umgang mit dem tod

Hier könnt ihr alles loswerden, das nichts mit Inkontinenz zu tun hat!

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welchen sinn hatte das

Beitrag #1 von papa0861 » 12 Jan 2009 23:43


ich möchte in diesem tread eine diskussion anregen.

eine diskussion zu thema. "umgang mit dem tod"

wie denkt ihr darüber? wie geht ihr damit um, wenn liebe angehörige aus dem leben scheiden. dahingestellt sei, ob un- oder freiwillig.

wer hat nicht schon einmal mit dem gedanken gespielt, diesem elenden leben zu entfliehen oder hat erfahrungen mit freunden, die das leben nicht mehr ertragen konnten oder wollten.

mein argument hierzu:

ich selbst habe vor dem eigenen tod keine angst.

ich habe es hinter mir. mit 15 jahren wollte ich mir das leben nehmen. habe ´zig schlaftabletten gefressen. war ganz einfach und tat auch nicht weh.

das einzige was richtig weh tat war nach meiner rettung die erkenntnis, daß abhauen nichts mit mut zu tun hat, sondern nur ein ausdruck der eigenen feigheit ist.

heute bin ich dankbar dafür, daß es ärzte gab, die mich aus dem jenseits zurückgeholt haben.

was wären mir für schöne dinge verwehrt geblieben.

trotzdem billige ich jedem diesen schritt zu, auch wenn er unbewußt viel leid über die bringt, die ihn lieben und an ihn glauben.

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Beitrag #2 von Ramona » 14 Jan 2009 21:12


Hallo Jürgen!

Dein Tehemvorschlag ist gut. Es kann ja jeden ganz plötzlich treffen. Von daher sollte man den Tod nicht ausschließen.

Da dies ja ein eigenes Thema ist, trenne ich es von der Nachricht über klaros Tod ab.Ich hoffe, dass es auch für Dich okay ist.

Gruß Ramona
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Beitrag #3 von papa0861 » 14 Jan 2009 22:35


hallo ramona,

natürlich wird habe ich damit kein problem.

ich sehe zur zeit wieder mal dem tod direkt ins auge. nicht meinem eigenen,

mein vater hat lungenkrebs und ich weiß, daß er daran elend zu grunde gehen wird.

dazu noch seine "alterssturheit". ich wohne 160 km weit weg und kann ihn nicht bewegen zu uns zu ziehen. hier hätte er alles, was sein ende und meinen/unseren streß erleichtern könnte.

ich liebe meinen vater, aber gleichzeitig wünsche ich mir (auch für ihn), daß alles schnell zu ende gehen mag.

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Beitrag #4 von mehlbox2001 » 05 Feb 2009 01:34


Hallo zusammen,

als Christ mag ich ein natürlicheres Verhältnis zum Tod haben als andere ... Sonntags in der Kirche sind ja Geburt und Taufe, Konfirmation, Älterwerden und Sterben ständig präsent. Nicht so ausgegrenzt wie in der "normalen" Welt ... Auch durch meinen Beruf als "Versicherungsmann" hab ich immer wieder mit Pflegebedürftigkeit und Todesfällen zu tun.

Am meisten hat mir aber 1994 meine von Leukämie gezeichnete Oma geholfen. Die hat nämlich gesagt: "Ich hab glaub ich nicht mehr lange hier unten, und ihr müsst nicht traurig sein, wenn ich mal nicht mehr hier bin. Es wird wohl besser auch für mich sein. Ich warte auf euch oben mit dem Kaffee -- aber ihr könnt euch ruhig Zeit lassen ..."

Irgendwie hab ich seitdem auch keine Angst mehr ...

Andreas
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Leben und Tod

Beitrag #5 von Kühlein » 23 Apr 2009 16:52


Hallo Ihr,

auch ich habe seit Kindheitstagen mit Depressionen zu tun.
Als mein Vater im Jahre 1995 tödlich verunglückte - bei einem schweren Zugunglück -, blieben viele Fragen in mir offen.

Heute bin ich so weit, dass ich denke:
Es gibt keine Zufälle im Leben, auch kein Schicksal und ich bin der Meinung, wir alle haben in unserem Leben eine Aufgabe. Wenn wir diese nicht erfüllen, weil wir uns aus dem Leben schleichen, dann werden wir wiedergeboren und haben diese Aufgabe dann zu erfüllen bzw. zu Ende zu bringen.

Demnächst habe ich eine Lumbalpunktion und ich habe keine Angst vor der Diagnose - nicht vor MS und sonstigen Sachen.
Ich nehme es so hin - auch wenn es schlechte Tage gibt.
Ich versuche, mich nicht dem Abgrund, dem Tod auszuliefern - trotzdem habe ich keine Angst mehr vor ihm.

Wer sich dem Leben stellt, begegnet dem Tode mit Ehrfurcht.

Liebe Grüße
Kühlein aus Sachsen
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Beitrag #6 von Kühlein » 23 Apr 2009 16:55


Und richtig ist auch, was Andreas schrieb in Bezug auf die religiöse Seite.
Als Christin weiß ich, dass Gott jeden liebevoll aufnehmen wird und mit offenen Armen empfängt.
Auch Christen trauern natürlich, doch aber mit einem anderen Blickwinkel.

