News, die nichts mit Inko zu tun haben, aber vielelicht Diskussionsstoff bieten

Hier könnt ihr alles loswerden, das nichts mit Inkontinenz zu tun hat!

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News, die nichts mit Inko zu tun haben, aber vielelicht Diskussionsstoff bieten

Beitrag #1 von papa0861 » 20 Nov 2006 22:59


Liebe Forennutzer,

das Leben besteht nicht nur aus unseren Problemen. Aus diesem Grund würde ich gern ein paar Themen einstellen von denen ich glaube, daß man sich auch auf anderen Ebenen austauschen kann.
Ein Inkoforum sollte sich meiner Meinung nach nicht nur mit dem leidigen Problem beschäftigen.
Man kann sich sicher auch über andere aktuelle Themen austauschen und sein virtuelles Gegenüber besser oder auch anders kennenlernen.

Ich denke hier an solche Themen wie:

" Schießerei an Realschule in Emsdetten"

Dazu mein erster Beitrag:

Schießerei an Realschule in Emsdetten
Gebäude wurde evakuiert

Eine Schießerei an der Geschwister-Scholl-Realschule hält zurzeit die Polizei in Emsdetten in Atem. Nach ungesicherten Information sind mehrere Schüsse gefallen. Eine Lehrerin, ein Hausmeister und mehrere Schüler sollen verletzt worden sein.

Fest steht derzeit nur, dass am Montagmorgen (20.11.06) gegen 9.30 Uhr ein maskierter Mann in die Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten eingedrungen ist und mit einer Handfeuerwaffe um sich geschossen hat. Dabei seien mehrere Menschen verletzt worden, sagt Udo Potthoff, Sprecher der Kreispolizei in Steinfurt. Ungesicherten Informationen zufolge sollen mehrere Schüler von Streifschüssen getroffen worden sein. Der Hausmeister soll einen Bauchschuss erlitten haben. Auch eine Lehrerin wurde möglicherweise leicht verletzt.
Schule evakuiert und umstellt

Die Schule wurde evakuiert und ist von Spezialeinsatzkräften umstellt worden. "Wir bereiten momentan den Zugriff vor", sagte ein Polizeisprecher WDR.de. Nach WDR-Informationen könnte es sich bei dem Täter um einen ehemaligen, 18-jährigen Schüler handeln. Ob er Geiseln genommen hat, ist ebenfalls unklar. Die Geschwister-Scholl-Realschule an der Straße Diemshoff ist eine von zwei Realschulen im 36.000 Einwohner zählenden Ort Emsdetten. Rund 650 Schüler besuchen sie, etwa 40 Lehrer unterrichten hier.

Stand: 20.11.2006, 11:02 Uhr


Quelle: WDR

Hier gibt es Bilder und O-Töne:

http://www.blaulichtreporter.de/


Wenn an solcher Art Diskussionsstoff Bedarf und Interesse besteht, bin ich gern bereit, mich entsprechend einzubringen. Ich persönlich finde es mit der Zeit langweilig, sich ausschließlich mit seinem Dilemma zu beschäftigen.

lg
Jürgen
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Beitrag #2 von mehlbox2001 » 21 Nov 2006 03:37


Hallo Jürgen,

gute Idee ... weitet den Horizont und kann Leute zusammen bringen ...

Zum Thema:

Das ist ja noch einmal für die bestürzende Situation fast glimpflich ausgegangen. Im Gegensatz zur Colombine High School gabs keine toten Schüler und Lehrer, nur der junge Mann selber durfte sich aktiv mit dem Thema Todesstrafe auseinandersetzen ... Verzeih den Sarkasmus, aber ich hab zehn Jahre in Berlin gelebt ..

