Traurige Nachrichten von Honk....

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Traurige Nachrichten von Honk....

Beitrag #1 von Ramona » 09 Jun 2006 16:49


Hallo zusammen!

Leider muß ich eine traurige Nachricht weitergeben: Honk ist am 04. Mai verstorben. :cry:
Ich habe es grade selber erst per Mail von seiner Schwester erfahren. Ich möchte jetzt auch gar nicht viel schreiben, sondern Euch die Mail hier rein kopieren. Honk hätte es sicher auch so gewollt!

Er wird mir sehr fehlen!

Gruß Ramona

Hallo Ramona,

ich hatte mich in den vergangenen Wochen etwas zurück gezogen, jetzt habe ich endlich die Ruhe gefunden, auch andere Freunde von Honk zu benachrichtigen:

Steffen ist am 04. Mai verstorben...

Er hatte sich schon in den Wochen davor zurück gezogen, sich um vieles nicht mehr gekümmert, was ihm mal so wichtig war - wie z.B. sein Internetanschluss, der Computer, seine Bücher, Freunde, etc.

Die letzten Wochen vor seinem Tod hatte er über stärkere Kopfschmerzen geklagt, dann fingen die Lähmungserscheinungen wieder an. Eine CT ergab ein agressives Tumor-Rezidiv in Nacken und hinterer Schädelgrube. Was sich hier so nüchtern und bedeutungslos anhört, hat ihn einfach aus der Bahn geworfen. Er war müde, wollte nicht mehr kämpfen.

Die letzten Wochen verbrachte er ausschließlich im Bett, hatte größte Schmerzen, die auch das Morphin nicht mehr vollständig zu lindern vermochten.

Seine Hausärztin hatte ihn so gut es eben ging mit Schmerzmitteln und einem Perfusor versorgt, der Pflegedienst und Sandra hatten ihm sein Ende so gut gestaltet, wie sie es nur konnten. Er ist in seiner Wohnung gestorben, wie er es wollte. Er starb in den frühen Morgenstunden, nur Christian war bei ihm - so wollte er es gerne. Wir anderen hatten uns in den Tagen vorher von ihm verabschieden können. Als ich ihn nach seinem Tod ein letztes Mal sah, da hatte er ein kleines Lächeln und die linke Augenbraue auf seine eigentümliche Art hochgezogen, so, als würde er gleich einen kleinen Scherz oder eine seiner sarkastischen Bemerkungen machen. Er starb friedlich.

Es scheint, als hätte er nur noch auf diesen letzten Urlaub gewartet, als hätte er nur noch einmal Abschied nehmen wollen von seinem geliebten Ringköbing und der Nordsee, wo er die letzten zwölf Jahre seinen Urlaub verbracht hatte...

O Mann, ich fange schon wieder an zu heulen...

Es tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte bzw. es Dir erst jetzt sage, aber ich glaube, ich war selbst so sehr aus der Bahn geworfen, dass ich es erst jetzt schaffe, wieder halbwegs gerade aus gehen zu können. Wir waren Zwillinge, Seelenverwandte. Er wird mir entsetzlich fehlen!

Er hat eine Seebestattung in der Ostsee bekommen - wenn Du also mal an der See bist, dann denkst du vielleicht kurz an ihn, dass würde ihn vermutlich freuen.

Liebe Grüße

Sandra

P.S.
Es tut mir leid, dass ich Dir nichts anderes schreiben kann und mir tut es leid, dass Du einen Freund verloren hast.

Wenn Du diese Mail in Eurem Forum veröffentlichen möchtet, habe ich nichts dagegen. So können vielleicht auch andere von ihm Abschied nehmen, ich kenne seine Internet-Bekannten leider nicht und in seinem PC ist vieles mit einem Passwort versehen und für mich nicht zugänglich - was auch gut so ist...
GESTERN ist vorbei,
MORGEN ist noch nicht da
und HEUTE hilft der Herr.

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Ramona
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ich danke dir

Beitrag #2 von klaro (+16.05.2008) » 09 Jun 2006 19:54


ich danke Dir, Ramona

dass du uns teilhaben lässt. Ich hab Honk auch sehr sehr vermisst in letzter Zeit hier, las ab und an seine Beiträge oder ein PN..

meine Tränen fliessen auch. Lass mich einfach mitfühlen,teilhaben an der Trauer, am Verlust unseres tapferen Kollegen Honk.

Es tut weh, und doch, er hatte ja so gelitten und gekämpft.

dir auch viel Kraft, Ramona, du standest ihm ja auch relativ nah. klaro :(
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klaro (+16.05.2008)
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Beitrag #3 von Ramona » 09 Jun 2006 20:47


Danke klaro!
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Beitrag #4 von welute » 14 Jun 2006 11:06


Was soll man sagen,

es ist sehr schwer jemanden zu verlieren, auch wenn es für Ihn selber vielleicht sogar eine Erlösung ist.

Aber man selber bleibt zurück, einsam und allein gelassen.
Oft noch wird man Ihm etwas sagen wollen, seine Reaktion erwarten und die Nähe vermissen.

Aber solange wir die Menschen in unserem Herzen tragen, solange sind sie auch bei uns.

Es ist immer schwer Abschied zu nehmen.

"Niemals geht man so ganz, irgend was von Dir, Bleibt immer bei mir".

Für Ihn und diie Angehörigen werde ich beten.

Ganz liebe Grüße an Alle, die um einen geliebten Menschen trauern

Elisabeth
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