Deutlicher Mitgliederrückgang bei großen Krankenkassen

Hier könnt ihr alles loswerden, das nichts mit Inkontinenz zu tun hat!

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Deutlicher Mitgliederrückgang bei großen Krankenkassen

Beitrag #1 von Matti » 20 Okt 2005 10:42


Hallo,

die größten Deutschen Krankenkassen haben einen "Mitgliederschwund" zu verzeichnen. Immer mehr Mitglieder wechseln zu vermeintlich billigeren Krankenkassen oder werden mehr oder weniger durch ihre Arbeitgeber dazu "gezwungen", da sich auch der Arbeitgeberanteil dadurch Reduziert. Weit über 90 % der Leistungen sind Gesetzlich Festgeschrieben, hier Unterscheiden sich die Kassen quasi nicht. Nun wird eine Krankenkasse aber erst "Interessant" im Krankheitsfall und hier liegt der "Hase im Pfeffer". Gerade im Krankheitsfall sind die Entscheidungsträger doch sehr Unterschiedlich in ihrem Genehmigungsverhalten, wenn es z.B. um die Kostenübernahme eines Rollstuhls geht. Gesund Menschen können mit Sicherheit viele Euros bei einer "Billigen" Krankenkasse Sparen, eben solange sie Gesund sind. Hier gibt es mit Sicherheit auch Ausnahmen, allerdings habe ich viele Berichte erhalten die meine "These" stützen.

Vielleicht könnt ihr ja mal eure Erfahrungen mit den Krankenkassen hier Schildern.

In der Presse habe ich folgenden Artikel gefunden:

Große Krankenkassen verlieren Mitglieder
"Bild": Deutlicher Rückgang bei Barmer und DAK

Während Barmer und DAK verlieren, legt die Techniker Krankenkasse zu. Hamburg - Die beiden größten deutschen gesetzlichen Krankenkassen verlieren Presseangaben zufolge in erheblicher Zahl Mitglieder. Die Barmer Ersatzkasse habe zwischen Anfang 2004 und Mitte 2005 rund 198.000 Mitglieder verloren, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Berechnungen des Fachinformationsdienstes dfg. Die Krankenkasse komme damit derzeit nur noch auf einen Bestand von rund 5,3 Millionen Mitgliedern. Im selben Zeitraum habe der Mitgliederschwund der DAK bei rund 150.000 Mitgliedern gelegen. Die Kasse habe damit nur noch 4,7 Millionen Angehörige.

Techniker Krankenkasse legt zu

Zu den großen Verlierern zählen dem Bericht zufolge auch die BKK Gesundheit mit einem Minus von 108.000 Mitgliedern und die BKK Heilberufe mit einem Minus von 91.000 Mitgliedern. Demgegenüber verbucht die Techniker Krankenkasse einen deutlichen Zuwachs von 286.000 Kunden und kommt auf einen Gesamtbestand von rund 3,8 Millionen. Die Vereinigte IKK legte den dfg-Informationen zufolge um 138.000 auf jetzt rund 696.000 Mitglieder zu.
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Unverständnis

Beitrag #2 von welute » 06 Jan 2006 14:35


Hallo Matti,

ein interessantes Thema - obwohl es wohl sonst keiner so sieht !! :o

Also ich bin in der BEK. Und ich war und bin seit ca. 7 Jahren ein sehr teurer Patient (pro Jahr 1 - 2 Op´s und teilweise sehr teure)! :oops:

Ich kann nicht verstehen, dass man auf Biegen und Brechen eine billige KK sucht. Wie oft habe ich von deren Mitgliedern gehört "bezahlt meine KK nicht, kann ich nicht machen, krieg ich nicht ...)

Mein "teurer" Beitrag ist nichts, im Vergleich zu den Leistungen und BEratungen die ich von der KK bekomme.

Mir fällt zwar eine Menge ein, was mir zu diesem Thema nicht gefällt, aber man muss versuchen es sachlich zu sehen. Und zu unterscheiden wo die Möglichkeiten der KK liegen und was eben doch Gesetz ist.

Liebe Grüsse
Elisabeth
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Bleibt mutig!
Es geht immer weiter, man muss nur daran glauben.
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Beitrag #3 von eckhard11 » 06 Jan 2006 15:56


Ich bin freiwilliges Mitglied in der IKK

Als ich im Nov. 2003 zur Operation ins Krankenhaus ging, habe ich ein Privatzimmer gebucht.
Dieses sollte 70,00 Euronen am Tag kosten. Mein Privatvergnügen.

Dazu musste ich an der Krankenhauspforte ein - vorbereitetes - Formular unterschreiben.

Nachdem ich entlassen wurde, kamen plötzlich richtig dicke Rechnungen vom Krankenhaus.

Ich hatte diese Rechnungen an die IKK weitergeleitet mit der Bitte um Begleichung.
Die IKK weigerte sich mit dem Hinweis, ich hätte unterschrieben, dass alle ärztlichen Leistungen von mir privat gezahlt würden.

