Turp und Blasenhalsstarre

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

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Turp und Blasenhalsstarre

Beitrag #1 von Reuter » 11 Jan 2013 12:48


Hallo,

ich melde mich, da ich einen Rat bzw. jemanden der damit bereits Erfahrung hat.
Kurz zur Geschichte:Im Oktober 2011 hat sich mein Zustand Blasentechnisch ständig verschlechtert. Habe, wie damals bereits geschrieben, ich glaube 30% der auf dem Markt befindlichen Medikamente durchprobiert, keine oder schlechte Erfolge. Seit dem Oktober 2011 hatte ich 4 Prostataentzündungen, diverse (ich glaube9) Harnwegsinfekte und eine Nierenbeckenentzündung. Die Inkontinenz ist erheblich schlechter geworden, lt. Urologen habe ich eine neurogene Blasenentleerungsstörung. Seit 2002 benutze ich Katheter per ISK.

Zur aktuellen Situation: Seit Dezember 2012 werde ich von verschiedenen Abteilungen der DKD in Wiesbaden wegen der Blase (und anderen Dingen) untersucht. Am letzten Dienstag war ich in der Urologie und es wurden Harnstrahlmessung, Urodynamik und Blasenspiegelung gemacht.
Der Urologe diagnostizierte:gutartige Vorsteherdrüsenvergrößerung, Blasenhalsstarre, Kalk der eine Abflussbehinderung darstellt, Samenhügel verstopft und verkalkt, irgendwelche Lappen an der Prostata und eine Balkenblase.
Jetzt möchte er die Prostata ausschälen, den Blasenhals ritzen, diese Lappen wegnehmen. Das ritzen des Blasenhals hätte die unangenehme folge, dass das Ejakulat in Blase geht und nicht mehr nach vorne raus, da ich "erst" 50 bin, finde ich es nicht zufriedenstellend.
Kennt jemand eine Alternative?
Kennt jemand die Methode per Laser, ist das besser?
Kann durch das ritzen des Blasenhalses eine Belastungungsinkontinenz dazu kommen?

Über Antworten und Tipps würde ich mich sehr freuen, am 04.02.2013 wäre Op Termin.

Vielen Dank

Reuter
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Reuter
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Art der Inkontinenz: neurogene Blasenentleerungsst.

Veränderungen durch OP

Beitrag #2 von Chris » 12 Jan 2013 22:40


Hallo Reuter,

die Vorschläge deines Arztes erscheinen mir nicht wirklich schlüssig, aus deinem Post gehen aber auch nicht ausreichend Informationen für iene wirkliche Einschätzung hervor.

Was die retrograde Ejakulation angeht (in die Blase) so wird die wohl eher von der Prostata Schälung, als von der Ritzung des Blasnehalses verursacht werden - im Ergebnis egal, aber ... und dann - die Ritzung des Blasenhalses dürfte bei einer Balkenblase kaum eine Verbesserung bringen - da ist die Kapazität und Elastizität der Blase so eingeschränkt, dass auf der einen Seite eine Inko fast sicher ist, auf der anderen Seite aber vermutlich größere Restharnmengen und damit dauerhafte Entzündungen wahrscheinlich sind. Eine Neoblase ist langfristig wohl die einzig sinnvolle Alternative, um wieder eine braucbare Speicherfunktion zu bekommen, ohne die Nieren zu gefährden.

Die Balkenblase scheint mir bei dir eine Folge von nicht oder schlecht ausgeheilten wiederholten Infekten - warum wurde da nicht konsequent behandelt - warum trotz ISK ?? Wenn du eine neurogene Ursache hast, dann hat sicher auch schon bislang hoher Restharn dazu beigetragen - zu selten ISK ???

Egal - du solltest dir auf jeden Fall eine zweite Meinung holen - Kontinenzzentrum ?? ist zwar nicht bei dir "um die Ecke" - ich bin aus der Gegend von HH nach Mönchengladbach ins Mariahilf zu Dr. Kaufmann. Sicher gibt es noch andere sehr gute Kontinenzzentren - aber die sind auf neurogene Ursachen spezialisiert.

Machs gut

Chris
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