In Deutschland haben wir solche Vorfälle seltener als in den USA, weil weniger Waffen im Umlauf sind. Dahinter stecken aber die gleichen Motive des "unverstandenen Jugendlichen" in seiner eigenen Welt. Das Motiv des "unverstandenen Jugendlichen" kennen wir schon von den alten Griechen, von Goethe, Hesse und Tenessee Williams, um nur ein bisschen Literatur zu nennen, aus tausend Filmen, und aus den extremen Situationen live bei n-tv ...

Was mir auffällt, ist das immer weniger junge Leute sich in Richtung der klassischen Ventile orientieren, wenn sie die allgemeine Unzufriedenheit treibt: Wenige kämpfen in den unterschiedlichen dafür zuständigen Parteien für die Weltrevolution (und wenn's sein muss, im Sinne Kim Il Sungs oder Enver Hodschas), gehen auf Friedensdemos wie in Bonn 1982 und 1983, niemand würde mehr eine "Freie Republik Wendland" mit Hütten aufbauen wie Anfang der 80er Jahre. Obschon, auch solche oppositionellen Aktionen haben eine Ulrike Meinhof hervorgebracht ...

Weiter: Niemand kann mehr in der DDR Ausreiseanträge stellen und sich mit anderen Antragstellern unterdrückt und solidarisch fühlen. Alle schimpfen über Konzern-Vorstände, die sich selbst Millionen genehmigen, aber immer weniger sind in der Gewerkschaft (bei sowas wäre in Frankreich ein Streik fällig). Die Kirchen sind sogar am Heiligabend halb leer, früher musste man stehen. Statt dessen kuckt jeder individuell, wo er "Party machen" kann.

Und so blöde das von einem bekennden Antifaschisten und fast durch den Nazi-Terror Ungeborenen klingt, der nie die im KZ im Gas erstickten Großtanten aus dem kleinen Dorf bei Lemberg kennen gelernt hat ... Selbst wenn der junge Mann sich in der NPD organisiert hätte, auf Sonnenwendfeiern schmutzige Lieder über den sogenannten "Führer" gesungen hätte und "Symbole verfassungsfeindlicher Organisationen" verwendet hätte -- er wär nie darauf gekommen, wild um sich zu schießen, 37 Leute zu verletzen, und selber zu Tode gekommen. Wahrscheinlich -- das ist die Ironie der Geschichte -- hätte er sogar einen schicken Ausbildungsplatz in der KFZ-Werkstatt eines versprengten Alt-Nazis in der Umgebung bekommen, den er immer auf Kameradenabenden trifft ...

Aber nichts von alldem ... Nur Hass ... Nur Gewalt ...

Ich versuche immer, allen Menschen mit Zuneigung und Liebe zu begegnen, weil es davon immer weniger gibt ... Kann man mehr tun?

Andreas
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Beitrag #3 von papa0861 » 21 Nov 2006 22:27


mehlbox2001 hat geschrieben:Weiter: Niemand kann mehr in der DDR Ausreiseanträge stellen und sich mit anderen Antragstellern unterdrückt und solidarisch fühlen. Alle schimpfen über Konzern-Vorstände, die sich selbst Millionen genehmigen, aber immer weniger sind in der Gewerkschaft (bei sowas wäre in Frankreich ein Streik fällig). Die Kirchen sind sogar am Heiligabend halb leer, früher musste man stehen. Statt dessen kuckt jeder individuell, wo er "Party machen" kann. as ist die Ironie der Geschichte -- hätte er sogar einen schicken Ausbildungsplatz in der KFZ-Werkstatt eines versprengten Alt-Nazis in der Umgebung bekommen, den er immer auf Kameradenabenden trifft ...