Es stellte sich heraus, dass sich auf dem Formular, welches ich hinsichtlich des Einzelzimmers unterschrieben hatte, auch an der Stelle ein Haken befand, wo dieser Passus angekreuzt werden konnte. Aber nicht durch mich.....
Die Mädchen in der Pforte waren der Ansicht gewesen, wenn einer ein Privatzimmer bucht, wird er wohl auch Privatpatient sein.
Natürlich konnte ich dem Krankenhaus diesen Umstand nicht beweisen.

Na ja, nach einigem Hin - und Her habe ich dann die Rechnungen in einer Gesamthöhe von über 13.00,00 Euronen an das Krankenhaus bezahlt.

Das war im Januar 2004.

Im Februar 2004 hat mir dann die IKK meinen Beitrag verdoppelt !!
Ohne Hinterfragung meines Einkommens oder ähnliches.

Obwohl die IKK - durch meinen ( ? ) Fehler die Summe von über 13.000,00 Euronen gespart hatte, sahen die sich gezwungen, umgehend, nämlich zwei Wochen später, den Monatsbeitrag "anzugleichen", wie die sich ausdrückten.

Auch die waren wohl der Meinung, wenn der Petersmann locker mal eben solch eine Summe hinlegt, dann hat er uns hinsichtlich seines Einkommens jahrelang beim Bock getan.
Also stufen wir ihn ab sofort in die höchste Stufe.

Seit Anfang Januar dieses Jahres bin ich - aufgrund meiner eminenten Verarmung ( siehe meinen Beitrag im Thema "keine Angst vor der Registrierung ) - wieder auf meinem vorherigen Beitragstand.

Trotzdem empfand ich diese Reaktion der IKK als eine Unverfrorenheit.


Und genau deswegen lege ich mich jetzt wieder hin .sleep:
Eckhard
Zuletzt geändert von eckhard11 am 21 Feb 2006 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag #4 von Gulliam » 21 Feb 2006 14:52


Ja ich habe seitdem ich in Rente bin dauernd die Krankenkasse gewechselt. Was also früher über Jahre in der TK.
Dann gründete die Firma, wo ich beschäftig war, eine BKK. Dort bin ich dann 2 Jahre bis zum Renteneintritt gewesen.
Dann kam der Wechsel zur BKK WMF in Geislingen an der Steige
und jetzt habe ich die beim Eintritt billigste Kasse, die BKK ALP
Anker Lynen Priem in Stolberg bei Aachen.

Die Leistungen sind bis auf 3 % bei allen Kassen gleich, und warum soll ich da nicht die billigste nehmen?
Viele Grüsse
Gulliam
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Beitrag #5 von Matti » 21 Feb 2006 19:22


Hallo Gulliam,

ich möchte dir gerne einmal ein Beispiel geben, das ich erst kürzlich erfahren musste.

Zwei Mitglieder eines Multiple Sklerose Vereins, in dem ich mich engagiere, haben in etwas die gleichen Einschränkungen, vor allem die gleiche Grunddiagnose: Multiple Sklerose

Mit beiden war ich im gleichen Sanitätshaus, beide wollten den gleichen Rollstuhl. Nur eine hat ihn bekommen, so wie sie ihn wollte bzw. wie er auf ihre Behinderung ausgerichtet sein muss. Einen nagelneuen Meyra X3.

Die andere hat einen vier Jahre alten Rollstuhl erhalten, konnte die Farbe nicht wählen und musste sich mit dem Vorgängermodell begnügen.

Die Beantragung wurde in beiden Fällen von der selben Person durchgeführt (durch das gleiche Sanitätshaus) und doch kamen unterschiede zustande.

Die beiden haben sogar den selben Arzt, dass Rezept war wortgleich.

Die eine ist bei der BKK die andere bei der IKK versichert. Die mit dem neuen und auf ihre bedürfnisse zugeschnittenen Rollstuhl ist bei der IKK. Die BKK Versicherte musste auf einen Poolbestand zurückgreifen. Genau die 3 % machens im Bedarfsfall aus.

Gruß

Matti
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Beitrag #6 von Gulliam » 21 Feb 2006 21:29


Mag sein, das es so ist, aber sowas liest du nicht in den Statuten.Was wäre gewesen, wenn der aus dem Pool reklamiert hätte?
Ob sowas immer auf die Krankenkasse zurück zu führen ist weiß ich nicht. Bin eigentlich mit der BKK immer zufrieden gewesen.
Die TK war zum Beispiel in früheren Jahren sehr gut. Wenn ich eine neue Brille brauchte, konnte ich immer die Tönung bekommen, ohne das der Arzt die verschrieb.
Aber die kostet heute 14,5% und die Alp 12,2 %.
Die TK ist so teuer geworden als sie für jeden offen wurde. Früher kamen da nur Techn. Angestellte rein und Studenten.
Da lag der Preis noch bei 9,5 %
Viele Grüsse
Gulliam
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