Irrimatic R von Kasse abgelehnt.

Du hast mit Darmschwäche, Stuhlinkontinenz oder sonstigen Darmproblemen zu kämpfen? Hier bist Du richtig!

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Beitrag #11 von Helmut » 17 Mär 2005 00:54


Hallo Bibo,

daß du am Anfang etwas Probleme mit der Irrigation hast, das ist völlig Normal. Es dauert eine Weile, bis sich dein Darm daran gewöhnt hat und bis du die richtige Wassermenge, Wasserdruck, Temperatur usw. gefunden hast. Bei mir hat es auch einige Wochen gedauert, bis ich wirklich gute Ergebnisse hatte und so gut wie keine Unfälle mehr passierten. Du wirst das sicher auch hinbekommen und lasse dich von so kleinen Rückschlägen nicht entmutigen.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #12 von BiBo1964 » 17 Mär 2005 20:42


mein betreuer und auch ich...wir sind überrascht. von anfang an hatte ich 24 h sauberkeit. das geht sogar bis 48 h (und evtl. mehr). das kürzeste waren bislang 36 h.

diese verstopfung letzte woche war eingentlich das allererste problem überhaupt und das innerhalb von bisher 5 wochen....

der grund ist mir auch klar..ich hab (viel) zu wenig getrunken. das muss ich eben vermeiden :mrgreen:

mein größtes problem ist die nutzung an den wochenenden, wo ich bei meiner freundin wohne (250 km von mir entfernt). da kann ich schlecht 1 h das klo besetzt halten. aber das bekommen wir auch noch in den griff. ist nur ne organisationsache.

gruß

bibo
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Beitrag #13 von Helmut » 19 Mär 2005 11:18


Hallo Bibo,

klar daß die Irrigation lange dauert und es hat immer etwas blöd ist, das Bad/WC für eine Stunde blockieren zu müssen. Aber ich denke deine Freundin wird es verstehen, daß es für dich notwendig ist , da sehe ich eigentlich keine Probleme für dich.

Also ich mache die Irrigation jeden Tag, das ist für mich die sicherste Methode. Ich hab auch schon öffter probiert, wie lange ich mit der Spülung klar komme, aber meistens ist am nächsten Tag so Mittag bis früher Nachmittag Schluß mit Lustig und es geht in die Windel. Das sind dann auch so etwa 30 bis 36 Stunden, aber wie gesagt, mir ist das dann zu unsicher. Wenn du mit alle zwei Tage spülen gut klar kommst, dann steht dem auch nichts im Wege, daß du das so machst.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #14 von BiBo1964 » 01 Apr 2005 10:42


Hallo Helmut,

die 48 h sind aber auch bei mir das Maximum, was ich mir zugestehe. Wochentags mach ich das täglich. am Wochenende oder im Urlaub, wenn ich bei meiner Lebensgefährtin bin, dann teilweise nur alle 2 Tage. Das klappt ganz gut.

Aufgrund eines eh vorhandenen ständigen Ausflusses, wegen wilder Fleischbildung (korekte Bezeichnung ist mir nicht geläufig), bin ich von daher eh nie ganz "sauber". Ich muss also weiterhin ein saugendes Hilfsmittel vorlegen. Damit kann ich aber sehr gut leben.

Ne andere Frage:

Da sich durch den Irrimatik die Situation erheblich verbessert hat besteht da nicht die Gefahr einer teilweisen Aufhebung des Behindertengrades? Ich fände sowas nicht so doll, weil die Behinderung ja weiterhin vorhanden ist und nur durch das Hilfsmittel das Leben etwas erleichtert wird.

Gruß

BiBo
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Beitrag #15 von Helmut » 01 Apr 2005 11:48


Hallo Bibo,

also mit einer Aufhebung oder Änderung deines Behindertengrades mußt du nicht rechnen, wenn du es dem MDK oder den zuständigen Behörden nicht gerade auf die Nase bindest. Du hast nachwievor eine erhebliche Beeinträchtigung durch die Stuhlinkontinenz, was die Irrigation ja nur teilweise kompensieren kann. Mach dir keine Sorgen .....

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #16 von ccat » 17 Jul 2006 11:18


Hallo ihr lieben!

Ich hab mir gerade mal eure Kommentare durchgelesen. Das mit diesem Irremator R (heißt das so? Ihr wisst was ich meine.) klingt interessant. Mich würde nur mal interessieren, wie groß und sperrig ist dieses Gerät denn ist und wie wendet man die Technik an, ich meine wie komliziert ist die (technische) Handhabung?
Ich wohne nämlich in einer 10´er WG, mit 4 Toiletten :-) , aber es muss ja nicht jeder morgens mitkriegen, wenn ich die Spülung mache.

Das mit dem Behindertengrad ist auch interessant. Ich habe 50%, aber eigentlich nur wegen meiner Wirbelsäulenerkrankung, die Inkontinenz hat das Amt diesbezüglich noch nie interessiert. Die wollten mich auf 40% runter stufen, ich hab aber nen Anwalt drauf angesetzt. Jetzt hab ich zwar noch 50 %, aber man hat mir das Merkzeichen G (Gehbehindert) aberkannt. Leider ist das die Quintessenz des ganzen, denn dadurch bekam ich immer Fahrtkostenermäßigung für Buss und Bahn. Mein Anwalt arbeitet daran und ich hoffe, ich bekomme mein G zurück. Für mich bedeutet das wirklich finanziell eine große Entlastung, da ich Studentin bin und nichts verdiene.
Ich möchte endlich mit meinem Problem ernst genommen werden und nicht mehr von Ärzten hin und her geschickt und mit Tabletten abgespeist werden.
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Beitrag #17 von ccat » 17 Jul 2006 11:26


Die Beiträge hier in dieser Rubrik sind zwar schon etwas älter, aber ich habe trotzdem das Bedürfnis etwas dazu zu sagen.