Aber nichts von alldem ... Nur Hass ... Nur Gewalt ...


hallo andreas,

da muß ich dir widersprechen. solcherlei "republiken" gibt es schon noch. zum beispiel hier in dresden neustadt. fast jedes wochenende gibt es hier reichlich zoff. leider immer aber das gleiche bild. brennende mülltonnen, zerschlagene autos, rechts gegen links, punks gegen faschos usw. solange sie sich den gegenseitig die nasen blutig hauen, mag dies ja noch irgendwo in ordnung sein. schließlich waren wir früher auch nicht anders. zugegebenermaßen gings bei uns aber nicht dersrt blutig ab. leider passiert aber immer wieder eines, kommen wir, sind sich die chaoten sofort einig und es gibt nur noch einen gegner; uns!

und uns sind in der regel auch noch die hände gebunden. liebend gerne würdest du so ´ne zecke mal richtig auseinandernehmen. aber was bringt es? nichts, außer wieder mal ein do am hals und die gurke geht nach ner halben stunde grinsend an dir vorbei in die freiheit.

auch bin ich dagegen zu sagen, daß unsere jugend nur blöd ist und deswegen den faschos in die offenen arme rennt. das ist zu einfach.

lg
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Beitrag #4 von mehlbox2001 » 22 Nov 2006 01:20


Hallo Jürgen,

da war mein Beitrag wohl zu doll aus der "bayerischen Sicht" geschrieben ... Eigentlich weiß ich ja, dass wir in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg oder Würzburg in einer netten kleinen Welt leben, wo noch "alles in Ordnung" ist.

Die Dresdner Neustadt kenne ich übrigens noch von 1983 und 1988 als hüsches Kleinod -- aber klar, dass es da heute heftiger abgehen kann als auf dem ähnlich gelagerten Prenzlauer Berg ... Und als alter Kreuzberger (zehn Jahre lang da gewohnt) wusste ich immer, wo ich am 1. Mai mein Auto abstellen musste, und zum Glück war nie ein Mercedes-Stern dran an meiner "Pseudo-C-Klasse" ...

Wenn ich heute die Nachrichten und Kommentare auf http://www.n-tv.de lese ... zum Beispiel http://www.n-tv.de/735530.html ... dann wird mir's schlecht ...

Wenn die Buben nur noch fast autistisch am Rechner sitzen und im Computer-Spiel Leute erschießen, wo unsereins noch von Hamburg nach Westberlin gegangen war, um dem Militärdienst zu entgehen ... Ab und zu Gewaltfilme im Kino oder auf DVD kucken ...

Ich mag heute nicht mal mehr den Tatort ankucken, selbst da wird ja brutal im Blut gerührt, das war füher undenkbar ... Ist das eine Entwicklung der Zeit?

Übrigens haben wir da den USA ein kleines bisschen was voraus: Wo im US-Kino wegen Soft-Sex was erst ab 21 (!) läuft, gibt's das bei uns ab 14, was in den USA wegen Gewaltszenen ab 15 ist, hat hier FSK 18 ... Aber was nützt das bein einem kleinen Rambo, der im Netz rumwühlt?

Andreas

PS: Übrigens, Jürgen, wo sich unsere Online-Zeiten immer ausschließen und du grade deine Musik auf CD brennst ... In welchem Schlager einer Sängerin aus Freital in Sachsen kommt die Zeile "Wir sind wie zwei in einem Wetterhaus" vor, weil "er die Bar und sie die Post nicht aufgibt"?
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Beitrag #5 von papa0861 » 22 Nov 2006 11:34


hallo andreas,

spontan würde ich sagen, daß das von hauf/henkler gesungen wurde. die melodie spukt mir auch im kopf rum. bloß bin ich mir jetzt nicht sicher, ob die aus freital kamen.

lg
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Beitrag #6 von mehlbox2001 » 22 Nov 2006 15:48


... das war Ina-Maria Federowski, das Lied heißt "Gegensätze ziehn sich an". Ihren Ruf als Sprichwörter-Sängerin unterstrich sie mit dem Follow-Up "Man lernt nie aus". Übrigens schade, die Nachwende-CDs klingen wie frühes Hanne Haller, die markante Stimme ist völlig untergegangen in den Aufnahmen :roll:

Andreas
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