aber eine völlige Stuhlinkontinenz.

Vielleicht bin ich nur etwas zu ungeduldig, kann zwar mit der Sache bis jetzt ganz gut umgehen, aber irgendwann holt mich der normale Alltag mit Job und dem ganzen Stress wieder ein. Jetzt trete ich erstmal eine Reha an, aber ob das hilft?

Hat jemand Erfahrung nach einer derartigen OP?

Freue mich über qualifizierte Antworten.

Grüße von Andreas
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Beitrag #2 von Helmut » 21 Nov 2004 21:31


Hallo Andreas,

also bei einer Stuhlinkontinenz gibt es mehrere Möglichkeiten, um "Unfälle" zu verhindern. Du kannst zum Beispiel über ein gezieltes Toilettentraining versuchen, deinen Darm dazu zu bringen, daß er sich nur zu bestimmten Zeiten entleert, oder aber du sorgst mit Hilfe von Abführmaßnahmen dafür, daß der Darm zu einem gewünschten Zeitpunkt sich entleert.

Für die zweite Variante bietet sich die Irrigation an, da Abführmittel auf Dauer die Darmschleimhaut schädigen können. Ich selber verwende die Irrigation schon fast 9 Jahre und habe damit wirklich gute Ergebnisse erzielen können. Zusätzlich kannst du nach der Darmentleerung noch Analtampons verwenden, die eine weitere Sicherheit bringen.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von Andreas » 22 Nov 2004 15:32


Lieber Helmut,

vielen Dank für die Hinweise. Habe die Hp des SHV sorgfältig gelesen und fühle mich gut beraten.

Jetzt erstmal die Reha und dann werde ich sehen, wie es weitergeht.

Vielen Dank für Eure Mühe und Grüße von mir an alle Betroffenen.

Es gibt nichts, was nicht mit Wasser und Seife wieder vom Körper gewaschen werden kann.

Grüße Andreas
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Beitrag #4 von Andreas » 12 Mai 2007 16:38


Ein kurzer Bericht nach fast 3 Jahren:

Meine Stuhlinko hat sich bis heute nicht gebessert. Das zwang mich in die EU-Rente.

Trotz alle dem betrachte ich das Leben positiv und lebe frei nach dem Motto, es gibt nichts was nicht mit Wasser und Seife vom Körper entfernt werden kann.

Scherz beiseite, es gibt schlimmeres.

Danke für die gute Unterstützung durch Euch.

LG

Andreas
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Beitrag #5 von Leila » 19 Mai 2007 00:20


Hallo Andreas,

nett daß Du dich mal wieder gerührt hast. Wir haben ja schon mal gechattet, vielleicht erinnerst Du Dich noch. Wir haben ja doch einige Gemeinsamkeiten ( Inko nach Rektumresektion und daraufhin Frührente. Schade , daß Du keine Besserung zu berichten hast. Ich hätt mich echt gefreut ( für uns beide ). Mir geht es genauso. Aber Du hast schon recht, es gibt schlimmeres.
Hast Du eigentlich auch eine Bestrahlung hinter Dir ? Und wenn ja, hat sich Dein Darm beruhigt ? Ich selbst hoffe immer noch, daß mein Darm irgendwann wieder "ruhiger" wird.
Weiterhin alles Gute wünscht Dir
Leila
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Beitrag #6 von Andreas » 19 Mai 2007 08:56


Hallo Leila,

ja der Darm hat sich nach den Bestrahlungen wieder beruhigt, wenn man das so sagen darf. Ich musste aber zur Kenntnis nehmen dass ca. 30 % der Patienten mit ähnlicher Grunderkrankung nach der OP mit erheblichen Kontinenzproblemen zu leben haben.

Die Alternative wäre der anus praeter, Beutel..usw...

Das würde für mich den Verlust der Restkontrolle über den Darm bedeuten, nee, dann lieber so wie es ist.

Habe mich gefreut etwas von Dir zu hören, drücke Dir fest die Daumen für alles weitere...

Liebe und solidarische Grüße

Andreas
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