Also mir geht ja die Hutschnur hoch, wenn ich diese Methodik der Krankenkasse höre.

Ich komme aus der Augenheilkunde (Orthoptistin) und kenne das von uns aus der Klinik, wenn es um Bildschirmlesegeräte (vergrößernde Sehhilfe) geht. Schon ganz prophilaktisch werden solche Geräte von der Kasse beim ersten Antrag abgelehnt.
Da es sich meist um ältere Leute handelt, die die "Bedürftigen" sind, denke sie noch, die Behörde hätte schon recht und sie hätten das Gerät nicht verdient und geben auf.
Leider haben nur wenige Kinder oder Freunde, die sich einsetzen und den Mut haben einen Zweitantrag zu stellen, bei dem dann das Gerät meist problemlos, allerspätestens beim dritten, genehmigt wird.

Das finde ich wirklich zum piepen.
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Beitrag #18 von Helmut » 17 Jul 2006 23:25


Hallo Christin,

ja stimmt, mich stört die Praktik der Krankenkassen auch und ich habe die Erfahrung gemacht, dass das die letzten Jahre schlimmer geworden ist. Es rufen hier in der Geschäftsstelle immer wieder Betroffen an und fragen um Rat, wie sie vorgehen sollen um ihr Hilfsmittel genehmigt zu bekommen. Meistens wie der §12 SGB V zitiert in dem die Aussage getroffen wird, dass die Krankenkassen wirtschaftlich arbeiten müssen und deswegen das Hilfsmittel ablehnen. Mit entsprechender Argumentation beim Einspruch werden aber trotzem etwa 75% danach genehmigt, das zeigt mir, dass die KK generell häufig erst einmal ablehnen und den wenigen die Einspruch einlegen, denen wird das Hilfsmittel dann bezahlt, so wie du auch schreibst.

Die Technik der Irrigation ist eigentlich nicht schwer, denn auch Kinder ab etwa 8 Jahren können die Handhabung in relativ kurzer Zeit erlernen. Eine Beschreibung der Anwendung der Irrimatic R Irrigationspumpe findest du bei uns auf der Homepage unter Zum Thema --> Stuhlinkontinenz --> konservative Behandlung --> Die Irrigation. Von der Größe her gesehen ist die Pumpe etwa Würfelförmig mit einer Kantenlänge von ca. 20cm. Ob es einer deiner Mitbewohner in deiner WG mitbekommt, das kann ich dir nicht sagen, aber es kann durchaus irgendwann passieren, da die Irrigation doch etwa 30-45 Minuten an Zeit in Anspruch nimmt.

Ich finde es auch etwas seltsam, dass dein Behindertengrad nur bei 50% liegt und auch nur wegen deiner Wirbelsäulenerkrankung und die Inkontinenz in keinster Weise berücksichtigt wurde. Gut dass dein Anwalt daran arbeitet, bestehe auch auf einer Neubewertung unter Einschluss deiner Inkontinenz. Denn gerade die Stuhlinkontinenz ist für die allermeisten eine extreme Einschränkung der Lebensqualität und viele sind deswegen sogar EU-Rentner.

Gruß Helmut
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Beitrag #19 von ccat » 19 Jul 2006 19:58


Bisher habe ich ja immer gedacht, es wäre nicht so schlimm. Mittlerweile ist mir aber klar geworden, dass die Sache doch mein Leben sehr einschränkt. Es passieren eben nur deshalb selten "Unfälle", vielleicht einmal pro Quartal, weil ich nie raus gehe oder etwas unternehme.
Ich weiß ehlich gesagt nicht, wie es so weit kommen konnte.

Gruß


Christin
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Beitrag #20 von Helmut » 20 Jul 2006 10:30


Hallo Christin,

siehst du, genau das ist es, die Inkontinenz hat dein Leben voll in Beschlag genommen. Selbst merkt man das garnicht so, denn man passt sich automatisch vom Unterbewußtsein her an die Inkontinenz an. Du rennst ständig zur Toilette, um keine "Unfälle" zu haben und gehst praktisch kaum noch weg aus Angst, es könnte in die "Hose" gehen und alle bekommen es mit.

Damit sich das anders wird, darfst du dich nicht von deiner Inkontinenz beherschen lassen. Mit entsprechenden Hilfsmitteln z.B. die Irrigation bei Stuhlinkontinenz, kannst du schon im Vorfeld dafür sorgen, dass das Risiko einer "vollen Hose" schon auf ein Minnimum reduzieren. Sollte doch mal ein "Unfall" passieren, dann sind entsprechende Vorlagen bzw. Inkontinenzslips (Windeln) die richtige Wahl, besonders wenn noch eine Harninkontinenz dazu besteht. So kannst du dich auch unterwegs ohne größeren Aufwand wieder frisch machen und deine Kleidung bleibt dabei sauber. Auch kann die Darmtätigkeit mit entsprechenden Medikamenten z.B. mit Imodium® reduziert werden, so dass auch dadurch das Risiko von Unfällen verringert wird.

Du siehst also, dass es eine reine Sache der Organisation und des Inkontinenzmanagement ist, damit du ein fast normales Leben führen kannst. Deshalb nimm dein Leben in die Hand und unternehme was gegen deine Inkontinenz damit du wieder die Kontrolle über dein Leben zurück bekommst.

Gruß Helmut
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