Erfahrungen mit Yentreve bei Harninkontinenz

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

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Erfahrungen mit Yentreve bei Harninkontinenz

Beitrag #1 von Matiend » 15 Feb 2007 10:49



Liebe Gemeinde,
ich hätte gerne gewusst wer Erfahrungen bei einer Harninkontinenz nach einer PR Operarion mit dem Päperat Yentreve (normalerweise in Deutschland nur für Frauen zugelassen) in der letzten Zeit gemacht hat.
Könnt Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen?
Besten Dank

Matiend
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Wirkstoff benennen

Beitrag #2 von Siggi » 19 Feb 2007 09:57


Hallo Mattiend,

es gibt halt eine Vielzahl von Medikamenten unter den verschiedensten Bezeichnungen, die gegen die Inko helfen sollen. Um etwas aussagen zu können über Erfahrungen wäre es wichtig, dass du hier den Wirkstoff nennst, auf den dein Medikament fusst. :?:

Dann kann man vielleicht besser darauf antworten.

Tschüss
Siggi
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Beitrag #3 von Matiend » 19 Feb 2007 10:33



Hallo Siggi,

das Medikament Yentreve wird von der Firma Lilly vertrieben und ist das Hydrochlorid von Duloxtin.
Weitere Information gibt es bei Google! Einfach "Yentreve" eingeben

Gruss
Matiend :roll: :mrgreen:
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Eigene Erfahrungen nur mit Dutasterid

Beitrag #4 von Siggi » 20 Feb 2007 18:01


Hallo Matiend,

ich fürchte, ich kann nach Kenntnis des Wirkstoffes dir nicht raten. Das Medikament, das ich gegen Blasenentleerungsstörung verordnet bekam, gründet sich auf den Wirkstoff Dutasterid.

Das ist ein 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, der der Prostata-Vergrößerung entgegenwirkt als der Ursache der Inkontinenz.

Allerdings: ich schlucke die (ungeheuer teuren) Weichkapseln schon eine ganze Weile ohne eine nennenswerte Wirkung zu verspüren.

Also: Sorry zu deiner Anfrage.

MfG
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Yentreve

Beitrag #5 von cattolica » 24 Feb 2007 19:27


Hallo Matiend,
mein Mann (67) ist im letzten Jahr operiert worden (TURP), alles gutartig!
Aber seitdem ist er undicht. 2 x nachoperiert, Unterspritzung hat auch nichts genützt.
Verschiedene Tabletten sind ausprobiert worden.
Den allerbesten Effekt hat er mit dem Medikament Yentreve erziehlt!!!
(ein paar Probepäckchen vom Urologen). Er lebt mit Vorlagen, wenn er nach draußen geht, legt er Kondomurinale an.
Leider hat die AOK auf den Antrag, dieses Medikament Yentreve zu bezahlen, verneint!
Mit der Begründung, dass es nur für Frauen zugelassen ist! Für Männer lägen noch keine Studien vor!
Mein Mann weiß noch nicht, wie es weitergehen soll, wenn er die letzten Yentreve Tabletten verbraucht hat.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung
Cattolica :fleissig:
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Re: Yentreve

Beitrag #6 von papa0861 » 24 Feb 2007 22:22


hallo,


wenn die aok dies ablehnt, wird es schon seine gründe haben. nicht alles, was über den großen teich oder werbung ala noni auf den markt drängt, ist hilfreich. oder vielleicht doch nur hilfreich für den vertreiber.

irgendwo hatte ich gelesen, daß dieses produkt auch gut bei depressiven zuständen helfen soll. mag vielleicht sein. aber ich vertrau da lieber meiner psychiaterin. die ist von der alten schule. durch mein medikament habe ich zumindest die fähigkeit erhalten, mit meinem übel klarzukommen. warum also auf neumodisches zeugs umschwenken und doch auf dem alten stand stehenbleiben.

produktwerbung, egal auf welcher art, stehe ich skeptisch gegenüber.

bei bestimmten op-methoden helfen halt auch keine wundermittel. allein der glaube und wille kann berge versetzen.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #7 von Matti » 25 Feb 2007 01:32


Hallo,

vielleicht ist dieser Artikel ganz interessant:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... 127&type=0

Vor allem aufgrund der Studienergebnisse.

