Harndrang durch die Prostata ?

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

Moderatoren: Marco N., Georges

Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #11 von Helmut60 » 29 Okt 2018 18:01


Hallo nochmal....

inzwischen war ich mit meinem Problem bei einem weiteren Urologen... Unikl. Münster. Als ich vor 3 Mon. den Termin bekam, schickte man mir ein Paar Fragebogen und ein Miktionsprotokoll zum ausfüllen zu. Nanu dachte ich, da kamen Fragen die mein Dorfurologe bis dahin so nicht gestellt hatte, auch so ein Miktionsprotokoll...( Trink und Urinmenge festhalten ) hatte der nicht gebraucht. Beim Termin dann erlebte ich zum ersten mal eine volständige urologische Untersuchung.... von Vorne von Hinten, Ultraschall und Röntgen.

Das Ergebis war, das es nicht die Prostata ist, die die Probleme macht. Ich hatte zwischendurch immer mal den Verdacht, das die Urinmenge tagüber deutlich kleiner ist als nachts. Das Miktionsprotokoll zeigte das dann sehr deutlich. Bis zu 75 % wird.. egal wann ich wieviel trinke.. nachts ausgeschieden. Das kann zum einen ein Nerven... zum anderen ein Hormon ..problem sein sagte der Doc. Wenn da Nerven gereizt sind und faslche Signale geben können Medikamente gegen neuropatische Schmerzen helfen, wenn es ein Hormonproblem ist, kann man das auch behandeln... das geht jedoch erst nach dem Ende er Chemotherapie, die bis mind. März 19 läuft. So bleibt dann nur das mit den Nerven, wozu ich Lyrica verschrieben bekam.

Der Doc meinte, das es 3 Wochen dauern könne bis es wirkt. Zu meiner Überraschung gab es jedoch schon nach der ersten Einnahme eine positive Wirkung. Wenn ich Wasser lassen muß, egal ob mit viel ode wenig Harndrang, muß ich bevor es losgeht immer ganz bewußt Entspannen, was gut eine halbe bis ganze Minute dauert. Seit ich nun Lyrica nehme kann ich sofort wenn ich will. Deswegen muß ich nachts nicht weniger raus, dennoch ist es eine Erleichterung. Da man Lyrika bis zu 300 mg Dosis nehmen kann, und ich diesen Efeckt schon bei 1 x 50 mg abends habe, hoffe ich das sich die Situation weiter verbessert, wenn ich die Dosis erhöhe.... bis dahin....

:-) Helmut
Vater ....einer 34 J. alten, schw. mehrf. behinderten Tochter, die neben Windeln mit ableitenden Hilfsmitteln ISK, und wg. Darmproblemen mit analer Irrigation versorgt werden muß...... und nun selbst Prob. mit dem Harndrang hat.
Benutzeravatar
Helmut60
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 31
Alter: 59
Registriert: 30 Okt 2009 21:58
Wohnort: Borken / NRW
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: bei der Tochter : neurologisch / Windeln, ISK sowie anale Irrigation.
Hilfsmittel: Windeln und ISK

Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #12 von Helmut60 » 10 Okt 2019 12:24


Wie es weiter ging....

Vom Lyrika konnte ich einerseits zwar leichter Wasser lassen, an der häufigkeit hat sich jedoch nichts geändert. Es war vielmehr so, das sich das ganze zwischendurch derart verschäft hat, das tagsüber kaum noch was kam, dafür nachts mitunter jede halbe Stunde alarm war. Mal kam der Harndrang vo nur 100 ml, mal waren es 800. Zwischendurch hatte ich Termine beim Kardiologen.... keine Herzschwäche... und im Schlaflabor.... keine Anzeichen einer Schalfapnoe. Dann bekam ich morgens ein Medikament zum entwässern, sollte abends möglichst nicht mehr trinken, für Abends bekam ich Desmopressin, und für nachts zu besser schlafen Mitrazapin. Das entwässern kappte tagsüber nicht sonderlich, hatte aber nachts stärkeren Harndrang. Vom Mitrazapin konnte ich zwar durchaus besser schlafen, wurde aber vom Harndrang von größeren Mengen ... teils über 1 Liter sehr brutal aus dem Schlaf gerissen. Da solche Mengen die Blase eher reizen als beruhigen wurde es abgesetzt. Da ich bammel hatte das das Dessmopressin mir das Wasser in die Beine treiben würde,fing ich damit nicht an. Als nachts dann die Urinmengen kleiner wurden, machte ich einen versuch damit, konnte zwar endlich mal wieder gut schlafen, dafür schoss mir jeder Tropfen den ich nicht pinkeln brauchte direkt in die Beine, so das der Versuch nach 4 Tagen abgebrochen werden mußte. Als letztes Mittel... bevor man mich an die Nephrologie weiter reicht mache ich aktuell einen Versuch mit Reizstrom.. einem TENS Gerät. Abends 20 Min. 2 Elektroden unten am Bein. Nach 3 Wochen sieht es so aus alls wenn es hilft...nachts nur noch 2 - 3 mal Wasser lassen. Ich hoffe mal das es noch besser wird.

Blöder weise habe ich seit dem Versuch mit dem Dessmopressin Probleme mit einer Brust. Zuerst sagte mein Hausarzt und der Urologe, es sei eine einseitige Brustdrüsenentzündung, und verschrieben Antibiotika, die leider nicht halfen. Jetzt ergab eine Mamorgraphie, das es möglicherweise "nur" eine einseitige Gynäkomstie ist. Der Radiologe empfahl jedoch, das ich das von einem Brustzentrum untersuchen lassen solle, weil da bei meiner Vorgeschichte und der Einseitigkeit auch was anderes werden könnte. WEnn ich das nun richtig gelesen habe, bin ich blöder weise Risikopatient für solche sachen. Ich hatte in der Kindheit einen Hodenhochstand der opereirt werden, und in der Pupertät eine Veränderung in einer Brust, die operativ geklärt werden mußte. Damals hieß es das das zwar harmlos sei, aber ich im Alter Probleme bekommen könnte..... wie es nun aussieht, hab ich nun den Salat.... Mal sehen wie es weiter geht.

:-) Helmut
Vater ....einer 34 J. alten, schw. mehrf. behinderten Tochter, die neben Windeln mit ableitenden Hilfsmitteln ISK, und wg. Darmproblemen mit analer Irrigation versorgt werden muß...... und nun selbst Prob. mit dem Harndrang hat.
Benutzeravatar
Helmut60
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 31
Alter: 59
Registriert: 30 Okt 2009 21:58
Wohnort: Borken / NRW
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: bei der Tochter : neurologisch / Windeln, ISK sowie anale Irrigation.
Hilfsmittel: Windeln und ISK

Vorherige

Zurück zu Blase und Prostata

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron