Erektile Dysfunktion

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

Moderatoren: Marco N., Georges

Beitrag #11 von Lucky » 15 Nov 2005 20:41


Hallo Blinki,

kurze einfache Frage, deren ernsthafte Beantwortung schon weiterhelfen kann, klappt es wenn Du mit Dir alleine bist?

Frage ... funktioniert das?

Gruß Lucky
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Lucky
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Beitrag #12 von eckhard11 » 15 Nov 2005 21:42


Hallo Leute,

hier ein Beitrag, welchen ich im Forum "Harnblasenkrebs" ( www.harnblasenkrebs.de ),
zu einem ähnlichen Thema einstellte.
Allerdings hiess das Thema nicht "Erektile Dysfunktion", sondern :
"Wie ist das so mit der Potenz nach der Blasen - und Prostataentfernung bei euch ?"
Aber egal, sinngemäss ist es ja gleichwertig.....


Hallo Leute,

vor meiner OP hatte ich niemals Probleme mit meiner Libido.
Auch mit sechzig Jahren nicht.....

Nach der Operation sah die Sache allerdings ganz, ganz anders aus.

Nicht nur, dass “er” anfangs aussah wie der Pimmel eines Zehnjährigen, ich hatte plötzlich auch noch ein retrahierendes Glied, will damit sagen, wenn ich mich zum Pinkeln hinsetzte, zog er sich vornehm zurück, so dass es aussah, als würde ich aus einer Kartoffel pinkeln, hi, hi.....

Das war natürlich - besonders für mich - nicht angenehm und beileibe kein Anreiz, es wieder mit dem ehelichen Verkehr zu versuchen.

Dann, eines Tages, ich war mit meinem geliebten Eheweib im Urlaub und wusch mich aufgrund einer Pinkelattacke mit einem Waschlappen und reichlich warmem Wasser, oh Wunder, er wurde grösser.

Ich sofort zu meiner Frau, um ihr das knapp 12 cm lange, aber doch noch recht schlaffe Teil zu zeigen.

Mein geliebtes Weib war so irritiert, dass sie, während sie ihn in die Hand nahm, anfing zu zittern.
( Glaube ich wenigsten, weil sich plötzlich ihre Hand so schnell bewegte...... )

Was soll ich sagen : Dieses Zittern übertrug sich auf mich und nach gar nicht einmal langer Zitterei überkam mich ein Gefühl, welches ich aus grauer Vorzeit her noch zuordnen konnte.

Ich bin im Zimmer auf - und abgehüpft und habe immer gerufen : “Es geht noch, es geht noch.”
Damit meinte ich den Orgasmus, welchen ich hatte.
Mir war ja von den Ärzten gesagt worden, ich würde keinen Orgasmus mehr verspüren.
Ich fühlte mich plötzlich wieder vollwertig !!

Leider wurde er auch im Verlauf der Monate nicht grösser als eben diese ca. 12 cm, aber immerhin...
Zum GV reicht es nicht, aber es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, der Frau Freude zu bereiten.

Ich habe bisher keines der in den anderen Berichten erwähnten Hilfsmittel versucht, aber eines ist mir geblieben:
Ich wasche mich seither sehr gern und oft mit heissem Wasser und einem Waschlappen......

Allerdings ist der Orgasmus nicht mit den früheren Orgasmen zu vergleichen.
Da dieser Orgasmus “trocken” ist, fehlt ihm die Geschmeidigkeit sowie das Zucken des Gliedes.
Ausserdem ist er etwas “schriller” als früher, irgendwie schneidender.
Ich weiss nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll.....


Ich leg mich jetzt - frisch gewaschen - wieder hin .sleep:
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Beitrag #13 von Lucky » 15 Nov 2005 23:05


Das ist eine ziemlich gute Beschreibung.

Und sie macht auch deutlich, daß man, über alle Hoffnungen und Rückschläge hinweg, auch hierfür eine Lösung finden kann.

Außerdem beschreibt sie eine wahrscheinlich häufige Begleiterscheinung der Impotenz. Nämlich die, daß sich, im Falle eines sich einstellenden Höhepunktes, die Wahrnehmung dieses Gefühls sehr verändert.

Bei mir ist es leider so ähnlich. Besonders dann, wenn ich kein Viagra genommen habe.

Bis bald, Lucky
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Beitrag #14 von der Blinki » 16 Nov 2005 08:46


Hallo Lucky.

Zu deiner Frage : Nein es klappt nicht.

In Moment bin ich auf der Suche nach der Ursache.
Da ich psychisch ziemlich angeschlagen bin , nehme ich zur Zeit Antiepileptikum, Antidepresivsum, Beruhigungsmittel. :oops: :oops: :oops:

Wegen der Blasengeschichte zusätzlich ein Antibiotikum. :aerger:

Wegen der Hautgeschichte ein Antiallergikum. :aerger:

Das ist schon eine Menge, und ich habe mir nun eingeredet das es vieleicht daran liegt.
Ich habe heute bei meinen Neurologen ein Termin vereinbart und mit ihn mal die Medikation durchzugehen

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Beitrag #15 von Lucky » 16 Nov 2005 21:08


Hallo Blinki,

ich bin zwar kein Arzt, aber bei diesem Medikamentenmix ist es wohl doch kein Wunder.

Der Spruch, versuch erst mal in Ruhe die Psyche in Ordnung zu bringen, sagt sich natürlich leichter als es wirklich ist. Besonders dann, wenn die Impotenz auf eben den selben wunden Punkt drückt.

Ob Du auf diesen Mix noch Viagra nehmen solltest ...?

Ich wünsche einen schönen Abend,
Gruß Lucky
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Beitrag #16 von frosch » 17 Nov 2005 07:59


Hallo Ihr Lieben!