LG
Kühlein
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Beitrag #7 von Rolf » 23 Apr 2009 23:53


... und wenn Ihr glaubt es geht nicht mehr ..., dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her ...


Leider beschäftige ich mich mit diesem Satz, den mir meine schon längere Zeit verstorbene Grossmutter
einmal sagte, zwischenzeitlich des öfteren, denn auch mich hat das Schiksal zumindest "gestreift", und
so muss auch ich mir die bange Frage stellen, wie lange das noch "so" geht ...

Hoffentlich noch lange ... - sehr lange ...

...
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Beitrag #8 von biba123 » 07 Jul 2010 15:31


Ich finde, dass in der europäischen Kultur total unnatürlich mit dem Tod umgegangen wird. Denn oft wird dieses Thema einfach nur verschwiegen und verdrängt, so als würde es gar nicht existieren. Andere Kulturen haben einen gesünderen Umgang mit dem Thema Tod, finde ich.
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Beitrag #9 von tradorus » 09 Nov 2012 05:55


Ich möchte diesen Thread mal wiederbeleben.

Mit dem Tod hatte ich bereits mehrfach zu tun.
1993 hat sich meine damalige Freundin von mir getrennt, da hab ich versucht mir das Leben zu nehmen.
Ich war aber so besoffen (2,48 Promille), da ist es mir nicht geglückt.

2007 ist mein Papa verstorben. Er ist im Garten einfach tot umgefallen.
Er hatte 1996 einen schweren Herzinfarkt von dem er sich nur langsam erholte.
Damals holten ihn die Ärzte 2x zurück aus dem Jenseits.

2011 ist die Oma meiner ehemaligen Lebensgefährtin morgens nicht mehr aufgewacht.
Todesursache Lungenembolie.

2012 ist gottseidank noch keiner verstorben, aber meiner Mama geht es mit Ihrer Demenz immer schlechter.
Deswegen lebt sie seid 8 Wochen in einem Pflegeheim.

Wenn ich meine Tochter nicht hätte, die zwar bei meiner Ex lebt, aber immer wenn sie bei mir ist, soviel Freude bereitet, wer weiß was irgendwann passieren würde.

Ich sehe das so: Lebe Dein Leben, und zwar jeden Tag auf's Neue.

Gruß
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Re: umgang mit dem tod

Beitrag #10 von Ditta59 » 22 Feb 2015 23:14


Hallo,

zu später Stunde noch was von mir zum Thema Tod. Bedingt durch meinen Beruf als Altenpflegerin habe ich mich mit dem Thema Tod und Sterben schon sehr früh und intensiv auseinandergesetzt. Was mir absolut klar geworden ist, dass, die Seele nach dem Sterben den Körper verlässt und nur noch die Körperhülle zurückbleibt, darin waren wir, meine Kollegen und ich, uns immer einig, denn wir waren ja meistens mit dabei. Ich habe oft danach das Fenster geöffnet um die Seele, also die Essenz des Menschen, hinaus und zum Himmel empor steigen kann. So schmerzvoll so ein Sterben und Tod für die meisten Angehörigen des Verstorbenen auch sein mag, ich persönlich habe mich für jede "Seele" gefreut, die es geschafft hat, das irdische Leben verlassen zu dürfen und empor zu Gott zu fliegen, durch das Licht fliegen, vielleicht auch noch begleitet von einem Engel, der uns zu unseren lieben Verstorbenen in eine andere Dimension bringt.
Auch ich denke, dass wir hier auf Erden nur auf einer "Durchgangsstation" sind und unsere Erfahrungen machen und Aufgaben erledigen müssen (Sollten). Ich denke nicht, dass ich mich persönlich davor gedrückt habe, meine Aufgaben zu erledigen, denn ich hatte bisher kein sehr angenehmes Leben und habe viel seelischen und körperlichen Schmerz und viele persönliche Verluste hinnehmen müssen. :fleissig: Nichtsdestotrotz habe ich auch oft sehr schöne, intensive Momente in diesem irdischen Leben erlebt mit Menschen, Tieren, Musik und nicht zuletzt mit mir selbst. Ich bin Christin, ich glaube an Gott und ich glaube, dass wir an einen schöneren und besseren Ort gelangen, wenn wir hier auf Erden unsere Aufgaben und Pflichten erfüllen und vorallem eines lernen: zu lieben, zu vergeben, zu trösten und immer daran denken, dass Gott seinen eigenen Sohn für uns hingegeben hat, damit wir das ewige Leben empfangen.
Es gibt viele gute Bücher über den Tod und das Leben danach. Elisabeth Kübler-Ross hat sehr gute Bücher über den Tod und das Sterben geschrieben, auch für Kinder.
Ich wünsche mir, dass der Tod und das Sterben nicht mehr als Tabuthema behandelt werden, sondern als ein Abschnitt im Leben eines jeden Individuums. .sleep:
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