@ papa:

Die Krankenkassen lehnen die Kostenübernahme bei Männern deshalb ab, weil die Zulassung nur für Frauen erteilt wurde. Dies liegt daran, dass nur Frauen an dieser Studie teilgenommen haben.

In Gesprächen mit der Uni Klinik Giessen wurde mir mitgeteilt, dass 80- 90 % aller Prostata operierten Männer mit dem Medikament Yentreve entlassen werden. Dies geschieht dann aufgrund mangelnder Zulassung auf Privatrezept.

Es soll beachtliche positive Erfolge geben, sowohl bei der Frau als auch beim Mann.

Yentreve ist das erste und einzige Medikament, welches eine Zulassung bei der Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz erhalten hat. Bevor ich mich unters Messer legen würde, würde ich zumindest einen Versuch wagen.

Begleitende Beckenbodengymnastik, Biofeedback, Elektrostimulation, Gewichtsreduktion und gesunde Ernährung (Verstopfung belastet den Beckenboden) ist mit einer Verbesserung zu rechnen.

Ach, und Ingelheim liegt mitten in Europa!

Gruß

Matti
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Beitrag #8 von Matiend » 14 Mär 2007 12:28




Hallo cattolica,

ich nehme das Medikament Yentreve seit dem 25.8.2006 und habe beachtliche Erfölge. Der gemessene Urinverlust ist von einem Mittelwert vom 800 gr pro Tag auf ca. 80 gr zurückgegangen. Daneben habe ich noch Vesikur eingenommen. Dies scheint eine verstärkende Wirking bei mir zu haben.
Wegen einer Blasendruckmessung, die ich für eine Studie (siehe weiter unten) benötige, habe ich die Medikamente ab 20.2.2007 abgesetzt. Der Messwert ging ziemlich schnell um ca. 200 gr hoch.
Ich bin in der AOK, die das Medikament ohne Nachfragen bezahlt hat.

Ich habe mich jetzt entschlossen, wenn die Ärzte nach einer Untersuchung meinen Fall für heilungswürdig halten, an einer Studie der Muskelstammzellentherapie teilzunehmen.
Ich möchte den Zustand der Inkontinenz mit allen Mitteln beenden und würde, wenn die Therapie fehlschlägt, einen ProAct einbauen lassen.

Beste Grüße

Matiend
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Beitrag #9 von Hajo » 18 Apr 2008 13:50


Ich habe nach Prostataentfernung seit mehr als 4 Jahren Inkontinenz. Vor ca. zwei Jahren habe ich Yentreve probiert. Es hat den unfreiwilligen Abgang etwas verringert, aber nicht ganz gestoppt, sodass ich triótzdem Vorlagen brachte. Die Nebenwirkungen (Schwindel, Übelkeit, Orientierungsprobleme bei niedrigem Blutdruck) haben mich veranlasst, au´f das Medikament zu verzichten. Seitdem suche ich nach einem andern Weg, bisher erfolglos...
Gruß Hans
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Yentreve

Beitrag #10 von Matiend » 19 Apr 2008 15:22


Hallo Hajo,

ja, so ist das Leben :cry: ! Ich vertrage das Medikament Yentreve einwandfrei.
Nachdem meine Hoffnung auf eine Heilung durch eine Stammzellentherapie in München zerbrach, bleibt mir nur noch dieses Medikament.
Nebenbei bemerkt bin ich nun der Meinung, dass die Ärzte in München auch ziemliche Scharlatane sind, die Patienten an der Nase herumführen, um Steuergelder und andere Zuschüsse zu bekommen. Wie so oft, halt!
Yentreve hat bei mir die Inkontinenzrate im Jahre 2007 von rund 200gr pro 24 Stden(im Mittel) auf 20gr gesenkt.
Damit kann ich leben, wenn auch nicht ganz frei. Ich benötige nur noch eine Vorlage von Tena pro 24 Stden. Da die Kurve stetig nach unten geht habe ich Hoffnung auf weitere Verbesserung.
Aber: Auch ich suche nach neuen Möglichkeiten. Habe jedoch nichts gehört und auch im Schrifttum zeigt sich nichts Neues. Das Thema scheint nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen.

Beste Grüsse
Matiend
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