WOW! Dieses Forum wird wirklich immer besser, weil offener...
Es ist immer schön, dem Tiger ins Auge zu blicken und nicht alles zu verstecken, auch wenns schwer fällt.
Fast schon selbstverständlich, dass ich wieder etwas zum Psychothema beizutragen habe.
Ich habe mit Antidepressiva trotz niedriger Dosierung ähnliche Erfahrungen gemacht.
Am Anfang ging es soweit, dass ich die Tabletten in die Ecke werfen wollte, aber wer weiß, wie es mir dann heute ginge.
Ich habe die Sache zum Glück schnell sehr offen mit meiner Partnerin besprochen und als erstmal diese Versagensangst weg war, ging es schon etwas besser. Anfangs war es nötig noch mehr Augenmerk auf die Stimmung zu nehmen und mehr Zeit einzuplanen. Heute gibt es zwar auch noch gelegentliche Aussetzer, aber die werden immer seltener und egal wie, sie sind bei meinem Schatz in besten Händen...

Schönen Tag Euch!

René
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Beitrag #17 von Lucky » 17 Nov 2005 23:28


Hallo, hallo,

da kann man mal sehen, wie unterschiedlich wir unsere eigene Konstitution bewerten.
Die Zeit, in der es mal funktionierte und dann wieder nicht, in der es nach und nach immer schlechter wurde, die fand ich wirklich unangenehm und psychisch sehr belastend.
Seitdem es nicht mehr geht und ich mich selbst auch wirklch als impotent betrachte, ist es irgendwie leichter geworden; ich weiß, was ich zu erwarten habe.

Viagra funktioniert eigentlich ganz gut, aber es macht mir doch recht kräftige Kopfschmerzen und deshalb ... kann man sich ja auch so ganz lieb haben.

Schmerzlich ist da schon mehr die veränderte Wahrnehmung.

Gruß Lucky
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Beitrag #18 von der Blinki » 18 Nov 2005 11:11


Hallo @ all.

Ich hatte nun gestern meinen Termin beim Neurologen um mal über meine Medikation zu sprechen.

leider können wir im Moment nichts daran ändern, außer wenn ich wieder einen Flashback bekommen möchte.

Von Viagra möchte er im Moment nichts wissen, da zur zeit meine Leberwerte nicht in Ordnung sind.

Aber ich hatte am selben Abend ein langes Gespräch mit meiner Frau und habe ihr die sache geschildert , wie ich sie sehe.

Ein oder zwei Gläser Wein und die sache sieht etwas rosiger aus.
Wir haben uns halt darauf verständigt das es nicht immer Sex sein muß.

Marco
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Beitrag #19 von Lucky » 28 Nov 2005 23:06


Hallo, hallo,

es ist ein schwieriges Thema und irgendwie geht es nicht weiter. Haben wir wirklich schon über die Sorgen und Probleme, die bestimmt viele Forumsnutzer haben oder kennen, so abschließend gesprochen?

Ich will mal den Versuch unternehmen, ein Problem zu schildern, was mich ganz persönlich betrifft und vielleicht hat ja jemand eine gute Antwort dazu. Die Impotenz in der Partnerschaft ist durch Viagra ganz gut zu kompensieren. Das Problem (ein Problem) ist nur, daß ich natürlich nicht jede Woche Viagra nehmen kann. Also findet diese Form der Liebe nicht ganz so häufig statt. Und auf Grund der zeitlich etwas größeren Abstände und der Tatsache, daß ich kein richtiges Gefühl in der Harnröhre habe, kann ich meinen Höhepunkt nicht richtig steuern. Oft läuft es schon nach wenigen Minuten heraus und aus und vorbei. Nun könnte ich ja selbst etwas dagegen tun, aber ohne Erektion ist es völlig doof sich selber eine Freude zu machen. Jetzt habe ich von den Vakuumpumpen gehört und mir auch schon Bilder im Internet angeschaut. Hat jemand Erfahrungen mit diesen Geräten?

Warte auf Antwort,
Lucky
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Impo

Beitrag #20 von Hajo1 » 26 Apr 2006 09:45


Bin ja eigentlich wegen Inko hier, aber das Thema Impo läuft ja bei einer Radikalen Prostataentfernung einher.
Schon auf der Reha hat man uns die neuen Möglichkeiten vorgestellt. Habe sie fast alle ausprobiert. Ist alles nichts gegen vorher.
Viagra udgl.: Kopfschmerzen, sonst nix
Muse: Errektion ein bißchen, aber nicht genug
Skat: Große Errektion (über Stunden); unangenehm wegen Schmerzen im Penis, aber fast die einzige Möglichkeit, um wieder annähernd "männlich" zu sein.
Vakumpumpe habe ich nicht ausprobiert. Würde sicher klappen, aber in dr Wurzel, wo der Gummi sitzt, ist keine Standfestigkeit.
Orgasmusfähigkeit ist in der Regel nach Prostataentfernung immer vorhanden. Die Erektionsfähigkeit sollte bei einer nervenschonenden OP lt. Aussage der Ärzte wieder kommen, was aber meistens nicht stimmt.
Mit viel Geschick und einer geduldigen Partnerin ist es aber auch möglich, auf sämtliche Hilfsmittel zu verzichten (außer den Händen). Allerdings reduziert man den Verkehr automatisch auf ein Minimum. Freilich gefällt das den Frauen nicht, auch wenn sie sagen, sie hätten viel Verständnis. Aber ganz ohne sollte man nicht leben; das tut keiner Partnerschaft gut.
Nur nicht aufgeben! Besser so als garnix!

Gruß Hajo
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